Mit Ubuntu One bietet Canonical einen Cloud Computing-Service an, der im Mai 2009 seinen Dienst aufgenommen hat. Dieser Dienst steht jedem Benutzer von Ubuntu zur Verfügung. Die Übertragung der Daten erfolgt dabei verschlüsselt per SSL. Canonical möchte diesen Dienst in Zukunft ausbauen, so dass Benutzer von Ubuntu One ihre eigenen Cloud-basierten Dienste anbieten können.
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| Ubuntu One |
Bisher umfasst Ubuntu One:
Ubuntu One Basic (Onlinespeicher 5GB kostenlos) – mehr Speicherplatz kann käuflich erworben werden
Onlinefreigabe von Dateien
Gemeinsame Benutzung von Dateien
Ubuntu One Music Store (Musik online kaufen)
Onlinezugriff per Browser auf das Konto
Ubuntu One arbeitet im Hintergrund und hält die vom Benutzer freigegebenen Datenbestände auf den angemeldeten Computern synchron. Man sollte sich im Klaren sein, dass diese Daten nicht nur lokal gespeichert werden, sondern auch auf einem externen Server – mit allen Vor- und Nachteilen. Die entsprechenden Informationen zum Datenschutz sind in der Privacy Policy auf der Homepage von Ubuntu One hinterlegt.
Zur Benutzung wird ein Konto bei Ubuntu Single Sign On - Dienst
benötigt. Hier kann ein bestehendes Konto verwendet oder ein neuer Zugang angelegt werden. Dieses Konto kann auch für andere Dienste und Seiten, z. B. Launchpad benutzt werden.
Ab Ubuntu 10.04 ist Ubuntu One bereits vorinstalliert. Ansonsten kann es aus den Paketquellen installiert [1] werden:
ubuntuone-client
ubuntuone-client-gnome
ubuntuone-control-panel (ab Ubuntu 11.04)
ubuntuone-control-panel-gtk (ab Ubuntu 11.04)
Paketliste zum Kopieren:
sudo apt-get install ubuntuone-client ubuntuone-client-gnome ubuntuone-control-panel ubuntuone-control-panel-gtk
sudo aptitude install ubuntuone-client ubuntuone-client-gnome ubuntuone-control-panel ubuntuone-control-panel-gtk
Optional sind außerdem folgende Pakete verfügbar:
evolution-couchdb (Evolution-Kontakte synchronisieren)
rhythmbox-ubuntuone-music-store (Integration des Ubuntu One Music Store in Rhythmbox)
banshee-extension-ubuntuonemusicstore (universe, Integration des Ubuntu One Music Store in Banshee)
desktopcouch-ubuntuone (Erweiterung für Desktop-CouchDB ab Ubuntu 11.04.)
Paketliste zum Kopieren:
sudo apt-get install evolution-couchdb rhythmbox-ubuntuone-music-store banshee-extension-ubuntuonemusicstore desktopcouch-ubuntuone
sudo aptitude install evolution-couchdb rhythmbox-ubuntuone-music-store banshee-extension-ubuntuonemusicstore desktopcouch-ubuntuone
Nach Abschluss der Installation kann der Dienst über "System -> Einstellungen -> Ubuntu One" oder das MeMenu gestartet werden.
Als Nächstes muss der Computer mit dem Dienst autorisiert werden. Beim Start des Programms öffnet sich die Webseite von Ubuntu One. Bei der erstmaligen Anmeldung geht man über "Subscribe -> Ubuntu One Basic (Free)", um 5 GB Onlinespeicherplatz kostenlos nutzen zu können. Um den eigenen Computer mit diesem Zugang zu verbinden, klickt man auf der Website auf die Schaltfläche "Add this Computer". Klappt das nicht, dann bitte diesen Abschnitt weiter unten ausprobieren.
Im Einstellungsdialog von Ubuntu One (auf dem eigenen Rechner) den Reiter "Geräte" öffnen und mit dem Computer die "Verbindung herstellen" (falls nicht automatisch erfolgt).
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| Synchronisiert | Synchronisierung | nicht synchronisiert |
Die folgenden Seiten können über Ubuntu One aufgerufen werden – dies kann teilweise direkt über das Webinterface geschehen.
| Ubuntu One | |
| Reiter | Beschreibung |
| "Konto" | Über "Konto verwalten" können die Zugangsdaten geändert werden. |
| "Gerät" | Computer hinzufügen, entfernen und Verbindungen unterbrechen bzw. (neu)starten. |
| "Dienste" | Zur Synchronisation freigegebene Dienste festlegen. |
Per Drag and Drop können die zu synchronisierenden Daten mit dem Dateimanager im Ordner ~/Ubuntu One eingefügt werden. Möchte man weitere Ordner freigeben, so führt man einen Rechtsklick
aus und wählt im sich öffnenden Menü den Punkt "Mit Ubuntu One synchronisieren" an. Um dies rückgängig zu machen, erneut einen Rechtsklick
ausführen und "Synchronisierung mit Ubuntu One beenden" anwählen.
Statussymbole informieren den Nutzer über die Vorgänge.
Für einige Programme ist es sinnvoll, die Einstellungen computerübergreifend synchronisieren zu können.
| Erfolgreich getestete Programme | ||
| Programm | Verzeichnis | Auswirkungen |
| Pidgin | ~/.purple | Synchronisiert IM-Konten, Blacklists, Statusvorlagen und Nachrichtenverläufe. |
Es sollte darauf geachtet werden, dass vor der ersten Synchronisation stets eine Sicherung der zu synchronisierenden Daten vorgenommen wird, da einige Programme durch Fehler bei der Synchronisation nicht mehr (richtig) starten.
Vorsicht bei Firefox, Seamonkey und Thunderbird – hier muss zuerst der Cache ausgelagert werden, sonst werden diese Daten mitsynchronisiert.
Dateien aus den zu synchronisierenden Ordnern können ebenfalls mittels eines Rechtsklicks
aus dem Ordner ~/Ubuntu One direkt freigegeben werden. Hier "Über Ubuntu One veröffentlichen" anwählen. Über einen erneuten Rechtsklick
auf die freigegebene Datei kann man mit "Öffentliche Ubuntu-One-Adresse kopieren" diese in Erfahrung bringen und verwenden. Über die Option "Veröffentlichung über Ubuntu One beenden" wird die Aktion rückgängig gemacht.
Dies kann ebenfalls über das Webinterface erfolgen.
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| Web-Oberfläche |
Auf die eigenen Datenbestände hat man über das Webinterface jederzeit Zugriff. Hinter "Files" können die synchronisierten Daten eingesehen, freigegeben und gelöscht werden. Diese Funktionen erreicht man über die Schaltfläche "More" am rechten Rand neben der jeweils ausgewählten Datei. Über
"Upload file" können Daten hochgeladen werden. Zur optischen Unterteilung werden u.a.
Ordner und
Musikdateien anders dargestellt.
Notizen, welche mit Tomboy übermittelt wurden, findet man unter "Notes" (wurde 03/2012 entfernt). Kontakte, welche aus Evolution übermittelt wurden, findet man unter "Contacts".
Mit Hilfe der Verschlüsselungserweiterung EncFS lassen sich vertrauliche Daten ordnerweise verschlüsseln, bevor sie auf dem Ubuntu-One-Server abgelegt werden (siehe Daten verschlüsseln, um nur einzelne Dateien zu verschlüsseln).
Sowohl das Erstellen eines neuen verschlüsselten Verzeichnisses als auch das spätere Einhängen kann mit dem folgenden Befehl erfolgen:
encfs ~/Ubuntu\ One/.encrypted ~/Ubuntu\ One\ Encrypted
Es werden zwei Verzeichnisse angelegt. In das Verzeichnis ~/Ubuntu One Encrypted können die vertraulichen Dateien abgelegt werden. Das Verzeichnis ~/Ubuntu One/.encrypted enthält dann die verschlüsselten Versionen und wird mit dem Ubuntu-Server synchronisiert.
Beim Einhängen wird jedes Mal das Passwort für das verschlüsselte Verzeichnis abgefragt. Will man das automatisieren, sodass mit jedem Systemstart das Verzeichnis sofort gemountet wird, kann man dazu ein kleines Skript erstellen. Diese Lösung für das automatische Mounten stammt aus dem Forum:
#!/bin/bash echo 'passwort' | encfs -S ~/Ubuntu\ One/.encrypted ~/Ubuntu\ One\ Encrypted
Das Skript wird dann z.B. im home-Verzeichnis abgespeichert und bei jedem Start automatisch ausgeführt. Zu beachten ist, dass das Passwort im Klartext im Skript steht. Der Anwender muss für sich selbst entscheiden, ob das für ihn akzeptabel ist.
Sollte sich die Webseite auch nach mehreren Versuchen nicht öffnen, so hilft folgender Befehl in einem Terminal [2].
Nutzer des Firefox-Addons NoScript können bei der Ersteinrichtung Probleme durch die "ABE"-Funktion (= Application Boundaries Enforcer) bekommen. Um das Problem zu lösen, ohne die Funktion zu deaktivieren, muss man die SYSTEM ABE Regeln ("NoScript-Einstellungen -> Erweitert -> ABE") in Folgendes ändern:
# Prevent Internet sites from requesting LAN resources. Site LOCAL Accept from LOCAL Site one.ubuntu.com Accept Deny
Fehlerbild: Meldung "Synchronisation abgeschlossen", aber Dateien wurden nicht ausgetauscht, verglichen oder ergänzt.
Lösung: Ubuntu One komplett deinstallieren. Dabei muss der Ordner ~/Ubuntu One im Homeverzeichnis nicht gelöscht werden. Das Profil sowie die Konfigurationsdateien von Ubuntu One sollte man dagegen löschen. Finden kann man diese Konfigurationsdateien mit dem Befehl [2]:
find ~ -iname ubuntuone
die Ausgabe sollte dann ungefähr so aussehen:
/home/BENUTZER/.cache/ubuntuone /home/BENUTZER/.config/ubuntuone /home/BENUTZER/.local/share/ubuntuone
Die jeweiligen Ordner aufrufen und den Unterordner ubuntuone löschen (siehe auch versteckte Dateien). Dies kann auch mit folgendem Befehl erfolgen:
rm -rf ~/.cache/ubuntuone ~/.config/ubuntuone ~/.local/share/ubuntuone
Danach kann man sich über one.ubuntu.com anmelden und unter Account seinen erkannten Rechner, falls vorhanden, löschen. Nun muss noch der/die eventuell erstellte Schlüssel unter "Anwendungen -> Zubehör -> Passwörter und Verschlüsselung" bzw. "System -> Einstellungen -> Passwörter und Verschlüsselung" gelöscht werden. Der zu entfernende Eintrag lautet: UbuntuOne token for https://ubuntuone.com.
Nun folgt ein Neustart von Ubuntu. Ubuntu One neu installieren und danach die Anwendung erneut starten. Es wird nun der Browser geöffnet, um sich anzumelden. Anschließend den Rechner wieder zum eigenen Account hinzufügen.
Nach einer kurzen Wartezeit werden die Dateien im Ordner ~/Ubuntu One mit dem Account synchronisiert.
Sofern der Computer immer noch nicht hinzugefügt werden kann, unter "System -> Einstellungen -> Passwörter und Verschlüsselung" eventuell hinterlegte Zugangsdaten löschen und im Terminal [2] den folgenden Befehl ausführen:
killall ubuntuone-login ubuntuone-syncdaemon
Anschließend über MeMenu den Computer erneut anmelden.
Die Leiste kann zwar nur ordnerweise ausgeblendet werden, aber diese Lösung kann trotzdem sinnvoll sein, falls man den entsprechenden Ordner definitiv nicht synchronisieren möchte. Siehe How to disable the Ubuntu One file manager ribbon for specific folders?
"An important note about notes"
Tomboy-Notizzettel wird aus der Webschnittstelle entfernt, 02/2012
"Putting "bookmarks sync" to bed"
- Abgleichen von Firefox-Lesezeichen eingestellt, 10/2011
"So let there be Windows..."
- Blogbeitrag 11/2010
Setting up Ubuntu One on Ubuntu 10.04 LTS - Video-Tutorial
Ubuntuforums.com - Ubuntu One
- Unterforum ubuntuforums.org
Canonical startet neuen Dienst - Ikhaya-Artikel 05/2009
Fremd gehostete Dienste
- Podcast 07/2009
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