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lshw

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

./lshw_logo.png lshw {en} steht für list hardware und liefert Informationen zu Hardwarekomponenten wie CPU, Speichermodulen, die an PCI-, USB- oder IDE-Schnittstelle angeschlossenen Geräte wie Soundkarte, Grafikkarte oder Laufwerke usw. Siehe auch Gerätemanager und Systeminformationen ermitteln.

Installation

lshw ist normalerweise in der Standardinstallation enthalten, kann aber ansonsten über die Pakete

installiert werden [1].

Benutzung

Der Aufruf von lshw erfolgt im Terminal [2] mit folgendem Befehl:

lshw <Format> [Option] 

Hinweis:

Ruft man das Programm lshw mit Root-Rechten auf, so erhält man deutlich detailliertere Informationen zu den einzelnen Komponenten.

Der Aufruf ohne Optionen und Formatangabe erzeugt eine relativ lange Ausgabe von Hardwareinformationen. lshw kennt die folgenden Optionen:

Optionen für das Ausgabeformat
FormatBeschreibung
-html Ausgabe inklusive HTML-Tags
-xml Ausgabe inklusive XML-Tags
-short stark verkürzte Ausgabe, enthält weniger Informationen
-businfo verkürzte Ausgabe, sortiert nach dem (Anschluss-) Bus

Die Optionen -html und -xml sind dann besonders hilfreich, wenn man die Daten weiter benutzen möchte (z. B. Hardwaredatenbank für verschiedene Rechner).

Optionen für die Informationsausgabe
OptionBeschreibung
-sanitize Versteckt sensible Informationen (Seriennummern, IP-Adressen)
-c, -C oder
-class Klasse
Hardware einer bestimmten "Klasse" angezeigen. Eine Liste der mögliche Klassen liefert -businfo, z.Zt. sind das: system, processor, bus, bridge, memory, display, multimedia, network, storage, disk und volume.
-disable Test Ausschalten bestimmter Testverfahren = Standard
-enable Test Einschalten bestimmter Testverfahren, Details dazu in den Manpages.

Beispiel mit gekürzter Ausgabe:

sudo lshw -businfo 

Ergebnis-Beispiel (gekürzt):

Bus info          Device      Class       Description
=====================================================
                              system      Desktop Computer
pci@0000:04:06.0              multimedia  CX23880/1/2/3 PCI Video and Audio Decoder
pci@0000:04:06.1              multimedia  CX23880/1/2/3 PCI Video and Audio Decoder [Audio Port]
pci@0000:00:1f.0              bridge      82801GB/GR (ICH7 Family) LPC Interface Bridge
pci@0000:00:1f.1  scsi0       storage     82801G (ICH7 Family) IDE Controller
scsi@0:0.0.0      /dev/sda    disk        160GB WDC WD1600AABB-0
scsi@0:0.0.0,4    /dev/sda1   volume      149GiB EXT3 volume
                  /dev/sda5   volume      95GiB Linux filesystem partition

lshw.png
Graphische Benutzeroberfläche

Grafische Benutzeroberfläche

Für den GNOME-Desktop gibt es eine graphische Oberfläche für lshw. Diese kann über "System -> Einstellungen -> Hardware Lister" oder über den Aufruf von lshw-gtk gestartet werden [3]. Eine Alternative bietet das eigenständige Programm HardInfo.

Hinweis:

Für lshw wird u.U. kein Startmenüeintrag angelegt; diesen muss man bei Bedarf selber anlegen [4].

Die Ansicht besteht aus mehreren Spalten, in der rechten Spalte werden dabei die Hardwareinformationen angezeigt. Dazu muss man auf einen Eintrag in einer der linken Spalten klicken. Ist ein Eintrag in einer der linken Spalten fett dargestellt, so hat dieser weitere Untereinträge. Diese können durch einen Doppelklick auf den entsprechenden Eintrag eingeblendet und mit einem Einfachklick wieder ausgeblendet werden.

Ein Klick auf " Beenden" beendet das Programm.

Hinweis:

Ruft man lshw-gtk mit Root-Rechten auf, so erhält man deutlich detailliertere Informationen zu den einzelnen Komponenten.

Diese Revision wurde am 16. April 2014 23:06 von redfoxx13 erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Shell, System, Hardware