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iperf

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

Wiki/Icons/terminal.png Möchte man die Geschwindigkeit eines Netzwerkes messen, bietet sich iperf {en} an. Dieses Client-Server-Programm für die Kommandozeile ermöglicht es, den Durchsatz zwischen zwei Rechnern innerhalb eines Netzwerks zu messen. Es ist dabei recht einfach zu bedienen und bietet eine schnellere und präzisere Auswertung als andere Methoden wie z.B. das Kopieren einer großen Datei.

Möchte man dagegen die Geschwindigkeit des eigenen Internetzugangs messen, kann eines der zahllosen Webangebote wie beispielsweise Speedtest.net {en} weiterhelfen.

Installation

Das Programm kann direkt aus den offiziellen Paketquellen installiert [1] werden:

  • iperf (universe)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install iperf 

sudo aptitude install iperf 

Das Programm hat keine grafische Benutzeroberfläche und wird über die Konsole gestartet. Für einen Test benötigt man zwei Rechner, auf denen iperf läuft. Auf dem einem startet man iperf im Servermodus, auf dem anderen im Clientmodus.

Bedienung

Zum Start von iperf im Servermodus gibt man ein:

iperf -s 

Auf dem Client startet man iperf über:

iperf -c IP_DES_SERVERS 

IP_DES_SERVERS muss natürlich durch die konkrete IP-Adresse ersetzt werden. Anschließend wird die Verbindungsgeschwindigkeit getestet und ausgegeben. Eine Ausgabe kann folgendermaßen aussehen:

------------------------------------------------------------
Client connecting to 192.168.1.2, TCP port 5001
TCP window size: 16.0 KByte (default)
------------------------------------------------------------
[  3] local 192.168.1.1 port 53233 connected with 192.168.1.2 port 5001
[ ID] Interval       Transfer     Bandwidth
[  3]  0.0-10.0 sec    300 MBytes    252 Mbits/sec

Interessant ist der Wert bei Bandwith, der die Verbindungsgeschwindigkeit ausgibt. Im gezeigten Beispiel wurde zwischen zwei virtuellen Maschinen gemessen, die auf dem gleichen Rechner laufen. Andere Verbindung liefern natürlich andere Werte.

Weitere Optionen

Titel der Tabelle
Verfügbare Optionen Bedeutung
-s Startet iperf im Servermodus.
-c IP_DES_SERVERS Startet die Messung auf dem Client.
-d Startet einen Dualtest: es wird sowohl die Geschwindigkeit von Client zu Server, als auch von Server zu Client gemessen. Dies ist vor allem für asymetrische Netzwerktopologien wie z.B. DSL interessant.
-P ANZAHL Lässt ANZAHL Tests gleichzeitig laufen. So kann man testen, ob die getestete Verbindung einbricht, wenn man mehr als einen Client hat.
-f FORMAT Darüber kann man festlegen, welche Einheiten iperf zur Anzeige nutzt. k = kbits, m = megabits, K = kilobytes, M = Megabytes
-p PORT Server läuft auf dem TCP-Port PORT statt 5001 und der Client versucht, sich zum Port PORT des Servers zu verbinden.
-t SEKUNDEN Gibt die Dauer des Tests an. Die Voreinstellung ist 10 s.
-i SEKUNDEN Gibt die Intervalllänge an, in der Ausgaben erfolgen. Die Intervalllänge sollte kürzer als die Testdauer sein.
-V Es wird iperf mitgeteilt, dass die IP_DES_SERVERS eine IPv6-Adresse ist.
-B IP-ADRESSE An eine Netzwerkschnittstelle binden um die Geschwindigkeit über genau diese Schnittstelle zu messen.

Problembehandlung

Die Nutzung von iperf ist vergleichsweise simpel und bietet kaum Raum für Fehler. Neben falsch gesetzten Parameter sollte man nur berücksichtigen, dass der Client den Server auch auf dem verwendeten Port erreichen kann. Dies ist üblicherweise der TCP-Port 5001. Dieser lässt sich aber mit dem Parameter -p ändern.

Diese Revision wurde am 22. Januar 2014 19:54 von frustschieber erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Shell, Netzwerk, Benchmark