Archiv/WLAN/Prism2

Archivierte Anleitung

Dieser Artikel wurde archiviert. Das bedeutet, dass er nicht mehr auf Richtigkeit überprüft oder anderweitig gepflegt wird. Der Inhalt wurde für keine aktuell unterstützte Ubuntu-Version getestet. Wenn du Gründe für eine Wiederherstellung siehst, melde dich bitte in der Diskussion zum Artikel. Bis dahin bleibt die Seite für weitere Änderungen gesperrt.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Paketen

  2. Bearbeiten von Paketquellen

  3. Ein Terminal öffnen

  4. Einen Texteditor öffnen

  5. Archive entpacken

  6. Module beim Systemstart laden

  7. Restricted-Modules Linux-Headers: welche Version?

Artikel für fortgeschrittene Anwender

Dieser Artikel erfordert mehr Erfahrung im Umgang mit Linux und ist daher nur für fortgeschrittene Benutzer gedacht.

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
  2. Konfiguration

Karten mit Prism2-Chipsatz werden von Ubuntu automatisch erkannt und mit dem orinoco_cs-Treiber eingebunden. Mit diesem Treiber kann man aber keine Anwendungen wie z.B. Airsnort oder Kismet richtig nutzen. Dafür braucht man den prism2_cs-Treiber aus dem WLAN-NG-Projekt. "Normalanwender" brauchen diese Anleitung nicht.

Installation

Folgende Pakete müssen installiert [1] werden:

Danach lädt man die aktuellsten Version des Treibers von ftp://ftp.linux-wlan.org/pub/linux-wlan-ng/ ⮷ herunter. Das Paket entpacken [5] und im Terminal [3] in das Verzeichnis wechseln. Ein "make" gibt eine Liste aller möglichen Optionen aus, am sinnvollsten ist aber make auto_config. Dies erzeugt die Einstellungen für den aktuellen Kernel mit den aktuellen Headers für eine Prism2-PCMCIA-Karte.

make auto_config 

Danach die Module kompilieren und installieren.

make all
sudo make install 

Nun stellt man noch sicher, dass die Treiber bei jedem Systemstart geladen werden. Dafür muss das Modul prism2_cs in der /etc/modules eingetragen werden [6].

Konfiguration

Der Treiber verwendet weder die wireless-tools, noch die /etc/network/interfaces zur Konfiguration der WLAN Parameter. Dies wird alles in /etc/wlan konfiguriert [4]. Ganz am Ende der Datei /etc/wlan/wlan.conf trägt man alle benutzten ESSIDs ein. Das kann folgendermaßen aussehen:

SSID_wlan0="superWLAN"
ENABLE_wlan0=y
SSID_wlan1="megaWLAN"
ENABLE_wlan1=y
#SSID_wlan2=""
#ENABLE_wlan2=n

Für jede ESSID kann man eine getrennte Konfiguration angeben. Dies ist nötig um WEP zu nutzen oder wenn man einen Accesspoint aufsetzen will. In diesem Beispiel wird einfach WEP für die Verbindung aktiviert.

Dazu kopiert man die Standardeinstellungen und ändert danach alles Nötige ab. Die wlancfg-DEFAULT dient dabei immer als Vorlage, die man zuvor kopieren sollte:

sudo cp wlancfg-DEFAULT wlancfg-superWLAN 

Danach öffnet man die Datei wlancfg-superWLAN in einem Editor mit Root-Rechten [4] und ändert folgende Parameter, wenn man WEP nutzen will:

#=======WEP===========================================
# [Dis/En]able WEP.  Settings only matter if PrivacyInvoked is true
lnxreq_hostWEPEncrypt=true     # true|false
lnxreq_hostWEPDecrypt=true     # true|false
dot11PrivacyInvoked=true        # true|false
dot11WEPDefaultKeyID=0          # 0|1|2|3   DER STANDARD WEP SCHLÜSSEL
dot11ExcludeUnencrypted=true    # true|false, in AP this means WEP is required.

# or set them explicitly.  Set genstr or keys, not both.
dot11WEPDefaultKey0=            #   Hier tragt ihr euren Schlüssel nach folgendem format
dot11WEPDefaultKey1=            #   ein. kurz 64bit, der lange 128bit
dot11WEPDefaultKey2=            # format: 01:20:03:40:05   or
dot11WEPDefaultKey3=            #         01:02:03:04:05:06:07:08:09:0a:0b:0c:0d

Diese Einstellungen wiederholt man für jede ESSID, die man nutzt. Also normalerweise nur für eine.

Geschafft, das WLAN funktioniert nun mit WEP-Verschlüsselung.