ReText

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Ein Terminal öffnen, optional

  3. Root-Rechte erlangen, optional

  4. Programme starten

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
  2. Verwendung
  3. Problembehebung
  4. Links

./retext_logo.png ReText 🇬🇧 ist ein Editor für die vereinfachten Auszeichnungssprachen Markdown bzw. dessen Dialekt Python-Markdown 🇬🇧, reStructuredText (reST) und Textile. Es verwendet zwei Fenster: eines für den Quelltext und ein zweites ausblendbares rechts daneben als spezielle Live-Vorschau. Alternativ kann zwischen Quelltext- und einem normalen Vorschau-Fenster gewechselt werden. Damit ist das Programm ein sehr nützliches Werkzeug zum Erlernen der genannten Auszeichnungssprachen.

Das Python-Programm verwendet die Bibliothek Qt für die grafische Oberfläche (GUI).

Installation

Wiki/Icons/synaptic.png

ReText ist Bestandteil der offiziellen Paketquellen. Folgendes Paket muss installiert werden [1]:

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install retext 

sudo aptitude install retext 

Manuell

Hinweis!

Fremdsoftware kann das System gefährden.

Um die jeweils aktuellste Version zu nutzen, kann alternativ eine manuelle Installation via pip erfolgen. Voraussetzung ist neben Python in der Version 3.2 oder höher das folgende Paket:

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install python3-pyqt5 

sudo aptitude install python3-pyqt5 

Dann installiert man das Programm durch folgenden Befehl [2]:

pip3 install ReText 

Soll das Programm systemweit installiert werden, muss pip mit Root-Rechten [3] ausgeführt werden. Soll eine manuelle Installation später wieder entfernt werden, nutzt man den Befehl (ggfs. ebenfalls mit Root-Rechten):

pip3 uninstall ReText 

Verwendung

./retext.png
Live-Vorschau reStructuredText

./retext_md.png
Live-Vorschau Markdown

Bei Ubuntu-Varianten mit einem Anwendungsmenü befindet sich ein Programmstarter unter „Büro -> ReText“ [4]. Alternativ kann man den Befehl retext bzw. ~/.local/bin/retext (nur bei manueller Installation) verwenden.

Neben der Grundfunktionen eines Editors stehen folgende weitere zur Verfügung (Auswahl):

Export

Von Haus aus unterstützt ReText den Export nach:

Je nach Auszeichnungssprache können Werkzeuge wie Pandoc oder die docutils zur Umwandlung in andere Formate eingesetzt werden. Wie man diese Werkzeuge in ReText einbindet, ist der Anleitung Export Extensions 🇬🇧 zu entnehmen.

Möchte man beispielsweise eine Umwandlung von Markdown nach RTF mittels Pandoc vornehmen, erstellt man die Datei ~/.local/share/retext/export-extensions/md2rtf.desktop:

[Desktop Entry]
Name=Export Markdown to RTF
Name[de]=Markdown in RTF umwandeln
Exec=/usr/bin/pandoc -f markdown -t rtf -o %of %if
X-ReText-FileFilter=RTF Files (*.rtf)
X-ReText-DefaultExtension=.rtf

Der neue Konverter ist anschließend im Menü unter „Datei -> Export“ zu finden.

Einstellungen

Die Programmeinstellungen sind über „Bearbeiten -> Einstellungen“ erreichbar. Dazu zählt beispielsweise ein automatisches Speichern oder die Verwendung bestimmter Markdown-Funktionen. Gespeichert wird die Konfiguration in der Datei ~/.config/ReText project/ReText.conf (Leerzeichen im Pfad und Groß-/Kleinschreibung beachten!).

Problembehebung

Alternativen

Obwohl ReText einfach aus den offiziellen Paketquellen installierbar ist, ist er nicht der einzige Editor für Markdown. Mögliche Alternativen sind:

Siehe auch 14 Best Markdown Editors for Linux 🇬🇧 - Blogbeitrag, 10/2016