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2008-44

Der Ubuntu-Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche um Ubuntu herum Revue passieren. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem die Veröffentlichung von Ubuntu 8.10 Intrepid Ibex und die Reaktionen darauf, der Brainstorm 8.10 Report und Informationen zum kommenden Ubuntu Developer Summit.


Top-Nachrichten

Ubuntu 8.10 "Intrepid Ibex" erschienen

Das größte Ereignis in der letzten Woche war sicherlich die lang erwartete Veröffentlichung von Ubuntu 8.10 "Intrepid Ibex". Am offensichtlichsten sind die neuen Desktopversionen GNOME 2.24 und KDE 4.1.2 für Ubuntu- bzw. Kubuntu-Nutzer. Aber auch viele Programme wurden aktualisiert und verbessert. Version 8.10 steht für die "Flavours" Ubuntu, Kubuntu, Xubuntu, Mythbuntu und Ubuntu Studio zur Verfügung.

Mehr Informationen

Und natürlich überschlagen sich die Nachrichtenportale mit Ankündigungen zur neuen Versionen. Interessanter sind da aber komplette Reviews, u.a. von

Rund um Ubuntu

Anleitungen

Upgrade von Ubuntu 8.04 "Hardy Heron" auf 8.10 "Intrepid Ibex"

Wie von HowToForge gewohnt, kommt die Anleitung zum Upgrade von Ubuntu 8.04 auf das neue Ubuntu 8.10 mit zahlreichen und anschaulichen Bildern daher. Schritt für Schritt wird gezeigt und erklärt, welche Menüpunkte man anklicken und Optionen man auswählen muss. Die Anleitung bezieht sich im ersten Teil auf die Desktop-Version von Ubuntu, im zweiten wird dann die Serverversion von Hardy auf Intrepid aktualisiert.

Quelle: HowToForge {en}

Aus den Nachrichten

Dell korrigiert Partitionierung beim Inspiron Mini 9

Durch einen Fehler {en} wurden Solid State Disks, die 8 oder 16 GB groß sind, nur als 4 GB SSD erkannt. Dell bietet nun ein Update {en} an, welches den Fehler behebt. Wie John Hull, seines Zeiches "Manager of Linux OS Engeneering" bei Dell, angibt, soll auf Rechnern, die bereits partitioniert wurden, kein Schaden angerichtet werden. Für die betroffenen Rechner stellt Dell im Inspiron-Mini-Repository ein Update bereit, dass bei den betroffenen Rechnern beim Neustart automatisch die Root-Partition auf die maximale Größe erweitert.

Quelle: Linux-Magazin

Ubuntu Server-Edition für den Enterprise-Einsatz

Von vielen oft vergessen, gibt es neben der Desktop-Edition von Ubuntu auch eine spezielle Serverversion, die von Privatanwendern zugegebenermaßen eher selten eingesetzt wird. Das neue Ubuntu 8.10 stellt nun vor allem eine erweiterte Virtualisierung zur Verfügung, sodass die Minimalversion Ubuntu JeOS als Installationsoption von der Server-CD ausgewählt werden kann. JeOS ist speziell für Virtualiersungsumgebungen wie Xen, KVM oder VMware angepasst. Auch eine virtuelle Maschine auf Basis von Ubuntu soll man nun mit dem neuen VM-Builder innerhalb weniger Minuten erstellen können.

Quelle: Enterprise Networking Planet {en}

Ubuntu Brainstorm 8.10 Report

Das Brainstorm Projekt hat einen Bericht veröffentlicht, der die Aktivitäten des Projektes vom Start im Februar 2008 bis zum Ende der Entwicklungsphase von Ubuntu 8.10 im Oktober 2008 zusammenfasst. In dem Bericht werden Statistiken über die Benutzerzahlen, die Ideen und das Abstimmungssystem aufgelistet. Des Weiteren werden berühmte Ideen genannt und als letztes wird noch angesprochen wie sich Brainstorm weiterentwickeln wird.

Ein paar Zahlen: Es gibt derzeit 22.000 registrierte Benutzer, diese haben 15.000 Ideen verfasst und von diesen wiederum werden 65 derzeit implementiert, 18 wurden bereits in Ubuntu 8.10 umgesetzt. Es wurden 1,3 Millionen Bewertungen abgegeben.

Im Großen und Ganzen sieht Deschildre das Projekt "Brainstorm" als ein gutes Mittel an, um ein Bild von den Bedürfnissen der Anwender zu erhalten. Diese machen regelmäßig Vorschläge und bewerten Vorschläge anderer. Das Bewertungssystem hat erfolgreich einige der meistgewünschten Funktionen hervorgehoben. Leider ist die durchschnittliche Qualität der Vorschläge eher mittelmäßig, dadurch ist es schwierig etwas konstruktives herauslesen zu können, dieser Umstand wird jedoch bald angegangen.

Die beliebtesten Ideen kommen aus den Bereichen Konfiguration-Werkzeuge für grafische Benutzeroberflächen, Artwork und einfacher zu nutzende Entwicklerwerkzeuge. Generell scheinen Kommentare von Entwicklern bei den Anwendern gern gesehen zu sein. Ubuntu Brainstorm hat zur Aufnahme einiger Open-Source-Projekte geführt und die Auswirkungen auf die Planung der Ubuntu-Entwicklung wird im nächsten Entwicklungzyklus zu sehen sein.

Quelle: Ubuntu Brainstorm 8.10 Report auf ndeschildre.net {en}

Aus der Blogosphäre

Wallpaper für Intrepid Ibex

Mit Ubuntu 8.10 "Intrepid Ibex" gibt es auch wieder zahlreiche neue Hintergrundbilder {en}, die - wer hätte es gedacht - einen Steinbock als Leitmotiv haben. Für alle Anwender, denen diese Bilder nicht gefallen, hat der Blogger Jun Auza ein paar sehr schön anzusehende Bildschirmhintergründe für Ubuntu zusammengestellt.

Quelle: Tech Source from Bohol {en}

Ubuntu gesichtet

Die Berliner U-Bahnen verfügen über LCD-Bildschirme, Berliner Fenster genannt, auf denen Nachrichten, Veranstaltungstipps und auch Werbung angezeigt werden. Und so präsentierte sich kurz nach der Veröffentlichung von Intrepid Ibex den Berliner U-Bahn-Fahrgästen auch Werbung für das neueste Ubuntu-Release.

Quelle: Mathias Hallemann's Blog {en}

Ubuntu Customization Kit in neuer Version

Pünktlich mit dem Intrepid-Release ist auch eine neue Version 2.0.4 des Ubuntu Customization Kit (UCK) erschienen. Mit dem Werkzeug kann man die Live-CDs von Ubuntu, Kubuntu und Co. selbst anpassen und zum Beispiel durch Pakete erweitern. Das Ergebnis kann man dann wieder als ISO-Image speichern und verteilen, sodass sich jeder seine eigene Live-CD basteln kann.

Quelle: Fabrizio Balliano {en}

Ubuntu gehackt?

Vor allem Ubuntu-Neulinge sehen den Recovery Modus von Ubuntu oft als Sicherheitsproblem und melden so etwas dann sogar als Bug {en}. Prinzipiell ist das okay und nach etwas Aufklärung lernen die meisten Nutzer auch, wozu diese Funktion dient und es kein Sicherheitsproblem ist. Wenn jemand physikalischen Zugriff auf den Rechner hat, gibt es andere und leichterer Wege an das System und die Daten zu gelangen (eine Live-CD oder ein Live-USB-Stick wirkt da Wunder). Schade ist es dann, wenn solche Ubuntu-Neulinge dann gleich damit drohen: "Ich geh damit an die Öffentlichkeit". Man kann festhalten: Nur eine Verschlüsselung der Daten sorgt für eine ausreichende lokale Sicherheit.

Quelle: christoph-langner.de

Fehler-Statistiken

  • Offen (47940) +474 # in der letzten Woche

  • Kritisch (19) -1 # in der letzten Woche

  • Nicht bestätigt (20385) +257 # in der letzten Woche

  • Nicht zugeordnet (39706) +403 # in der letzten Woche

  • Alle jemals abgegebenen Fehlerberichte (226165) +2583 # in der letzten Woche

Wer aufgepasst hat, wird sicherlich feststellen, dass die Zahlen nicht zusammenpassen, die Unstimmigkeiten ergeben sich daraus, dass einige Fehlerberichte nicht aufgeführt werden an denen nicht aktiv gearbeitet wird, da sie noch nicht bestätigt wurden, Informationen zu ihrer Analyse fehlen oder für die bereits ein Patch existiert, der jedoch noch nicht geprüft oder ausgeliefert wurde.

Wie immer benötigt das "Bug Squad" mehr Hilfe beim Beseitigen der Fehler. Wer mithelfen möchte, sollte sich die Wiki-Seite von BugSquad anschauen.

Neues von Jaunty Jackalope

Ubuntu Developer Summit Jaunty

  • Was: Ubuntu Developer Summit für Ubuntu 9.04

  • Wo: Google Campus, Mountain View, Californien, USA

  • Wann: Mo, 08. Dezember - Fr, 12. Dezember 2008

  • IRC: #ubuntu-devel-summit

Zu Beginn des neuen Entwicklungszyklus treffen sich wieder Ubuntu-Entwickler aus aller Welt um die nächste Ubuntu-Version formen. Das UDS ist öffentlich, ist jedoch keine Konferenz, Ausstellung oder eine anderere auf Publikum ausgerichtete Veranstaltung. Vielmehr ist es eine Gelegenheit für Ubuntu-Entwickler, die normalerweise nur online zusammenarbeiten, direkt und persönlich bestimmte Aufgaben anzugehen.

Kleine Gruppen von Entwicklern werden an Foren oder Workshops teilnehmen. Damit wird es einzelnen Projekten ermöglicht, eine Funktionsbeschreibung (Specifikation) zu diskutieren und niederzuschreiben. Diese Funktionsbeschreibungen werden dann zur Planung der neuen Ubuntu-Version herangezogen, wie in den Feature Specifications {en} (Funktionsbeschreibungen) oder den Time Based Releases {en} (zeitlich festgelegte Veröffentlichung) beschrieben. Mehr Informationen über UDSJaunty, auch über die teilnahme daran, ist auf der Wiki-Seite zu finden: UDSJaunty

Das Geschäftsmodell von Canonical

In einem Blogeintrag {en} greift ein Mitarbeiter von Mandriva das in seinen Augen nicht vorhandene Geschäftsmodell und speziell Mark Shuttlesworths Vorgehen an. Er beschwert sich darüber, dass Canonical gar kein Profit machen will - was auch stimmt. Dadurch würden aber andere kommerzielle Distributoren wie Mandriva oder Red Hat in Zugzwang kommen, da sie ihr Produkt schlechter verkaufen könnten. An der Stelle vergleicht er Canonicals Eindringen in den Markt mit dem Markt von Holzschnitzereien. Wenn man ein Geschäft für Holzschnitzereien hat, dann wäre man nicht erfreut über einen Millionär, der plötzlich auftaucht und seine Schnitzereien umsonst weggibt.

Was der Autor an der Stelle vergessen hat: Canonical will kein Geld durch den Vertrieb der Distribution verdienen, sondern allein durch Supportangebote an große Firmen, die sie dann bei der Einrichtung und Wartung der Systeme unterstützen. Ob das nun schlecht ist sei dahingestellt, man kann aber folgendes festhalten: Mandriva gibt seine Basisversionen selbst kostenlos heraus. Nach den Folgerungen des Autors zerstören sie sich also selbst durch diese freie Herausgabe den Markt. Es ist also unklar, über was der Blogger sich genau beschwert. Zwischen den Zeilen liest es sich eigentlich nur, als wäre er über den Erfolg von Ubuntu bzw. den Nichterfolg von Mandriva verärgert.

Quelle: adamw’s very own blog {en}

Aus der Linux-Welt

OpenMoko Freerunner

Der Autor Tobias Kündig hat sich OpenMokos Freerunner angenommen und darüber einen Artikel geschrieben, der den Stand der Software auf dem Gerät beschreibt. Er versucht aufzuklären, welche der zur Verfügung stehenden Distributionen Sinn machen und nutzbar sind. Außerdem geht er auf deren Vor- und Nachteile ein. Der Artikel erschien erstmals bei Yalm.

Quelle: Pro-Linux

Treffen und Veranstaltungen

Termine vom 04.11.2008 bis 16.11.2008
Name Ort Datum Uhrzeit
Monatsstammtisch von Ubuntu Berlin Berlin Mi, 05.11.2008 19:00 Uhr
Gnupingu-Stammtisch Zürich, VMK Do, 06.11.2008 18:00 Uhr
Dortmunder Ubuntu-Stammtisch Dortmund, Kronenstübchen (Landgrafenstraße 40) Do, 06.11.2008 19:00 Uhr
6. Linux-Info-Tag an der TU Dresden Dresden, Technische Universität Sa, 08.11.2008 10:00 - 16:00 Uhr
Bug Jam mit Daniel Holbach Berlin, c-base e.V. Di, 11.11.2008 17:00 -20:00 Uhr
Stammtisch der Langener User Group Langen, Gaststätte "Naturfreundehaus" Mi, 12.11.2008 19:00 Uhr
Anwendertreffen Bremen Bremen, maschinenraum, Auf den Häfen 12-15 Do, 13.11.2008 20:00 Uhr
Anwendertreffen Stuttgart Stuttgart, Sophies Brauhaus Fr, 14.11.2008 19:30 Uhr

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Creative Commons BY-SA (Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 - nicht portiert)
Teile des UWR basieren auf Meldungen, die dem Ubuntu Weekly Newsletter Issue #115 {en} entnommen sind.

Diese Revision wurde am 4. November 2008 23:11 von mfm erstellt.