projectM

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Programme starten

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
  2. Verwendung
  3. Problembehebung
  4. Links

./projectm_logo.png projectM 🇬🇧 ist eine Audiovisualisierung, die entweder durch bestimmte Audioplayer direkt unterstützt wird (Audacious, Clementine und Qmmp) oder allgemein mit den Soundservern PulseAudio und JACK verwendet werden kann. Dabei handelt es sich um eine Weiterentwicklung von MilkDrop, das wiederum auf den Visualisierungseffekten des Audioplayers Winamp beruht.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Integration in PulseAudio (PA), das bei fast allen Ubuntu-Varianten zum Einsatz kommt. Nur bei Lubuntu muss PA bis einschließlich 16.04 zuerst nachinstalliert werden.

Installation

Wiki/Icons/synaptic.png Folgende Pakete müssen installiert werden [1]:

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install libvisual-projectm projectm-pulseaudio 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://libvisual-projectm,projectm-pulseaudio

Verwendung

Bei Ubuntu-Varianten mit einem Anwendungsmenü findet man einen Programmstarter unter "Multimedia → projectM PulseAudio Visualization" [2]. Ansonsten verwendet man den Befehl projectM-pulseaudio (mit großem M).

Die Steuerung erfolgt über Tastenkürzel. Eine Übersicht der wichtigsten Tasten:

./projectm.png

Tastenkürzel
Taste(n) Funktion
F Vollbildmodus
M Menü (Einstellungen)
N Nächster Effekt
P Vorheriger Effekt
L Effektwechsel deaktivieren
R Zufälliger Effekt
F1 Kurzhilfe
F3 Name des Effekts
F4 Rendering-Informationen
F5 FPS-Anzeige

Einstellungen

./projectm_menu.png Die Einstellungen von projectM sind über die Menü-Taste M zugänglich. Neben einer Liste der enthaltenen Effekte können bei Bedarf bestimmte Einstellungen wie beispielsweise die vom Programm verwendeten Pfade angepasst werden.

Gespeichert werden diese Einstellungen in der Datei ~/.projectM/config.inp im Homeverzeichnis.

Presets

In einem "Preset" sind alle Anweisungen zusammengefasst, die eine Visualisierung ausmachen. Dabei handelt es sich um Textdateien mit der Endung .milk. Neben den mitgelieferten Presets im Ordner /usr/share/projectM/presets lassen sich zahlreiche weitere im Internet finden. Allerdings funktionieren manche nicht mit projectM.

Presets lassen sich über das Kontextmenü rechte Maustaste auch anpassen. Geänderte Presets sollten im Homeverzeichnis gespeichert werden, idealerweise in einem eigenen Ordner.

Problembehebung

Asynchrone Visualisierung

Es kann vorkommen, dass der Takt des Musikstücks und die Visualisierung nicht synchron ablaufen. Zum einen kann der Rechner schlicht zu langsam sein, um Audiowiedergabe und aufwendige grafische Effekte gleichzeitig verarbeiten zu können. Zum anderen enthält nicht jedes Preset eine saubere "beat detection" (Erkennung des Takts).

projectM startet nicht

Manchmal startet projectM nach einer Neuinstallation nicht. Wenn man projectM über die Konsole ausführt:

projectM-pulseaudio 

Und dabei folgende Meldung erscheint:

Could not open font file: /usr/share/fonts/truetype/ttf-dejavu/DejaVuSans.ttf

Dann müssen die folgenden beiden Pakete für die Schriftart DejaVuSans neu installiert werden:

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install fonts-dejavu fonts-dejavu-core 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://fonts-dejavu,fonts-dejavu-core

Anschließend müssen mit den folgenden Befehlen noch passende Verknüpfungen erstellt werden:

sudo mkdir -p /usr/share/fonts/truetype/ttf-dejavu
sudo ln -s /usr/share/fonts/truetype/dejavu/DejaVuSans.ttf /usr/share/fonts/truetype/ttf-dejavu/DejaVuSans.ttf
sudo ln -s /usr/share/fonts/truetype/dejavu/DejaVuSansMono.ttf /usr/share/fonts/truetype/ttf-dejavu/DejaVuSansMono.ttf