Die Bedienoberfläche des Netbook Remix
ist ein auf dem Clutter-Toolkit
basierendes GUI für den Gnome-Desktop, welches die Darstellung und Bedienbarkeit auf kleineren Displays, speziell von Netbooks, verbessert. Das Projekt stammt aus dem Ubuntu-Umfeld und wird ab Ubuntu 9.04 "Jaunty Jackalope" vollständig unterstützt. Bis Ubuntu 8.10 "Intrepid Ibex" musste die Installation des Netbook-Remix über PPAs vorgenommen werden. Neben dem GUI kommen beim Ubuntu-Netbook-Remix andere Anwendungen zum Einsatz. So sorgt zum Beispiel das Programm Maximus dafür, dass Anwendungen maximiert gestartet werden.
„Ubuntu Netbook Remix“ wird mit Ubuntu 10.04 „Lucid Lynx“ in „Ubuntu Netbook Edition“ umbenannt. Offiziell geschieht dies ab dem 14. Januar mit der zweiten Alphaversion des Luchses.
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| UNR Karmic: Desktop |
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| UNR Jaunty: Desktop |
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| UNR Jaunty: Homeverzeichnis |
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| UNR Jaunty: Firefox |
Da Netbooks i. d. R. kein CD-Laufwerk besitzen, muss man sich einen bootfähigen Live-USB-Stick erstellen. Das ISO-File, welches man benötigt, um sich einen solchen Stick zu bauen, findet man hier, eine Installations-Anleitung hier. Natürlich kann auch ein externes CD-Laufwerk verwendet werden, um die Installation durchzuführen. Des Weiteren ist es möglich, den Ubuntu-Netbook-Remix nachträglich zu einer Standard-Ubuntu-Installation hinzuzufügen.
Für Ubuntu 9.04 "Jaunty Jackalope" gibt es den Netbook-Remix als fertiges Image (IMG)
zur Installation via USB-Stick. Je nach vorhandenem Betriebssystem muss unterschiedlich - und vor allem anderes als bei einem üblichen ISO-File - vorgegangen werden, um das IMG auf einen Stick zu laden:
Unter Ubuntu 9.04 "Jaunty-Jackalope" nutzt man den USB-Imagewriter. Dieser kann ab Jaunty einfach aus den Quellen über das Paket
usb-imagewriter
hinzugefügt werden.
Für Intrepid und Hardy gibt es eine PPA-Paketquelle.
Um das Programm aus dem PPA
ppa von ogra zu installieren, muss, abhängig von der Ubuntu-Version, eine der folgenden Paketquellen eingetragen werden:
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Für Ubuntu Intrepid Ibex 8.10:
deb http://ppa.launchpad.net/ogra/ppa/ubuntu intrepid main
deb http://ppa.launchpad.net/ogra/ppa/ubuntu hardy main
Um die Quelle zu verwenden, sollte man den Signierungsschlüssel für diese Quelle einspielen. Dazu verwendet man folgenden Befehl:
sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com 2FEF0CE2
Alternativ zum USB-Imagewriter kann man die Shell nutzen, um den Stick zu beschreiben:
Es muss festgestellt werden, wie das Device ins System eingebunden wurde. Dies lässt sich zum Beispiel mit
dmesg
feststellen.
Weiß man den Gerätenamen des Devices, muss man es aushängen:
sudo umount /dev/<Gerätename>
Danach kann der Stick mit dd beschrieben werden:
sudo dd if=/Pfad/zum/heruntergeladenen.img of=/dev/<Gerätename> bs=1M
Führt man das Beschreiben des Devices via Shell durch, wird unbedingt empfohlen, Pfade und Gerätenamen korrekt anzugeben.
Unter Windows bietet es sich an, ein grafisches Werkzeug zu benutzen, welches man sich aus dem Launchpad herunterladen
kann. Ebenfalls muss das USB-Image (IMG)
heruntergeladen und nun mit dem Win32-Image-Writer auf den angesteckten USB-Stick geschrieben werden.
Unter Mac OS läuft der Vorgang kommandozeilenbasiert. Dazu muss ein Terminal geöffnet werden und zunächst der Gerätename (beispielsweise /dev/disk2) herausgefunden werden. Deshalb gibt man
diskutil list
ein, steckt den USB-Speicher an und führt erneut
diskutil list
aus und sieht nun welches Gerät hinzugekommen ist. Danach wird das heruntergeladene USB-Image (IMG)
auf den Stick geschrieben:
diskutil unmountDisk /dev/diskX sudo dd if=/Pfad/zum/heruntergeladenen.img of=/dev/diskX bs=1m diskutil eject /dev/diskX
Nun kann der Stick für die Installation des Ubuntu-Netbook-Remix verwendet werden.
Ab Ubuntu 9.04 "Jaunty Jackalope" kann der Ubuntu-Netbook-Remix einfach aus den Quellen über das Metapaket
ubuntu-netbook-remix (in Jaunty in universe [2])
installiert werden. Installiert man dieses Metapaket, sollte man sich davor bewusst machen, dass durch dessen Installation jede Menge anderer Pakete mit auf den Rechner geschleift werden, die man möglicherweise nicht benötigt. Wer nur die grafische Oberfläche bzw. Teile dieser - die Pakete können unabhängig von einander genutzt werden - nutzen möchte, installiert:
netbook-launcher (Clutter-basierende Bedienoberfläche, bis Jaunty in universe)
maximus (Programm, das dafür sorgt, dass alle Fenster maximiert werden, bis Jaunty in universe)
window-picker-applet (ein weiterer Fensterwähler für das Panel, der die Fenster TAB-artig anzeigt, bis Jaunty in universe)
Für Intrepid und Hardy liegen die Pakete in einer PPA-Paketquelle.
Um das Programm aus dem PPA
ppa von netbook-remix-team zu installieren, muss, abhängig von der Ubuntu-Version, eine der folgenden Paketquellen eingetragen werden:
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Für Ubuntu Intrepid Ibex 8.10:
deb http://ppa.launchpad.net/netbook-remix-team/ppa/ubuntu intrepid main
deb http://ppa.launchpad.net/netbook-remix-team/ppa/ubuntu hardy main
Um die Quelle zu verwenden, sollte man den Signierungsschlüssel für diese Quelle einspielen. Dazu verwendet man folgenden Befehl:
sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com B796B6FE
Dies ist eine der Anpassungen des Ubuntu-Netbook-Remix an die kleinen Displays der Netbooks. Um dieses Verhalten abzustellen, ruft man im Gnome-Menü den Menüpunkt "System > Einstellungen > Startprogramme" auf und deaktiviert dort das Kästchen vor dem Programm Maximus. Manche Anwendungen wie zum Beispiel Pidgin sind standardmäßig von Maximus ausgenommen. Um Programme wie wicd oder GMPlayer, die nicht für die Verwendung im Vollbild ausgelegt sind, zu den Ausnahmen hinzuzufügen geht man daher wie folgt vor:
Über die Tastenkombination
Alt +
F2 und die Eingabe von gconf-editor startet man den Gconf Konfigurationseditor. Dort findet sich in Apps/maximus der Schlüssel „exclude_class“, zu dem man einfach weitere Anwendungen hinzufügen kann.
Wenn der netbook-launcher nur sehr träge oder gar nicht reagiert, hilft es, die Subsection "Display" der Section "Screen" aus der xorg.conf zu entfernen oder zu verändern.
Wechselt man mit dem Desktop-Switcher vom netbook-launcher auf den normalen Gnome-Desktop, sind u.U. bei der nächsten Anmeldung alle Panels weg und man sieht nur einen leeren Desktophintergrund. Dies ist ein bekannter Bug und tritt jedes Mal auf, wenn per Desktop-Switcher vom netbook-launcher auf den Gnome-Desktop umgeschaltet wird.
Um die Panels zurückzuholen, ruft man per Alt + F2 eine Eingabeaufforderung auf und gibt folgende zwei Befehle ein:
gconftool-2 --set /desktop/gnome/session/required_components_list --type list --list-type=string ["windowmanager","panel","filemanager"] sudo /etc/init.d/gdm restart
Nach dem zweiten Befehl sollte der Anmeldebildschirm auftauchen. Nach erneutem Anmelden sollten die Panels wieder vorhanden sein.
Falls beim Netbook-Remix von Ubuntu 9.04 auf einmal eines der Panels verschwunden sein sollte, so schafft laut einem Blogeintrag
folgendes Upgrade des Desktop Switchers Abhilfe: desktop-switcher_0.4.6_i386.deb 
Einfach downloaden und über die Paketverwaltung installieren. Achtung: dieser inoffizielle Hotfix stammt von April 2009 und ist u.U. schon in den offiziellen Paketquellen enthalten.
In Ubuntu 9.10 "Karmic Koala" ist der Desktop-Switcher verschwunden. Der Netbook-Launcher sollte sich nun einfach mittels
killall netbook-launcher
ausschalten lassen.
Wiederhergestellt wird er daraufhin folglich mit
netbook-launcher
Man kann sich auch selbst einen Desktop-Switcher bauen. Dafür legt man sich ein kleines Bash-Script an, das man im persönlichen Ordner (/home/<Username>) speichert, in diesem Beispiel als "desktopswitcher":
#!/bin/bash
#Desktop-Switcher
#Achtung: Der Desktop-Switcher kümmert sich nur um den Netbook-Launcher!
export KURT=`ps -fe|grep "[n]etbook-launcher"|awk '{print $2}'`
if [[ $KURT != $FRANZ ]];
then killall netbook-launcher
else netbook-launcher
fi
exit 0Das Script muss man mit
chmod a+x desktopswitcher
ausführbar machen und kann es danach mit
./desktopswitcher
aufrufen. Diesen Eintrag kann man sich ins Hauptmenü schreiben.
Es kann vorkommen, dass nach dem Ausschalten des Netbook-Launchers keine Icons auf dem Desktop angezeigt werden. Dies lässt sich mit Hilfe des Gconftools beseitigen:
gconftool-2 --type bool --set /apps/nautilus/preferences/show_desktop true
macht Icons für zum Beispiel auf dem Desktop abgelegte Skripte.
gconftool-2 --type bool --set /apps/nautilus/preferences/show_desktop false
entfernt diese Icons wieder.
gconftool-2 --type bool --set /apps/nautilus/desktop/volumes_visible true
macht Icons für zum Beispiel externe Medien (SD-Karten, USB-Sticks).
gconftool-2 --type bool --set /apps/nautilus/desktop/volumes_visible false
entfernt diese Icons wieder.
Sollten zwischen dem Umstellen via Gconftool keine Icons auftauchen, muss man sich einmal an- und abmelden.
Alternativ dazu, die Konsole zum Umstellen zu nutzen, kann man auch einfach den Gconfeditor mittels
gconf-editor
aufrufen, sich dort die entsprechenden Einträge suchen und die Häkchen händisch setzen.
Netbooks - Ubuntuusers-Wiki-Eintrag zum Thema Netbooks
http://www.ubuntu.com/getubuntu/download-netbook
- Der Ubuntu Netbook Remix
https://help.ubuntu.com/community/Installation/FromImgFiles
- Englische Ubuntu-Dokumentation zum Schreiben von Imagedateien
https://launchpad.net/~netbook-remix-team
- PPA-Seite des Netbook-Remix-Teams
http://www.eeepc.de/
- Das EeePc-Forum
http://www.eeewiki.de/
- Wiki für Netbook-spezifische Fragen
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