Gnumeric

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
    1. Plugins
  2. Verwendung
    1. Graphen
    2. Statistik
    3. Gnumeric und OpenDocument
  3. Links

./gnumeric_logo.png Gnumeric/attachments/18/28/Gnumeric.png Gnumeric 🇬🇧 ist ein Tabellenkalkulationsprogramm. Die mehr als 300 integrierten Formeln decken die Anforderungen der meisten Anwender weitgehend ab. Mit dem Programm erzeugte Grafiken lassen sich per Drag and Drop in andere Programme einfügen. Die vielseitige Diagrammfunktion bietet zahlreiche Darstellungsformen an. Gnumeric verfügt darüber hinaus über eine große Anzahl finanzmathematischer Funktionen.

Auf Grund der Tatsache, dass Gnumeric auch als einzelne Komponente installiert werden kann und zudem sehr wenig Systemressourcen benötigt, eignet sich das Programm besonders für langsamere Rechner. Es ist u.a. fester Bestandteil von Lubuntu. Es lässt sich aber grundsätzlich unter allen gängigen Ubuntu-Varianten und deren Desktops einsetzen.

Außerdem ist Gnumeric anderen Tabellenkalkulationen in einigen Bereichen überlegen. So kann es auch mit mehreren Datensätzen in einem Plot umgehen, verfügt über ein innovatives Konzept zur Erstellung von Graphen und bietet einige grundlegende Statistikfunktionen.

Installation

Wenn man Gnumeric installieren möchte, braucht man folgende Pakete [1]:

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install gnumeric gnumeric-plugins-extra gnumeric-doc 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://gnumeric,gnumeric-plugins-extra,gnumeric-doc

Gnumeric wird als Abhängigkeit der Metapakete xubuntu-desktop und lubuntu-desktop ebenfalls mitinstalliert.

Plugins

Die Plugins müssen nach der Installation noch über das Menü "Werkzeuge -> Plugins..." aktiviert werden. Danach können auch die Import- und Exportfunktionen genutzt werden.

Verwendung

Die Bedienung von Gnumeric ist intuitiv und weitgehend identisch zu anderen Tabellenkalkulationen.

Gnumeric hat wie Abiword weitgehende Import- und Exportfähigkeiten, die im Gegensatz zu Abiword auch praktisch vorhanden sind. Besonders gut zeichnet sich die Kompatibilität mit Microsoft Excel aus. Außerdem bietet Gnumeric eine Übersetzung in die LaTeX-Syntax an. Das eigene Dateiformat basiert auf XML, welches mittels gzip komprimiert ist.

./GraphGuru.png

Graphen

Eine Besonderheit von Gnumeric ist im Vergleich zu anderen Tabellenkalkulationen der Assistent zur Erstellung von Graphen. Der GraphGuru lässt sich über "Einfügen -> Diagramm..." aufrufen. Die Ausgabe des GraphGuru ist in einer baumartigen Struktur dargestellt, so dass sich leicht die einzelnen Komponenten wie Achsen, Graphen oder Beschriftungen bearbeiten und neue hinzufügen lassen. So ist es beispielsweise möglich, auf einer Zeichenfläche zwei Graphen darzustellen, die jeweils eine unterschiedliche Achseneinteilung verwenden. Auch Regressionskurven lassen sich leicht zu einem Graphen hinzufügen.

Statistik

./GnumericStat.png Gnumeric bietet über das Menü "Statistik" einen bequemen Zugriff auf statistische Analysemöglichkeiten wie Korrelationen, Regressionen oder deskriptive Statistiken. Es pflegt in diesem Bereich eine enge Partnerschaft mit dem R-Projekt. Die Ergebnisse werden standardmäßig als neues Arbeitsblatt eingefügt. Damit eignet sich Gnumeric besonders gut für Schüler, Studenten, etc., die grundlegenden statistische Funktionen benötigen, aber auf kein kommerzielles Statistikpaket zurückgreifen können oder wollen.

Gnumeric und OpenDocument

In ständiger Weiterentwicklung befindet sich die Unterstützung für OpenDocument. Das OpenDocument-Format wurde 2006 als ISO-Standard veröffentlicht. Die Notwendigkeit für OpenDocument wird darin gesehen, ein einheitliches, kompatibles Dokumentenformat einzuführen, dessen Spezifikationen nicht von einzelnen Anbietern kontrolliert werden und so auf lange Zeit gesichert ist. Damit erhofft man sich, auch in Zukunft noch uneingeschränkt auf ältere Daten/Dateien zugreifen zu können. Außerdem soll durch den offenen Standard mehr Wettbewerb ermöglicht werden.