Slim
ist ein leichtgewichtiger und desktopunabhängiger Displaymanager. Dieser ist dafür verantwortlich, dass sich Benutzer anmelden und auch unterschiedliche Desktopumgebungen auswählen können.
So kann man hier zum Beispiel steuern, ob KDE oder GNOME geladen werden soll. Slim lässt sich über wenige Textdateien einfach konfigurieren.
Slim kann mit folgendem Paket aus den Paketquellen installiert [1] werden:
slim (universe)
Bei der Installation wird man für gewöhnlich gefragt, ob Slim den aktuellen Displaymanager ersetzen soll. Diese Abfrage kann man jederzeit mit dem Befehl:
sudo dpkg-reconfigure slim
wiederholen.
Wenn man nach dem Booten auf der Slim-Oberfläche landet, kann man sich durch Eingabe eines Benutzernamens und des zugehörigen Passwortes auf dem System anmelden. Anstelle des Benutzernamens kann man auch einige besondere Schlüsselwörter eingeben, die besondere Ereignisse auslösen:
| Benutzername | Ereignis |
exit | beendet Slim |
console | öffnet eine Konsole |
Hat man mehrere Desktopumgebungen in Slim eingerichtet, kann man vor der Anmeldung mittels F1 zwischen diesen wählen.
Falls man ImageMagick installiert hat, kann man durch Drücken von F11 einen Screenshot der Slim-Oberfläche erstellen. Dieser wird als /tmp/slim.png abgelegt.
Der Großteil der Optionen von Slim kann in der Datei /etc/slim.conf festgelegt werden. Dazu öffnet man sie mit einem Texteditor [2] mit Root-Rechten [3].
Um ein anderes Thema für Slim auszuwählen, lädt man dieses zuerst von der Website
herunter und entpackt es [4]. Danach kopiert man den entpackten Ordner mit Root-Rechten [3] nach /usr/share/slim/themes.
Um das Thema in Slim zu aktivieren, muss man abschließend noch den Ordnernamen des Themas in der slim.conf in der Zeile current_theme angeben. Will man zum Beispiel das Thema "Flat" benutzen. ändert man die Zeile wie folgt ab:
current_theme flat
Gibt man in dieser Zeile mehrere Themes durch Kommata voneinander getrennt an, wählt Slim bei jedem Start eines dieser Themes zufällig aus.
Will man mit Slim zwischen verschiedenen Desktopumgebungen wählen - zum Beispiel KDE, Gnome oder Fluxbox - muss zuerst die Zeile login_cmd wie folgt abgeändert werden:
login_cmd exec /bin/bash -login ~/.xsession %session
Dann fügt man in der Zeile sessions die Desktopumgebungen ein, zwischen denen man wählen möchte. Beispiel:
sessions fluxbox,gnome,KDE
Der erste Eintrag (fluxbox) wird von Slim standardmäßig gestartet, wenn keine Auswahl vom Nutzer getroffen wird.
Jetzt öffnet man die im Home-Verzeichnis versteckte Datei .xsession (bzw. legt sie neu an, wenn sie noch nicht existiert) und fügt folgenden Inhalt ein:
#!/bin/sh
DEFAULT_SESSION=fluxbox
case $1 in
fluxbox)
exec startfluxbox
;;
gnome)
exec gnome-session
;;
KDE)
exec startkde
;;
*)
exec $DEFAULT_SESSION
;;
esacBenutzt man eine andere Desktopumgebung, muss man die Datei entsprechend anpassen. Jetzt kann man mit F1 auf der Slim-Oberfläche zwischen den Desktopumgebungen wechseln.
Um dem XServer eine andere Auflösung mit auf den Weg zu geben, ändert man in der slim.conf in der Zeile xserver_arguments den Wert hinter -dpi. Für eine Auflösung von 95 Punkten pro Zoll (dpi = dots per inch) sieht sie zum Beispiel so aus:
xserver_arguments -dpi 95 -nolisten tcp
Überprüfen kann man die momentane Auflösung vom Terminal [5] aus mit dem Befehl:
xdpyinfo | grep resolution
Diese Revision wurde am 21. Mai 2011 19:09 von aasche erstellt.
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