tail

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Dieser Artikel ist größtenteils für alle Ubuntu-Versionen gültig.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Ein Terminal öffnen

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
  2. Aufruf
  3. Beispiele
  4. Links

Wiki/Icons/terminal.png Mit dem Befehl tail lassen sich die letzten Zeilen einer Datei anzeigen. Wird nicht angegeben, wie viele Zeilen angezeigt werden sollen, werden die letzten 10 Zeilen ausgegeben. Werden mehrere Dateien übergeben, so wird die Ausgabe jeder Datei mit einer Kopfzeile versehen. Wird keine Datei angegeben, liest tail von der Standardeingabe.

Installation

Das Programm tail ist im essentiellen Paket

von Ubuntu enthalten und deshalb auf jedem System installiert.

Aufruf

Die allgemeine Syntax lautet [1]:

tail [OPTION] DATEI 

tail kennt folgende Optionen:

Optionen von tail
Option Beschreibung
-c oder --bytes=N Ausgabe der letzten N Bytes
-f oder --follow[={name|descriptor}] Ausgabe der angehängten Daten, wenn die Datei wächst
-F Entspricht --follow=name --retry
--help Anzeige der Hilfe
-n oder --lines=N Ausgabe der letzten N Zeilen statt der standardmäßigen 10
--max-unchanged-stats=N Zusammen mit --follow=name: Öffne eine Datei erneut, wenn sie ihre Größe nach N (Standard ist 5) Iterationen nicht geändert hat, um zu überprüfen, ob sie umbenannt oder gelöscht wurde. (Dies passiert in der Regel mit rotierten Log-Dateien)
--pid=PID Zusammen mit -f: Beenden, wenn der Prozess mit der ID "PID" fertig ist
-q oder --quiet oder --silent Kopfzeilen mit Dateinamen nicht ausgeben
--retry Versuche die Datei wiederholt zu öffnen, selbst wenn sie beim Start von tail nicht verfügbar war (nur in Verbindung mit -f nützlich)
-v oder --verbose Kopfzeilen mit Dateinamen immer ausgeben
--version Ausgabe der Versionsinformationen

Wenn das erste Zeichen in N (Die Anzahl der Zeilen oder Bytes) ein „+“ ist, wird die Datei ab dieser Zeile bzw. diesem Byte ausgegeben, ansonsten werden die letzten N Einheiten aus der Datei dargestellt. N darf einen Multiplikator-Anhang haben: b = 512, k = 1024, m = 1024*1024.

Mit --follow (-f) folgt tail standardmäßig dem "file descriptor". Das bedeutet, dass das Ende der Datei selbst dann weiter verfolgt wird, wenn die Datei umbenannt wird. Dieses Verhalten ist nicht erwünscht, wenn man wirklich die Datei mit dem angegebenen Namen beobachten möchte (z.B. bei rotierenden Logfiles). In diesem Fall ist --follow=name zu verwenden: Dies veranlasst tail dazu, die beobachtete Datei nach ihrem Namen zu verfolgen, indem es die Datei periodisch öffnet, um zu überprüfen, ob sie gelöscht und neu erzeugt wurde.

tail -f DATEI verursacht noch ein anderes Problem: die Zugriffszeit der beobachteten Datei wird hiermit aktualisiert. Unter Umständen ist daher

tailf DATEI 

besser geeignet.

Beispiele

Die letzten 10 Zeilen von DATEI_A.txt und DATEI_B.txt ausgeben:

tail DATEI_A.txt DATEI_B.txt 

Die letzte Zeile der Datei DATEI_A.txt anzeigen:

tail -n1 DATEI_A.txt 

Den Inhalt der Datei DATEI_A.txt ab der 42. Zeile anzeigen:

tail -n+42 DATEI_A.txt 

Die Änderungen der Datei mein.log „live“ anzeigen:

tail -f mein.log