CUPS bietet seine Dienste nicht nur anderen Linux-Clients an. Auf CUPS kann jeder Client zugreifen, der das Internet Printing Protocol versteht.
Windows2000 und XP beherrschen von Haus aus IPP. Es muss nur ein kleines Fehlverhalten korrigiert werden. Dazu muss auf den Windows(2000,XP)-Clients die Datei hosts bearbeitet werden, bei Windows Vista ist dies nicht der Fall.
Diese ist bei Windows2000 im Verzeichnis C:\winnt\system32\drivers\etc und bei Windows XP in C:\windows\system32\drivers\etc zu finden. Es sind in einer neuen Zeile die IP-Adresse und der Hostname des Druckerservers einzutragen:
192.168.1.42 epia.ruby-team.home
Im Druckerdialog kann jetzt ein neuer Netzwerkdrucker definiert werden. Es ist die Option "Verbindung mit einem Drucker im Internet oder Heim/Firmennetz herstellen" auszuwählen. Windows verlangt nach einer URL, diese hat diese Syntax http://Servername:Port/printers/Druckername (Manchmal gibt es Probleme mit dem Netzwerknamen eine IP funktioniert aber immer z.b.: http://192.168.2.20:631/printers/hp-LaserJet-1015) Danach wird nur noch ein Druckertreiber für Windows benötigt.
Sollte der passende Treiber für Windows gerade nicht zur Verfügung stehen, kann auch der Generic Postscript-Driver oder einer der mitgelieferten Apple-Treiber verwendet werden.
Möglicherweise muss bei WindowsVista IPP noch aktiviert werden unter Systemsteuerung-->Programme->Programme und Funktionen-->Windows-Funktionen ein oder ausschalten-->Druckdienste-->Internetdruckdienst ein Häckchen setzten.
Um von diesen Clients aus drucken zu können, ist auf dem Druckerserver Samba zu installieren. Wie die Drucker auf dem Server angesteuert werden, wird hier beschrieben.
Alternativ lässt sich auch für diese Windows-Versionen die Unterstützung für das Internet Printing Protocol nachrüsten:
Dazu muss der MS Internet Print Service installiert werden. Die Installationsdatei wpnpins.exe findet sich laut http://support.microsoft.com/kb/248344/EN-US/
und http://support.microsoft.com/kb/294439
auf der Windows 2000 Server CD-ROM und auf der Windows Me CD-ROM. Ein direkter Download scheint bei Microsoft selbst nicht verfügbar zu sein. Sie kann aber zum Beispiel unter http://www.its.caltech.edu/~fong/math/pc/down/
heruntergeladen werden. Nach dem Ausführen muss der Rechner neu gestartet werden. Dann wie oben beschrieben den Netzwerkdrucker einrichten.
Oft befindet sich der Drucker noch an einer Windows-Maschine. Linux kann auch auf diesem dort angeschlossenen Drucker drucken. Dazu benötigt man das Paket smbclient, welches bereits vorinstalliert sein sollte.
Bei Windows Vista muss für die Netzwerkverbindung, sofern gewünscht, zunächst der Zugriff auf Freigaben ohne Passwort erlaubt werden. Andernfalls muss man sich mit einem auf dem angesprochenen Computer existierenden Benutzerkonto inklusive Passwort authentifizieren, dazu muss zwingend ein Passwort für den Benutzer hinterlegt sein. Unter Windows XP reicht möglicherweise das Verwenden des Benutzers "Gast" aus. Für eine erweiterte Rechtevergabe sollte man für jeden externen Benutzer auf dem Windowsgerät ein Benutzerkonto anlegen und dort die Rechte vergeben. Damit dennoch wie bei einer Einzelbenutzer-Installation beim Hochfahren des PCs eine automatische Anmeldung erfolgt, kann auf verschiedene Einstellungsmöglichkeiten zurückgegriffen werden: Unter Windows XP empfiehlt es sich Tweak UI zu verwenden, unter Vista kann mit dem Befehl control userpasswords2 (einzugeben unter "Start -> Ausführen") auf ein undokumentiertes Werkzeug zurückgegriffen werden. (Quelle
)
Danach wie folgt verfahren:
"System -> Systemverwaltung -> Drucker"
Doppelklick auf "Neuer Drucker" und es öffnet sich ein Assistent
"Netzwerkdrucker -> Windows-Drucker (SMB)" auswählen
Bei "Rechner" den Namen des Rechners eingeben, der auch bei "Orte -> Netzwerk-Server -> Windows-Netzwerk -> Name der Arbeitsgruppe" angezeigt wird.
Bei "Drucker" ist es jetzt wichtig, den Namen des Druckers zu wählen, mit dem der Drucker im Netzwerk freigegeben ist, dem Freigabenamen. Diesen Namen erfährt man, wenn man an dem Windowsrechner, an dem der Drucker hängt, über "Start -> Drucker und Faxgeräte" mit der rechten Maustaste "Freigabe des Druckers" öffnet. Hier gibt es ein Feld "Freigabename"
Bei "Benutzername" kann Gast angegeben werden, bei Passwort nichts.
Es sind Fälle bekannt, bei denen die Angabe von Gast als Benutzername (ohne Passwort) nicht ausreichend ist, um eine Verbindung zum Windows-Drucker herzustellen. Hier kann es helfen, den Benutzernamen in der Form DOMÄNE\Beispielkonto einzugeben, wobei "DOMÄNE" für die Arbeitsgruppe steht, in der sich die Windows-Maschine befindet, und "Beispielkonto" für ein beliebiges Windows-Konto, welches expliziten Zugriff auf die Druck-Freigabe hat. Unter "Passwort" gibt man dann einmalig das Windows-Passwort von "Beispielkonto" ein. Dieses wird Ubuntu-intern gespeichert und muss beim erneuten Verbinden mit der Freigabe dann nicht noch einmal eingegeben werden.
Einen passenden Treiber auswählen. Wenn nötig, vorher installieren.
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