Linux-Partitionen unter Windows

Ausbaufähige Anleitung

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Anmerkung: Es fehlt eine kurze Erklärung, wie man mit Ext2IFS nur lesbar einbindet.

Inhaltsverzeichnis
  1. Ext2IFS (Ext2 Installable File System)
    1. Funktionen
    2. Nachteile
    3. Probleme
      1. Festplatte nicht formatiert, formatier...
  2. rfstool
    1. Anforderungen
    2. Einschränkungen
  3. Ext2 File System Driver
    1. Hinweis für Windows 8, 8.1/Windows Serve...
  4. Linux Reader
    1. Anforderungen
    2. Eigenschaften
    3. Nachteile
  5. ext4tc
  6. Ext2Read
  7. ExtFS
  8. Windows 7
  9. Andere Programme
  10. Links

./MS-Windows_Integration/win-ubuntu.png Windows selbst kann nicht auf Linux-Dateisysteme zugreifen. Zusätzliche Programme ermöglichen aber das Lesen (und teilweise auch Schreiben) von ext2/ext3/ext4-Dateisystemen bzw. -Partitionen unter Windows. In diesem Artikel werden verschiedene Lösungen vorgestellt, mit denen man auch unter Windows Zugriff auf Dateien unter Linux bekommt. Voraussetzung ist in jedem Fall ein Benutzerkonto mit Administrator-Rechten. In der folgenden Tabelle werden Programme und Treiber sowie deren Fähigkeiten aufgelistet.

Es wird empfohlen, nur auf die persönlichen Daten (also /home/Benutzername) zuzugreifen. Bei unbedachten Änderungen an Linux-Systemdateien kann das System unbenutzbar werden.

Achtung!

Wichtig: Alle Angaben sind OHNE Gewähr. Die Benutzung der Programme erfolgt auf eigenes Risiko.

Übersicht
Name Dateisystem Anmerkung Lizenz Projektseite
ext2 ext3 ext4 Btrfs XFS ReiserFS HFS/HFS+ exFAT
Ext2IFS yes-16x16.png yes-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png bindet ext3-Dateisysteme als ext2 ein Freeware fs-driver.org 🇬🇧
Ext2 File System Driver (Ext2FSD) yes-16x16.png yes-16x16.png yes-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png yes-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png kann auch auf ext4 schreiben, läuft auch mit Windows 8, 8.1/Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2 (Kompatibilitätsmodus beim Setup).

Achtung!

Tatsächlich verursacht diese Software schwerste Schäden am System. Nicht verwenden!

OpenSource https://www.ext2fsd.com 🇬🇧
Ext2Read yes-16x16.png yes-16x16.png yes-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png kann auch auf ext4 (nur lesend) zugreifen OpenSource ext2read 🇬🇧
ext4tc yes-16x16.png yes-16x16.png yes-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png Plugin für den Total Commander (Shareware) 🇩🇪, nur lesend LGPL ext4tc 🇬🇧
Linux Reader yes-16x16.png yes-16x16.png yes-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png yes-16x16.png yes-16x16.png yes-16x16.png Dateisystemexplorer, nur Lesemodus Freeware DiskInternals.com 🇬🇧
rfstool no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png yes-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png nur lesend GPL p-nand-q.com 🇬🇧
ExtFS yes-16x16.png yes-16x16.png yes-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png Ext2/Ext3/Ext4-Partitionen : lesen & schreiben
WinXP - Win10
einschränkte (5MB/s) Shareware Paragon Software 🇩🇪
Linux File Systems for Windows yes-16x16.png yes-16x16.png yes-16x16.png yes-16x16.png yes-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png no-16x16.png Ext2/Ext3/Ext4-Partitionen : lesen & schreiben
Btrfs-/XFS-Partitionen : nur lesen
Win7 - Win10
einschränkte (5MB/s) Shareware Paragon Software 🇩🇪

Ext2IFS (Ext2 Installable File System)

Ext2IFS 🇬🇧 ist ein Windows-Treiber, der es erlaubt, ext2- und ext3-Partitionen (letztere mit Einschränkungen) direkt im Windows Explorer einzubinden. Nach der Installation wird man aufgefordert, einer Linux-Partition einen Laufwerksbuchstaben zuzuweisen. Damit kann über den Arbeitsplatz auf die Dateien zugegriffen werden. Über den Punkt "IFS Drives" in der Systemsteuerung kann der Laufwerkbuchstabe nachträglich geändert werden.

Hinweis:

Der Treiber kann prinzipiell nur ext2-Dateisysteme einbinden – allerdings kann man ext3-Dateisysteme als ext2-Dateisystem (ohne Journaling) einbinden.

Funktionen

Nachteile

Probleme

Siehe auch Ext2IFS FAQ 🇬🇧.

Festplatte nicht formatiert, formatieren?

Navigiert man im Explorer auf eine eingebundene ext2/3-Partition und erhält eine Fehlermeldung, in der man gefragt wird, ob man die Partition formatieren will, da sie noch nicht formatiert wäre, hat dies einen ganz anderen Hintergrund: beim Einbinden (mounten) der Partition ist ein Fehler aufgetreten.

Mit dem von Ext2IFS angebotenen Diagnose-Tool (mountdiag.exe) kann man die zugehörige Fehlermeldung und einen Lösungshinweis anzeigen lassen.

Mögliche Fehler:

  • inode size unequal to 128 bytes - das Diagnose-Tool mountdiag.exe liefert die folgende Fehlermeldung:

    The volume has an Ext2/Ext3 file system, but the Ext2 IFS 1.11 software did not
    mount it because the file system has an inode size unequal to 128 bytes (inode
    size: 256 bytes).
    The only way to solve it is to back up the volume's files and format the file
    system: give the mkfs.ext3 utility the -I 128 switch. Finally, restore all
    backed-up files.
    After that, the Ext2 IFS software should be able to access the volume.

Möchte man trotz des Fehlers weiter mit Ext2IFS arbeiten, sollte man nach dem in der Fehlermeldung beschriebenen Weg vorgehen. Eine andere Lösung ist der Umstieg auf Ext2FSD.

rfstool

rfstool 🇬🇧 (Open Source) kann von Windows XP aus auf ReiserFS-Partitionen zugreifen.

Anforderungen

Einschränkungen

Ext2 File System Driver

Achtung!

Tatsächlich verursacht diese Software schwerste Schäden am System. Nicht verwenden!

ext2fsd-a.png ext2fsd-b.png

Ext2FSD 🇬🇧 ist – wie Ext2IFS – ein Windows-Treiber, mit dessen Hilfe ext2/3/4-Partitionen unter Windows eingebunden werden können. Über den Windows Explorer kann dann direkt darauf zugegriffen werden. Über eine kleine grafische Oberfläche können Laufwerksbuchstaben zugeordnet werden und etliche Einbinden-Optionen (Read-Only, Encoding,...) festgelegt werden.

Hinweis für Windows 8, 8.1/Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2

Bei Windows 8, 8.1/Windows Server 2012, Windows Server 2012 R2 muss beim Setup-Programm der Kompatibilitätsmodus zum Beispiel auf Windows 7 oder niedriger eingestellt werden, damit das Setup ausgeführt und die Anwendung installiert werden kann, ansonsten tritt eine Fehlermeldung in Erscheinung und das Setup verweigert die Installation. Der Computer sollte vorsichtshalber neu gestartet werden, damit die Partitionen in der Liste erscheinen und eingehängt werden können. Derzeit gibt es keine neue Version wo unter anderem auch dieses Problem behoben ist.

Linux Reader

Mit diesem Programm kann auf einfachste Weise auf verschiedene Dateisysteme zugegriffen werden (Unix/Linux, Mac, Windows). Die Sprache der Software ist momentan nur auf Englisch, laut Hersteller 🇬🇧 kann diese übersetzt werden.

Anforderungen

Eigenschaften

Nachteile

ext4tc

Total Commander (Shareware) 🇩🇪 muss mit Administrationsrechten gestartet werden, damit das Plugin auf das Dateisystem zugreifen kann. Über Netzwerkumgebung\ext4plugin kann auf das Dateisystem zugegriffen werden.

Ext2Read

Ext2Read 🇬🇧 ermöglicht über den eigenen Dateimanager Ext2Explore Lesezugriff auf ext2ext3/ext4-Dateisysteme. Es lassen sich damit auch externe USB-Medien und Dateisystem-Abbilder betrachten. So können z.B. Wubi-Benutzer sehr einfach die .disk-Dateien von Ubuntu mit diesem Programm öffnen.

Das Programm benötigt wie alle anderen hier erwähnten Programme Administrator-Rechte. Erfolgreich getestet u.a. mit Windows 7 (auch 64-Bit).

ExtFS

ExtFS 🇩🇪 & Linux File Systems for Windows 🇩🇪 von Paragon Software ist ein Treiber der ext2/3/4-Partition & Btrfs- & XFS-Partitionen direkt im Windows-Explorer einbindet. Er ist in einer Freeware Version für den privaten Gebrauch und einer kostenpflichtigen Professional-Version für den gewerblichen Gebrauch mit zusätzlichen Funktionen erhältlich. Die Professional-Version kostet 19,95€ (Stand: 7.12.2017) und hat laut Website im Gegensatz zur Freeware-Version auch schreibgeschützten Zugriff auf das Logical Volume Manager sowie einen Assistenten zum Erstellen und Formatieren von Partitionen.

Windows 7

Dort wird beschrieben, wie die UAC (User-Account-Control / Benutzerkontensteuerung – ein "neuer" Sicherheitsaspekt ab Windows Vista) abgeschaltet werden kann. UAC verhindert den dauerhaften Zugriff auf ext3-Partitionen, so dass man nach jedem Booten das Programm wieder neu starten und Linux-Partitionen neu benennen und einbinden muss.

Achtung!

Windows-Nutzer müssen davor gewarnt werden, dass mit dem Deaktivieren der UAC ein wichtiger Teil der gerade neu erworbenen Sicherheit von Windows ab Vista wieder abgeschaltet wird. Man sollte damit sehr vorsichtig umgehen, besonders wenn ein Rechner ans Internet angeschlossen oder in Netzwerke eingebunden wird.

Eine einfache Beschreibung zum Abschalten der UAC-Meldungen gibt es hier:

Andere Programme