Archiv/apt-p2p

Archivierte Anleitung

Dieser Artikel wurde archiviert. Das bedeutet, dass er nicht mehr auf Richtigkeit überprüft oder anderweitig gepflegt wird. Der Inhalt wurde für keine aktuell unterstützte Ubuntu-Version getestet. Wenn du Gründe für eine Wiederherstellung siehst, melde dich bitte in der Diskussion zum Artikel. Bis dahin bleibt die Seite für weitere Änderungen gesperrt.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Einen Editor öffnen

  3. Root-Rechte erlangen

  4. Ein Terminal öffnen

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
  2. Konfiguration
  3. Links

Wiki/Icons/terminal.png apt-p2p 🇬🇧 ist ein Programm, mit Hilfe dessen man DEB-Pakete über P2P empfangen und teilen kann. Anstelle die bei der Installation oder Aktualisierung von Programmen benötigten Dateien von einem Server zu beziehen, werden sie über DHT von anderen Benutzern heruntergeladen und danach von einem selbst weiter verteilt.

Sollte eine Datei nicht über andere Benutzer verfügbar sein, wird automatisch auf den normalen Server zurückgegriffen. apt-p2p verursacht dabei kein Sicherheitsrisiko, da die Pakete in den Paketquellen signiert sind. Wenn also ein anderer Benutzer gefälschte Daten sendet, bemerkt APT das und verweigert die Installation.

Die Weiterentwicklung durch den ursprünglichen Programmautor wurde zwischenzeitlich eingestellt. Allerdings ist das Programm weiterhin Bestandteil der offiziellen Paketquellen.

Installation

Folgendes Paket muss installiert [1] werden:

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install apt-p2p 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://apt-p2p

Konfiguration

Um apt-p2p verwenden zu können, muss eine Portweiterleitung eingerichtet und die Datei /etc/apt/sources.list angepasst werden. Damit ist die Einrichtung prinzipiell abgeschlossen. Das System kann wie gewohnt weiterverwendet werden, für andere optionale Einstellungen siehe unten.

Portweiterleitung

Um apt-p2p nutzen zu können, ist es zwingend notwendig, eine Portweiterleitung einzurichten, da sonst weder Dateien empfangen noch verteilt werden können. Wenn man die Vorgabe-Konfiguration nicht geändert hat, muss der Port 9977 sowohl für TCP als auch UDP geöffnet werden.

Anpassung der sources.list

Hinweis:

Bei Verwendung alternativer Paketserver kann es zu Problemen mit der Paketauthentifizierung kommen. In diesem Fall sollte ein anderer Mirror in der sources.list eingetragen werden (z.B. der Hauptserver archive.ubuntu.com oder de.archive.ubuntu.com).

Anschließend muss die Datei /etc/apt/sources.list angepasst werden. Zuvor sollte allerdings eine Sicherungskopie angelegt werden, um im Zweifelsfall den ursprünglichen Zustand wiederherstellen zu können. Man öffnet diese mit einem Editor [2] und Root-Rechten [3] und ersetzt in jeder mit deb beginnenden Zeile den Ausdruck http:// durch http://localhost:9977/. Beispiel: Aus

deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu/ precise main restricted

wird also

deb http://localhost:9977/archive.ubuntu.com/ubuntu/ precise main restricted

Es empfiehlt sich, die Server mit Sicherheitsaktualisierungen nicht über apt-p2p laufen zu lassen, also die mit security.ubuntu.com beginnenden Einträge nicht zu ändern.

Optionale Einstellungen

apt-p2p kann über die Datei /etc/apt-p2p/apt-p2p.conf noch feiner eingestellt werden, im Normalfall ist das aber nicht nötig. Möchte man es aus irgendeinem Grund trotzdem tun, sollte man die Datei nicht direkt bearbeiten, sondern eine Kopie im Homeverzeichnis bearbeiten. Dazu kann man ein Terminal [2] öffnen und folgende Befehle ausführen [4]:

mkdir ~/.apt-p2p/
cp /etc/apt-p2p/apt-p2p.conf ~/.apt-p2p/ 

Dies ist aber auch über einen Dateimanager möglich.

Die ausführlich dokumentierte Datei ~/.apt-p2p/apt-p2p.conf kann nun nach belieben geändert werden. Dabei ist zu beachten, dass die im Homeverzeichnis liegende Datei Vorrang vor der Datei in /etc/apt-p2p/ hat. Weisen beide Dateien unterschiedliche Einstellungen auf, werden die aus der im Homeverzeichnis liegenden Datei verwendet.