Eagle

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Fehlerhafte Anleitung

Diese Anleitung ist fehlerhaft. Wenn du weißt, wie du sie ausbessern kannst, nimm dir bitte die Zeit und bessere sie aus.


Anmerkung: Die Beschreibung der Nutzung passt nicht mehr auf die manuell installierte Version, es wird u.a. ein Konto bei Autodesk benötigt.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Ein Terminal öffnen

  3. Archive entpacken

  4. Ein Programm ohne Menüeintrag starten

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
    1. Aus den Paketquellen
    2. Manuell
  2. Bedienung
  3. Problembehebung
    1. Inkompatibilität mit AMD-Treiber
    2. Kein Starter bei manueller Installation
  4. Links

Logo.png Eagle 🇩🇪 ist ein kommerzielles EDA-Programm zum Entwerfen von Leiterplatten. Für nichtkommerzielle Nutzung gibt es eine eingeschränkte Freewarelizenz. Bei dieser ist die Leiterplattengröße auf höchstens 100mm x 80mm mit maximal zwei Layern (Top und Bottom) beschränkt und der Schaltplan kann nicht auf mehrere Seiten verteilt werden. Man kann mithilfe der vorhandenen oder selbst erstellten Bauteilbibliotheken Schaltpläne entwerfen und damit Leiterplatten gestalten. Es eignet sich aber auch zum Zeichnen von Stromlaufplänen (Elektro-CAD). Das Programm ist ursprünglich für MS-DOS entwickelt worden, mittlerweile aber auch für Linux erhältlich.

Installation

Aus den Paketquellen

Eagle befindet sich in den offiziellen Paketquelle, allerdings alten (veralteten) Version und nur auf Englisch. Deshalb empfiehlt sich die vom Hersteller bereitgestellte Linux-Version manuell zu installieren. Wer trotzdem das Programm aus den Quellen will, installiert [1] folgendes Paket:

Hinweis:

Eagle ist nur bis Ubuntu 16.04 in den Paketquellen. Zusätzlich ist die Software nur in 32-bit erhältlich.

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install eagle:i386 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://eagle:i386

Hinweis:

Derzeit gibt es keine 64-bit-Version von Eagle in den Paketquellen. Die 32-bit-Version kann auf einem 64-bit-Rechner aber trotzdem installiert werden.

Erster Start

Man wird nach der Lizenz gefragt. Für die private, nichtkommerzielle Nutzung kann "Freeware" gewählt werden. Beim Start muss man sich mit einem Autodesk-Konto anmelden oder eines erstellen. Da das Programm aus den Paketquellen nicht aktuell ist, wird man regelmäßig darauf hingewiesen, dass es auf der Herstellerseite eine neuere Version gibt. Möchte man diese Meldung nicht mehr angezeigt bekommen, kann man "Help → Check for Update... → Configure → Automatically check for updates" auf never setzen.

Manuell

Wer die neuste Version von Eagle in deutscher Sprache haben möchte, kann sich das Programm auch direkt von der Herstellerseite herunterladen 🇩🇪.

Hinweis:

Die aktuelle Version ist nur für x64-Systeme verfügbar.

Nach dem Entpacken in ein beliebiges Verzeichnis[3] kann man direkt die Datei eagle ausführen und so das Programm starten[4]. Es ist keine Kompilierung oder ähnliches notwendig.

./eagle 

Erster Start

Man muss der Lizenz zustimmen, dann benötigt man noch ein Konto bei Autodesk, um mit Eagle arbeiten zu können. Das Konto kann auch von Eagle angelegt werden.

Bedienung

Mit Eagle können Schaltpläne entworfen und daraus Leiterplatten abgeleitet werden. Die Oberfläche ist recht übersichtlich gestaltet. Hilfreich sind auch die offiziellen Tutorials 🇩🇪🇬🇧 im PDF-Format. Besonders sei hier auf "Erstellen Sie Stromlaufpläne, Klemmen-, Kabel- und Brückenpläne (PDF)" verwiesen. Außerdem findet sich bei manueller Installation im Programmordner unter bin/eagle_de.htm eine umfangreiche Dokumentation auf Deutsch.

Problembehebung

Inkompatibilität mit AMD-Treiber

Es gibt eine Inkompatibilität mit dem proprietären AMD-Treiber (fglrx), die das Programm praktisch unbenutzbar macht. Eine Lösungsmöglichkeit ist die Verwendung von radeon statt fglrx.

Kein Starter bei manueller Installation

Nach der manuellen Installation der aktuellen Version von der Herstellerseite ist das Programm nicht im Startmenü zu finden. Abhilfe schafft hier das Anlegen eines Programmstarters. Dieser wird unter dem Namen ~/.local/share/applications/eagle.desktop angelegt und erhält folgenden Inhalt:

[Desktop Entry]
Type=Application
Name=Eagle
Name[de_DE]=Eagle
Exec=/opt/EAGLE-ORDNER/bin/eagle
Icon=/opt/EAGLE-ORDNER/bin/eagleicon50.png
Categories=Development;
Terminal=false