Archiv/nvidia-96 ab Quantal

Archivierte Anleitung

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Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Ein Terminal öffnen

  3. Einen Texteditor öffnen

  4. Bearbeiten von Paketquellen

  5. Restricted-Modules Linux-Headers: welche Version?

  6. Umgang mit Kernelmodulen (Treibern)

  7. Root-Rechte

Inhaltsverzeichnis
  1. Vorbereitung
  2. Downgrade von Xorg
  3. Installation des Treibers nvidia-96
  4. Links
    1. Intern
    2. Extern

Diese Anleitung behandelt eine Verwendung des proprietären Treibers "nvidia-96" in Ubuntu 12.10 und höher.

Um festzustellen, welche Grafikkarte vorliegt, im Terminal

lspci -v | perl -ne '/VGA/../^$/ and /VGA|Kern/ and print' 

eingeben. Dadurch wird ersichtlich, welche Hardware (NVnn) vorhanden und welcher Treiber in Benutzung ist.

Ab Quantal Quetzal (12.10) funktioniert der Legacy-Treiber nvidia-96 (Grafikkarten NV11 und NV17 bis NV28) mit dem aktuellen X-Server (Version 1.13) nicht mehr, es ist kein Hersteller-Update ab der X-Server ABI 1.13 geplant.

Leider ist der freie nouveau-Treiber für einige veraltete Grafikkarten wegen einer niedriger Auflösung (max. 1024x768) und eines flackerndes Bildes ungeeignet, das Bild reagiert sogar auf die Maus- bzw. Festpattenaktivitäten. Und obwohl man mit Hilfe der Kernel-Boot-Option nomodeset das Flackern verschwinden und die Auflösung auf 1280x1024 steigern lassen kann, bleibt der nouveau-Treiber zu träge und stellt keine wirkliche Alternative zu dem propietären Treiber dar.

Um die veralteten Grafikkarten doch weiter nutzen zu können, kann man ein Downgrade des X-Servers durchführen und dann einen passenden Treiber installieren.

Vorbereitung

Es müssen die zum verwendeten Kernel passenden Header sowie die zum Kompilieren benötigten Pakete installiert werden:

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install build-essential linux-headers-generic linux-source dkms 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://build-essential,linux-headers-generic,linux-source,dkms

Ein nach dieser Anleitung installierter Treiber wird auch ohne die DKMS-Installation funktionieren. DKMS (Dynamic Kernel Module Support Framework) überwacht, ob zusätzliche Kernelmodule manuell installiert wurden und aktualisiert die Module immer dann, wenn ein neuer oder aktualisierter Kernel installiert wird. Wichtig wird dies bei proprietären Treibern für Grafikkarten, bei denen ein Kernelupdate unter Umständen zu einem nicht mehr funktionierendem System führen kann.

Downgrade von Xorg

X-Server wird auf die Version 1.11 von Ubuntu 12.04 "gedowngraded". Dafür muss ein Zugriff auf die Paketquellen von Ubuntu 12.04 ermöglicht werden. Dadurch wird auch eine Installation des Treibers nvidia-96 aus den Paketquellen vorbereitet.

Folgende Zeilen müssen in die Dateien eintragen werden:

In die /etc/apt/sources.list:

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deb http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ precise main
deb-src http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ precise main
deb http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ precise-updates main restricted
deb http://de.archive.ubuntu.com/ubuntu/ precise-security main restricted

In die /etc/apt/preferences:

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Package: xserver-xorg*
Pin: release a=precise*
Pin-Priority: 1013

Package: nvidia-96
Pin: release a=precise*
Pin-Priority: 1013

Package: nvidia-settings
Pin: release a=precise*
Pin-Priority: 1013

Package: *
Pin: release v=12.04, l=Ubuntu
Pin-Priority: -1

Wenn die Datei /etc/apt/preferences noch nicht existiert, was normalerweise der Fall ist, muss sie angelegt werden.

Nun müssen noch die Paketlisten aktualisiert und die Xorg-Software "gedowngraded" werden:

sudo apt-get update
sudo apt-get dist-upgrade 

Xorg ist weitestgehend unabhängig, sodass keine Konflikte mit den Paketen einer höherer Ubuntu-Version entstehen sollten.

Installation des Treibers nvidia-96

Es wird die Version "96.43.23-0ubuntu0.1" aus der Quelle precise-updates istalliert:

sudo apt-get install nvidia-96 

Dabei wird auch die Konfigurations-GUI nvidia-settings in einer zum Treiber passender Version installiert.

Abschließend muss der Rechner neu gestartet werden, damit die Änderungen wirksam werden.

Intern

Extern