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MiniDLNA

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

DLNA {en} (Digital Living Network Alliance) ist ein Standard für digitale Unterhaltungselektronik, d.h. digitale, konvergente, vernetzte Geräte für Zuhause. Geräte mit DLNA-Standard sind untereinander kompatibel, d.h. DLNA sorgt dafür, dass Medienserver, Medienplayer, Computer und Handys sich verstehen. MiniDLNA {en} stellt diesen DLNA Service als Server zur Verfügung. Ubuntu, ausgestattet mit MiniDLNA, wird damit zum Medienserver (Bilder, Videos, Hörbücher, etc.) für alle digitalen Geräte, die DLNA unterstützen und an das Heimnetz angeschlossen sind. DLNA/UPnP-Geräte erkennen den Medienserver automatisch. Die Inhalte des Medienservers werden auf den Geräten angezeigt und sind abrufbar.

Installation

Ab 11.10. Oneiric Ocelot

Ab Oneiric kann minidlna aus den Paketquellen installiert werden [1]

  • minidlna

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

Ältere Ubuntu-Versionen

Auf der Homepage {dl} stehen zwei Archive zur Verfügung. Das Archiv minidlna_1.0.xx_static.tar.gz enthält das vorkompilierte Programm. Hingegen muss beim Archiv minidlna_1.0.xx_src.tar.gz MiniDLNA noch kompiliert werden.

Kompiliertes Programm

Dies ist eine einfache Möglichkeit, das Programm direkt vom Entwickler auf dem eigenen System einzurichten. Zum Ausführen der vorkompilierten Anwendung müssen die folgenden Pakete installiert[1] sein:

  • libexif12

  • libjpeg62

  • libid3tag0

  • libflac8

  • libvorbisfile3

  • sqlite3

  • libavformat52

  • libuuid1

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Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install libexif12 libjpeg62 libid3tag0 libflac8 libvorbisfile3 sqlite3 libavformat52 libuuid1 

sudo aptitude install libexif12 libjpeg62 libid3tag0 libflac8 libvorbisfile3 sqlite3 libavformat52 libuuid1 

Anschließend das Terminal öffnen[4], das oben genannte Archiv entpacken[6] und in das entpackte Verzeichnis wechseln:

tar -xzf minidlna_1.0.XX_static.tar.gz
cd minidlna 

Das Programm mit Rootrechten[7] in das Verzeichnis /usr/sbin kopieren:

sudo cp usr/sbin/minidlna /usr/sbin 

Die Konfigurationsdatei minidlna.conf ebenfalls mit Rootrechten[7] unter /etc ablegen:

sudo cp etc/minidlna.conf /etc/ 

MiniDLNA kompilieren

Der Vorteil beim Kompilieren besteht u.a. darin, dass es auf unterschiedlichen Rechnerarchitekturen läuft und sich Patches zur Erweiterung der Programmfunktionalität einspielen lassen. Zudem besteht die Möglichkeit, sich den aktuellsten Entwicklerquellcode mittels CVS herunterzuladen.

Vor dem Kompilieren muss man die nachfolgenden Pakete installieren[1]:

  • libsqlite3-dev

  • libjpeg62-dev

  • libexif-dev

  • libid3tag0-dev

  • libogg-dev

  • libvorbis-dev

  • libflac-dev

  • libavutil-dev

  • libavformat-dev

  • libavcodec-dev

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Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install libsqlite3-dev libjpeg62-dev libexif-dev libid3tag0-dev libogg-dev libvorbis-dev libflac-dev libavutil-dev libavformat-dev libavcodec-dev  

sudo aptitude install libsqlite3-dev libjpeg62-dev libexif-dev libid3tag0-dev libogg-dev libvorbis-dev libflac-dev libavutil-dev libavformat-dev libavcodec-dev  

Danach das Terminal öffnen[4], das Archiv mit dem Quellcode entpacken[6] und in das entpackte Verzeichnis wechseln:

tar -xzf minidlna_1.0.XX_src.tar.gz
cd minidlna-1.0.XX 

Das Programm mit make kompilieren[3]:

make 

Das Programm mit Rootrechten[7] in das Verzeichnis /usr/sbin kopieren:

sudo cp minidlna /usr/sbin 

Die Konfigurationsdatei mit Rootrechten[7] unter /etc ablegen:

sudo cp minidlna.conf /etc/ 

Konfiguration

In der Datei /etc/minidlna.conf ist die Konfiguration enthalten und kann mit einem Editor[5] angepasst werden.

An dieser Netzwerkkarte wird der Dienst angeboten, sollte in den meisten Fällen eth0 sein:

network_interface=eth0

In diesem Verzeichnis sucht MiniDLNA nach Multimediadateien (Videos, Musik und Bildern):

media_dir=/opt

Die Verzeichnisse können auch pro Multimediadatei angegeben werden:

#Musik
media_dir=A,/opt/music
#Videos
media_dir=V,/opt/videos
#Bilder
media_dir=P,/opt/pics

Mit friendly_name wird der DLNA Servername festgelegt:

friendly_name=My DLNA Server

Mit inotify wird automatisch nach neuen Dateien in media_dir gesucht:

inotify=yes

Dienst automatisch starten

Um den DLNA Dienst automatisch zu starten, kann entweder upstart oder SysVinit benutzt werden.

upstart

Das untenstehende upstart-Skript wird im Verzeichnis /etc/init/ mit dem Namen minidlna.conf erstellt bzw. an diese Stelle kopiert. Zudem muss die Variable IFACE (Netzwerkschnittstelle) angepasst werden, siehe Konfiuration.

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# DLNA Service

description "minidlna"

#change IFACE to the right interface, see /etc/minidlna.conf
start on net-device-up IFACE=eth0
stop on runlevel [!2345]

#respawn the process if it crashes
respawn

# tell upstart we're creating a daemon
# upstart manages PID creation for you.
expect fork

env ARGS='-f /etc/minidlna.conf'
env MINIDLNA='/usr/sbin/minidlna'

exec $MINIDLNA $ARGS

SysVinit

Im Archiv minidlna_1.0.19_src.tar.gz befindet sich im Unterverzeichnis Linux das unten stehende init.d-Startskript. Dieses wird im Verzeichnis /etc/init.d/ mit dem Namen minidlna erstellt bzw. an diese Stelle kopiert.

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#!/bin/sh

# chkconfig: 345 99 10
# description: Startup/shutdown script for MiniDLNA daemon
#
# $Id: minidlna.init.d.script,v 1.2 2009/07/02 00:33:15 jmaggard Exp $
# MiniUPnP project
# author: Thomas Bernard
# website: http://miniupnp.free.fr/ or http://miniupnp.tuxfamily.org/

MINIDLNA=/usr/sbin/minidlna
ARGS='-f /etc/minidlna.conf'

test -f $MINIDLNA || exit 0

. /lib/lsb/init-functions

case "$1" in
start)  log_daemon_msg "Starting minidlna" "minidlna"
        start-stop-daemon --start --quiet --pidfile /var/run/minidlna.pid --startas $MINIDLNA -- $ARGS $LSBNAMES
        log_end_msg $?
        ;;
stop)   log_daemon_msg "Stopping minidlna" "minidlna"
        start-stop-daemon --stop --quiet --pidfile /var/run/minidlna.pid
        log_end_msg $?
        ;;
restart|reload|force-reload)
        log_daemon_msg "Restarting minidlna" "minidlna"
        start-stop-daemon --stop --retry 5 --quiet --pidfile /var/run/minidlna.pid
        start-stop-daemon --start --quiet --pidfile /var/run/minidlna.pid --startas $MINIDLNA -- $ARGS $LSBNAMES
        log_end_msg $?
        ;;
*)      log_action_msg "Usage: /etc/init.d/minidlna {start|stop|restart|reload|force-reload}"
        exit 2
        ;;
esac
exit 0

Damit MiniDLNA bei jedem Systemstart automatisch mitgestartet wird, müssen folgende Befehle (Dienste) ausgeführt werden:

sudo chmod 755 /etc/init.d/minidlna
sudo update-rc.d minidlna defaults 

Bedienung

Gestartet wird MiniDLNA wie folgt:

sudo service minidlna start 

Beim ersten Start wird nach neuen Dateien gesucht und eine Datenbank erzeugt. Entsprechend der obigen Konfiguration werden später neu hinzugefügte Dateien automatisch übernommen.

Datenbank erneuern

Will man die Datenbank manuell erneuern stoppt man den Dienst und erzwingt einen "full rescan".

sudo service minidlna stop
sudo minidlna -R
sudo service minidlna start 

Status der Datenbank abfragen

Den aktuellen Stand der Datenbank kann man durch ein kleines Webfrontend erfahren. Auf dem lokalen Rechner ist es unter http://localhost:8200/ erreichbar.

Wiki

  • Mediatomb - Alternative zu MiniDLNA

  • uShare - Weitere Alternative zu MiniDLNA

  • Musik verwalten - Weitere Möglichkeiten Ubuntu zu einem Medienserver zu machen

Diese Revision wurde am 19. Mai 2012 11:36 von gsindl erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Multimedia, Netzwerk, Server

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