Xming

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
  2. Einzelne Programme starten
  3. Zu GDM via XDMCP verbinden
  4. Links

./xming_logo.png Xming ­čçČ­čçž ist eine freie Portierung des XWindow Servers f├╝r Microsoft Windows Betriebssysteme. Xming teilt sich die gleiche Code-Basis wie Cygwin/X, h├Ąngt aber nicht selber von Cygwin ab. Xming ist daher ein kostenloser, leicht zu bedienender und voll funktionsf├Ąhiger XServer f├╝r Windows, wie ihn Windows selber nicht mitbringt.

Wozu aber einen XServer f├╝r Windows? Will man einen Rechner - z.B. einen Server ohne Tastatur und Bildschirm - ├╝ber das Netzwerk bedienen, so greift man meist auf SSH zur├╝ck. Damit kann man sich sicher, weil verschl├╝sselt, auf einem Rechner einloggen. ├ťber diese SSH-Verbindung lassen sich jedoch auch Daten verschicken, sprich tunneln. Hier kommt nun der XServer ins Spiel. Auch der XServer kommuniziert ├╝ber ein Netzwerkprotokoll mit dem Rechner. Das bedeutet, Rechner und XServer m├╝ssen nicht auf demselben Rechner laufen. Diese Weiterleitung des XServers nennt man X-Forwarding.

./gedit.png

Installation┬Â

Sowohl auf dem Ubuntu-Rechner als auch auf dem Windows-Rechner muss Software installiert werden.

SSH-Server unter Ubuntu installieren┬Â

Ubuntu installiert von Haus aus keine Serverdienste. Das hei├čt, dass auch kein SSH-Server nach der Installation von Ubuntu l├Ąuft. Damit man sich von dem Windows-Rechner zum SSH-Server des Ubuntu-Rechners verbinden kann, muss dieser daher installiert werden. Die n├Âtigen Informationen zur Installation des OpenSSH-Servers findet man hier.

Xming unter Windows installieren┬Â

Von der Projekt-Seite des Xming-Projektes ­čçČ­čçž muss man sich die Setups von

herunterladen. Diese Setups m├╝ssen anschlie├čend ausgef├╝hrt werden. Bei der Installation muss man nichts beachten. Alle Einstellungen k├Ânnen bei den Voreinstellungen belassen werden.

Diese Setups enthalten keine SSH-Client-Software. Xming ist f├╝r plink, einer Kommandozeilen-Variante von PuTTY optimiert. Die plink.exe muss daher noch heruntergeladen und in das Installationsverzeichnis von Xming kopiert werden. Alternativ kann man portablePuTTY ­čçČ­čçž nutzen.

Erste Verbindung┬Â

Nach der Installation sollte die Verbindung einmalig per Hand aufgebaut werden, da plink eine Best├Ątigung des SSH-Keys ben├Âtigt. Man ├Âffnet dazu eine MS-DOS-Eingabeaufforderung

Start -> Ausf├╝hren: cmd 

und startet z.B. mittels

cd C:\Programme\Xming
Xming :2 -emulate3buttons -multiwindow -clipboard
set DISPLAY=localhost:2
plink -ssh -X -pw geheimespasswort benutzername@serverip xcalc 

den XServer unter Windows, setzt das Display und ├Âffnet dann ├╝ber das Netzwerk das kleine Programm xcalc des Ubuntu-Rechners. Erscheint das Programm, ist alles richtig konfiguriert.

Einzelne Programme starten┬Â

Diese erste Verbindung war nur ein Versuch, ob die Verbindung klappt und damit der SSH-Schl├╝ssel erfolgreich getauscht werden kann. Zum eigentlichen Verbindungsaufbau kann Xlaunch genutzt werden, das bei der Installation von Xming mitinstalliert wurde.

./xlaunch1.png Xming bietet verschiedene Modi. Interessant ist hier sicherlich Multiple Windows; dadurch k├Ânnen Linux-Anwendungen so gestartet werden, als ob sie Windows-Anwendungen seien. Sprich die Anwendungen erscheinen direkt in einem Windows-Fenster.
./xlaunch2.png Die Idee ist, gleich ein Programm zu starten.
./xlaunch3.png Hier k├Ânnen das zu startende Programm, der zu nutzende ssh-Client und der Server, zu dem man sich verbinden m├Âchte, ausgew├Ąhlt werden.
./xlaunch4.png Aktiviert man die Option Clipboard, kann man sogar per Copy&Paste Texte zwischen dem Windows-Host und der Anwendung im XServer austauschen
./xlaunch5.png Schlie├člich kann man diese Verbindung noch als Shortcut zum Beispiel auf dem Desktop ablegen. So ist die gew├╝nschte Anwendung auf dem Ubuntu-Rechner nur einen Klick entfernt.

Zu GDM via XDMCP verbinden┬Â

Es l├Ąsst sich auch der gesamte GNOME-Desktop inklusive dem GDM-Anmeldefenster ├╝bertragen. Dazu kann das Protokoll XDMCP genutzt werden. Allerdings ist hierbei zu beachtet, dass XDMCP nicht verschl├╝sselt ├╝bertragen wird und somit von der Sicherheit nicht an SSH heran reicht. Es sollte daher ausschlie├člich innerhalb eines LANs verwendet werden und nicht ├╝ber das Internet. Bevor man sich per XDMCP verbinden kann, muss dieses Protokoll erst im GDM-Anmeldebildschirm aktiviert werden.

Im folgenden werden nun die Schritte beschrieben, die sich vom obigen Beispiel unterscheiden.

./xdmcp1.png XDMCP ist nicht im Multiple Windows Modus verf├╝gbar. Es muss also mindestens die Option One Window genutzt werden.
./xdmcp2.png Hier XDMCP ausw├Ąhlen
./xdmcp3.png Normalerweise sollte der XDMCP Host automatisch gefunden werden k├Ânnen. Funktioniert das nicht, kann man die IP des Servers eintragen.

Verbindet man sich nun, so sollte einen der GDM-Anmeldebildschirm empfangen.