GStreamer

Inhaltsverzeichnis
  1. Grundlagen
  2. Nutzung
  3. Links

./gstreamer_logo.png GStreamer ­čçČ­čçž ist ein Multimedia-Framework, welches das Abspielen, Kodieren, Dekodieren etc. von Audio- und Videodateien erm├Âglicht. Anders als der Name vermuten l├Ąsst, ist GStreamer desktopunabh├Ąngig.

Zwar ist GStreamer seit GNOME 2.2 ein fester Bestandteil dieser Desktop-Umgebung, funktioniert aber auch genauso problemlos mit anderen wie KDE oder Xfce. So nutzt z.B. Kubuntu zwar das KDE-Multimediaframework Phonon, greift standardm├Ą├čig aber auf GStreamer als Backend zur├╝ck. Auch viele Audio- und Videoplayer wie Totem, Parole, Rhythmbox, Banshee usw. nutzen die F├Ąhigkeiten von GStreamer oder setzen dieses statt eigener Wiedergabe-Routinen ein.

Grundlagen┬Â

GStreamer ist prinzipiell modular aufgebaut und arbeitet meist dreistufig. Es gibt die Eingabe, welche GStreamer "Source" nennt, einen oder mehrere "Filter/Transformer" (z.B. einen Decoder zur Umwandlung von komprimierten Audiodateien) und die Ausgabe, die in GStreamer "Sink" hei├čt. Dieses Weiterleitungs-Konzept wird als "Pipeline" bezeichnet: Ein Signal einer Anwendung durchl├Ąuft diese und wird an den gew├╝nschten Empf├Ąnger (z.B. die Soundkarte) ├╝bermittelt. Damit sind die Anwendungsm├Âglichkeiten sehr flexibel. Eine ├ťbersicht bietet die ausf├╝hrliche Dokumentation des Frameworks.

Nutzung┬Â

Unter Ubuntu wird GStreamer ab 13.04 in der Version 1.0 eingesetzt. Bis einschlie├člich Ubuntu 12.10 war GStreamer 0.10 vorinstalliert. Die beiden Versionen sind voneinander unabh├Ąngig und k├Ânnen damit parallel installiert werden. Zwar wird die ├Ąltere Version 0.10 nicht mehr weiterentwickelt, sie ist aber noch bis einschlie├člich Ubuntu 16.04 Bestandteil der offiziellen Paketquellen.

Daher befinden sich die konkreten Details in zwei getrennten Unterartikeln:

Problematisch k├Ânnen in der Praxis zwei Punkte sein:

  1. Eine Anwendung verlangt eine bestimmte Version von GStreamer. Dann ist diese u.U. noch zu installieren.

  2. Bedingt durch Syntax-Unterschiede k├Ânnen Pipelines der Version 0.10 nicht eins zu eins nach 1.0 (und umgekehrt) ├╝bernommen werden. Zwar existiert in der Version 1.0 ein Kompatibilit├Ątsmodus, was aber nicht bedeutet, dass es immer klappen muss.