Screencasts

Inhaltsverzeichnis
    1. GNOME Shell
    2. Green Recorder
    3. Kazam
    4. recordMyDesktop
    5. SimpleScreenRecorder
    6. VLC
    7. vokoscreen
  1. Terminal
    1. Libav
    2. FFmpeg
  2. Links

./screencasts2_logo.png Screencasts sind digitale Filme, die die Anwendung von Programmen auf dem Desktop eines Computers zeigen. Häufig werden auch zusätzliche Audio-Aufnahmen erstellt, so dass man Erklärungen zum Vorgehen auf dem Desktop abgeben kann. So lassen sich z.B. sehr gut Anleitungen realisieren oder ein beeindruckender 3D-Desktop aufnehmen.

Ausbaufähige Anleitung

Dieser Anleitung fehlen noch einige Informationen. Wenn Du etwas verbessern kannst, dann editiere den Beitrag, um die Qualität des Wikis noch weiter zu verbessern.


Anmerkung: Da statt Libav wieder FFmpeg Standard ist, sollte der Abschnitt #Libav zu #FFmpeg umgebaut werden.

GNOME Shell

Ab GNOME 3 ist eine Screencast-Lösung integriert. Mit der Tastenkombination Strg + Alt + + R startet bzw. beendet man eine Aufnahme. Die laufende Aufzeichnung wird durch einen roten Kreis rechts unten auf dem Desktop angezeigt. Die Framerate ist standardmäßig auf 15 Bilder festgelegt. Die Aufnahme im VP8/WebM-Format wird im Homeverzeichnis unter ~/Videos/ gespeichert. Sowohl die Framerate als auch der Codec können via dconf-editor über den Schlüssel org.gnome.shell.recorder angepasst werden.

Um die Begrenzung auf 30 Sekunden aufzuheben, ändert man den Wert für max-screencast-length im Schlüssel org.gnome.settings-daemon.plugins.media-keys.

./green-recorder_logo.png

Green Recorder

Auch der Green Recorder 🇬🇧 ist ein nützliches Werkzeug. Unterstützt wird neben dem XServer zusätzlich Wayland. Die Installation erfolgt unter Ubuntu 16.04 über ein "Personal Packages Archiv" (PPA) [1].

Adresszeile zum Hinzufügen des PPAs:

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.


Ein PPA unterstützt nicht zwangsläufig alle Ubuntu-Versionen. Weitere Informationen sind der Wiki/Vorlagen/PPA/ppa.png PPA-Beschreibung des Eigentümers/Teams mhsabbagh zu entnehmen.

Damit Pakete aus dem PPA genutzt werden können, müssen die Paketquellen neu eingelesen werden.

Nach dem Aktualisieren der Paketquellen kann folgendes Paket installiert werden [2]:

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install green-recorder 

sudo aptitude install green-recorder 

./kazam_logo.png

Kazam

Kazam ist eine moderne Screencast-Software, die auch unter Unity und der GNOME Shell funktioniert. Es nutzt für die Kodierung das Multimedia-Framework GStreamer. Der Ton wird beim Erstellen eines Screencasts über PulseAudio aufgenommen. Im Vergleich zu anderen Programmen, die nur offene Kodierungen wie bspw. den Video-Codec Theora enthalten, werden die bei Kazam verwendeten Kodierungen auch auf anderen Plattformen sowie im kommerziellen Umfeld unterstützt.

./gtk-recordMyDesktop.png

recordMyDesktop

recordMyDesktop möchte die Aufnahme des Desktops möglichst einfach machen. Das Programm besteht aus zwei Teilen: einem Programm ohne Oberfläche für die Aufnahme, das direkt aus einem Terminalfenster heraus gestartet werden kann, und einer grafischen Oberfläche, basierend auf Python und GTK. recordMyDesktop kann sowohl das Bild als auch den Ton aus einer beliebigen Quelle heraus aufnehmen.

./ssr_logo.png

SimpleScreenRecorder

Eine Neuentwicklung – im Vergleich mit den anderen hier vorgestellten Programmen – ist SimpleScreenRecorder. Ein integrierter Assistent führt in fünf einfachen Schritten zum eigenen Video. Es bietet entgegen dem, was der Name vermuten lässt, sehr viele Konfigurationsmöglichkeiten, die man nutzen kann, aber nicht muss.

VLC/vlc-logo.png/

VLC

Auch der VLC Media Player ist in der Lage, Screencasts zu erstellen. Folgender Programmaufruf startet den VLC-Player mit einer Desktop-Aufnahme (Ausgabe als screencast.flv mit 25 FPS). Zum Beenden der Aufnahme einfach "Stopp" im VLC-Player-Fenster anklicken.

Der Start erfolgt im Terminal mit dem Befehl [4]:

vlc screen:// --screen-fps 25 --nooverlay --sout "#transcode{vcodec=h264,vb=2048,scale=0.5,acodec=mp3,ab=128,channels=2}:duplicate{dst=std{access=file,mux=mp4,dst=screencast.flv}}" 

Durch Verwendung der Kommandozeilenversion cvlc kann man verhindern, dass sich ein eigenes Fenster öffnet:

cvlc screen:// --screen-fps 25 --nooverlay --sout "#transcode{vcodec=h264,vb=2048,scale=0.5,acodec=mp3,ab=128,channels=2}:duplicate{dst=std{access=file,mux=mp4,dst=screencast.flv}}" 

Die Aufnahme wird mit der Tastenkombination Strg + C beendet.

./vokoscreen_logo.png

vokoscreen

Auch vokoscreen 🇬🇧 / vokoscreen 🇩🇪 ist in der Lage, Screencasts zu erstellen. Die Bedienung ist simpel und das Programm hat nur wenige Paketabhängigkeiten. Es ist in den offiziellen Paketquellen enthalten:

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install vokoscreen 

sudo aptitude install vokoscreen 

Terminal

Wiki/Icons/terminal.png Auch über ein Terminalfenster kann eine Aufnahme erfolgen.

Libav

Libav ist eine Abspaltung von FFmpeg (siehe nächster Abschnitt). Folgender Befehl erstellt ein Flash Video screencast.flv mit einer Auflösung von 1920x1080 sowie 25 Bildern in der Sekunde via Archiv/avconv:

avconv -f x11grab -r 25 -s 1920x1080 -i :0.0 -vcodec libx264 screencast.flv 

Die Aufnahme wird mit der Tastenkombination Strg + C beendet.

AVConv und FFMpeg unterstützen auch den für Bildschirmmitschnitte besonders geeigneten Video-Codec "Flash Screen Video". Die meisten Video-Codecs (Ogg Theora, H264, MPEG-2) sind für Aufnahmen natürlicher Szenen gedacht. Diese Codecs trennen im ersten Schritt Farb- von Helligkeitsinformationen (YUV-Farbraum) und reduzieren die Auflösung der Farbinformation. Sie gehen von glatten Übergängen im Bild und eigentlich keinen scharfen Kanten aus. Wenn man einen solchen Codec für Bildschirmmitschnitte verwendet, bekommt das Bild auch bei höchster Videobitrate Farbschlieren. Im Gegensatz dazu arbeitet "Flash Screen Video" im RGB-Farbraum und erlaubt eine verlustfreie Darstellung von Farben und Kanten.

avconv -f x11grab -show_region 1 -r 25 -s 640x480 -i :0.0 -vcodec flashsv screencast.flv 

Dieser Befehl benutzt übrigens zusätzlich die Option -show_region 1, welche einen Rahmen um den aufgezeichneten Ausschnitt zeichnet.

Unglücklicherweise sieht man bei der Anzeige eines FlashSV-Videos in der Regel doch wieder Farbschlieren. Das liegt aber an den Abspielprogrammen wie VLC, MPlayer oder avplay/ffplay. Tatsächlich enthält das Video die originalen Bilder, was man überprüfen kann, wenn man das Video in seine Einzelbilder zerlegt:

avconv -i screencast.flv screencast%05d.png 

FFmpeg

FFmpeg ist ein Kommandozeilenprogramm zur Erstellung und Umwandlung von Videos. Folgende Befehle erstellen einen verlustfreien Screencast mit dem HuffYUV-Codec bzw. in H.264 (MPEG-4 AVC) und einer Auflösung von 1024x768 sowie 25 Bildern in der Sekunde. Der Screencast wird in der Datei screencast.mkv bzw. screencast.mp4 in dem Verzeichnis gespeichert, aus dem man den Befehl heraus ausgeführt hat.

Die Aufnahme wird mit der Tastenkombination Strg + C beendet. Besser ist allerdings, die Taste Q zum Beenden zu nutzen, die zu einem geordneten Programmstopp führt.