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2009-23

Der Ubuntu-Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche um Ubuntu herum Revue passieren. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem die Neuausrichtung von Ubuntu für Netbooks, eine Kooperation zwischen Canonical und SanDisk, Streit um Okular und der 25. Geburtstag von X11. Viel Spaß beim Lesen!


Audio-Ausgabe

Eine vertonte Version des Ubuntu-Wochenrückblicks wird von RadioTux zur Verfügung gestellt: RadioTux

Top-Nachrichten

Canonical kooperiert mit SanDisk

Zur Vertiefung der allgemeinen Netbook-Strategie hat Canonical, die Firma hinter Ubuntu, eine Kooperation mit dem Hardware-Hersteller SanDisk bekannt gegeben. Die häufig in Netbooks verwendeten SSDs sollen von SanDisk günstiger als von bisherigen Herstellern produziert werden. Canonical will durch eine besondere Unterstützung dieser Geräte in Sachen Energieverwaltung, Geschwindigkeit und Lautstärke den Herstellern von Netbooks ein weiteres Argument zur Vorinstallation von Ubuntu bieten.

Quelle: Pro-Linux

Rund um Ubuntu

Anleitungen

Firefox-Downloadmeldungen in die Ubuntu-Notifications einbauen

Sind alle Downloads abgeschlossen, zeigt Firefox dazu eine kleine Nachricht an. Um diese Nachricht besser in die in Linux schon vorhandenen Notification-Systeme einzubinden, kann man das experimentelle AddOn Firefox Notify {en} installieren. In der nächsten Ubuntuversion Karmic Koala wird Firefox Notify in den Paketquellen {en} enthalten sein. Falls sich die internen Benachrichtigungen nicht selbst deaktivieren, kann man dies auch manuell einstellen, in dem man in der Adressleiste about:config eingibt und danach den Wert von „browser.download.manager.showAlertOnComplete“ auf „false“ setzen.

Für Thunderbird gibt es das Ubuntu Notify {en} AddOn.

Quellen: Linux Owns Blog {en}, Chris Ilias' Blog {en}

Aus den Nachrichten

Ubuntu für Netbooks setzt auf Moblin

Mitte 2007 von Intel ins Leben gerufen, sollte das Moblin-Projekt eine an Netbooks angepasste Linux-Distribution entwickeln. Dies will Canonical jetzt nutzen und Moblin v2 zur Verbesserung der Netbook-Unterstützung übernehmen.

Quellen: Ikhaya, Golem, Linux Magazin, heise open, LinuxCommunity

Ubuntu für Intels ClassMate PCs

Canonical und Intel haben vereinbart, dass der Classmate PC, ein Netbook speziell für Schüler, zukünftig mit einer angepassten Version von Ubuntu Netbook Remix, kurz UNR, ausgeliefert werden soll. Die dritte Generation des ClassMate PCs ist mit einem drehbaren Touchscreen ausgerüstet. Der UNR soll dabei den Platz der kleinen Anzeige optimal ausnutzen.

Quelle: heise open

Banshee 1.5.0 bringt Neues

Der für Karmic geplante Standardplayer für Musik namens Banshee ist seit Anfang des Monats in der Version 1.5 verfügbar. Diese Betaversion kommt mit Neuerungen wie der Import-Funktion von Rhythmbox-Einträgen (inklusive Playlist, Metatags und Bewertungen), einem Werkzeug, das die BPM Rate erkennt (basierend auf dem Paket gst-plugins-bad) und das automatische Bewertungssystem, das Titel nach dem Hörverhalten von 0 bis 100 einstuft.

Banshee ist ein Musikplayer, der ab der kommenden Ubuntuversion Karmic Koala 9.10, spätestens aber in Version 10.04, der Standardplayer sein wird. Er bietet gegenüber Rhythmbox den Vorteil, dass er weniger Speicherplatz auf der Live-CD benötigt und die Entwickler wesentlich aktiver sind. Sein offener Quelltext ist als .tar.bz2 Archiv erhältlich.

Quellen: LinuxCommunity, bejonet

Ubuntu 9.04 und die neuen Intel-Treiber

In Ikhaya wurde schon ausführlich über die aktuelle Treiberproblematik in Sachen Intel berichtet. Nun schreibt der Ubuntu-Entwickler Bryce Harrington, dass mit der aktuellen Entwicklerversion des Intel-Treibers diese Probleme der Vergangenheit angehören. Die Treiberversion 2.7.99.1 verwendet nun automatisch die Beschleunigungstechnik UXA. In Kombination mit der neuen Kernelversion 2.6.30 soll sogar schon ein Geschwindigkeitszuwachs in 2D-Anwendungen zu spüren sein.

Quelle: Linux Magazin

Aus der Blogosphäre

Ubunchu, Zweite Ausgabe

Die zweite Ausgabe des Mangas Ubunchu ist erschienen und kann als PDF {dl} heruntergeladen werden. Wie schon einmal im UWR berichtet, handelt das japanische Comic von Hiroshi Seo und ihrer Begeisterung für Ubuntu.

Quellen: LinuxCommunity User-Blogs, Chrissss' Blog

Fehlerstatistiken

  • Offen (57578) +250 vergangene Woche

  • Kritisch (18) +/-0 vergangene Woche

  • Nicht bestätigt (26543) +166 vergangene Woche

  • Nicht zugeordnet (49629) +266 vergangene Woche

  • Alle jemals abgegebenen Fehlerberichte (286601) +1486 vergangene Woche

Fehlerberichte, an denen nicht aktiv gearbeitet wird, sind hier nicht aufgeführt. Dazu gehören Fehler, für die bereits eine Lösung existiert die jedoch noch nicht geprüft oder implementiert wurde.

Neues aus der Linux-Welt

Google Chrome für Linux und Mac OS X

Am Freitag ist die erste Chrome Beta, die auf dem OpenSource-Projekt Chromium basiert, für Linux erschienen. Es fehlen zurzeit noch einige wichtige Features wie das Java- und Flashplugin, die Möglichkeit Seiten auszudrucken, die Unterstützung für das hauseigene Google Gears sowie das Speichern von Lesezeichen. Auch einige Dialoge sind noch nicht komplett eingebaut. Im Acid3-Test erreicht die Beta derzeit die volle Punktzahl, allerdings mit der Meldung „LINKTEST FAILED“. Wer die Beta schon jetzt ausprobieren möchte, kann sie unter Googles Developer Channel {en} herunterladen.

Achtung!

Dies ist eine Entwicklungsversion für Tester und Entwickler und sollte nicht zum produktiven Einsatz verwendet werden!

Auf Ubuntu Geek {en} findet man eine Installationsanleitung für den quelloffenen Chromium-Browser.

Quellen: Ikhaya, LinuxCommunity, Linux Magazin, Pro-Linux, heise online

Statusbericht zu Linux Driver Project veröffentlicht

Das Linux Driver Project {en} bietet eine kostenlose Unterstützung für Treiberentwickler von Hardwarehersteller an. Nach zweieinhalb Jahren hat das Team nun eine Bilanz gezogen, mit dem Ergebnis, dass die Ziele weitestgehend erreicht wurden. Somit wird das Projekt voraussichtlich um ein weiteres Jahr verlängert. Insbesondere der Staging-Zweig soll eine Anlaufstelle für Nutzer und Entwickler werden, die möglichst früh bereits neue Treiber benutzen wollen. Das Projekt möchte erreichen, dass die Entwicklung neuer und experimenteller Treiber stärker in der Öffentlichkeit stattfindet und mehr Treiber direkt den Weg in den Kernel finden.

Quellen: Golem, heise open, Pro-Linux, Linux Magazin

KDE 4.2.4 veröffentlicht

Das KDE-Team hat mit KDE 4.2.4 „CornRow“ das letzte monatliche Update für KDE 4.2 veröffentlicht. Es wurden wieder viele Bugs behoben und Verbesserungen sind in die Programme Okular, KMail und der Rendering Engine des Browsers Konqueror geflossen. Wie üblich wurden auch Probleme gelöst, die nicht im Changelog aufgeführt sind. Die KDE Entwickler wollen nun ihre Arbeit auf das KDE 4.3 Release konzentrieren, weshalb 4.2.4 das letzte geplante Release der 4.2 Serie ist.

Quellen: KDE {en} , Linux Magazin, Softpedia {en}

Amarok 2.1 erschienen

Fünf Monate nach der Veröffentlichung von Amarok 2.0 hat nun die Version 2.1 das Licht der Welt erblickt. Die neuen Funktionen betreffen vor allem die Benutzeroberfläche. Die Darstellung der Wiedergabeliste kann nun komplett vom Nutzer bestimmt werden, auch die Möglichkeiten zur Verwaltung der Liste wurden zahlreicher. Applets passen sich nun an das Aussehen von KDE an, Lesezeichen für lange Audiodateien sind verfügbar und die Integration des sozialen Musiknetzwerkes last.fm funktioniert nun besser. Neben weiteren neuen Funktionen wurden natürlich auch viele Fehler beseitigt. Auf kubuntu-de.org findet man eine Installationsanleitung.

Quellen: amarok.kde.org {en}, Golem, heise open, Pro-Linux, LinuxCommunity, kubuntu-de.org KDE.NEWS {en}

Erste Blicke auf KDE 4 in der Netbook-Fassung

Es stehen erste Pläne bereit, wie die Netbook-Version von KDE 4 aussehen soll und welche speziellen Funktionen vorhanden sein sollen. Am oberen Bildschrimrand ist ein Panel angelegt, das sich automatisch ausblendet, außerdem gibt es zwei Hauptbildschirme, einmal einen Anwendungsstarter und ein „Newspaper“, welche Widgets enthält. Neben den Veränderungen an der Oberfläche sollen Programme ersetzt beziehungsweise überarbeitet werden, zum Beispiel soll KMail durch das Plasma-Applet LionMail {en} ersetzt werden.

Quellen: Linux Magazin, Marco Martin's (notmart) Blog {en}

KDE bietet Distributionen angepasste Hintergrundbilder

KDE bietet den Distributionen ab 4.3 einen neuen Dienst an. Um eine bessere Marke für freie Software zu schaffen, sind die KDE Künstler bereit, die Logos der Distributionen in die KDE Hintergrundbilder einzuarbeiten. Die Distributionen müssten sich dafür verpflichten, dieses Hintergrundbild als Standard einzusetzen, wenn sie KDE 4.3 (oder 4.4) verwenden. KDE erhofft sich davon einen besseren visuellen Wiedererkennungswert bei freier Software über die Grenzen der Distributionen hinweg - ohne dabei die einzelnen Distributionen zu beeinträchtigen.

Quelle: Aaron Seigo's Blog {en}

Streit um Okular

Zwischen einigen Debian- und KDE-Entwicklern ist ein Streit über die Frage, ob der PDF-Betrachter Okular DRM standardmäßig ignorieren soll, entbrannt. Okular berücksichtig DRM, bietet aber eine Option, um dieses nicht zu beachten. Einige Debian Entwickler sehen darin ihre Freiheit als Anwender {en} eingeschränkt. Die KDE Entwickler und Maintainer halten dem entgegen, dass die PDF Spezifikation DRM vorsieht und dies im Unternehmenseinsatz wichtig sein kann. Auch würde die Freiheit, DRM zu missachten, bei der Freiheit des Autors enden, welcher DRM wünscht. Beide Freiheiten seien wichtig und keine dürfe ignoriert werden. Die KDE-Entwickler sind zudem der Meinung, dass DRM über den Geldbeutel des Anwenders bekämpft werden müsse und nicht über Software, obwohl es rein technisch möglich wäre.

Quellen: LWN.net {en} , Albert Astals Cid's Blog {en}, LinuxCommunity

Die Begriffe Freie Software und Open Source schützen?

Georg Greve, Präsident der Free Software Foundation Europe, spricht sich in seinem Blog dafür aus, die Begriffe „Freie Software“ und „Open Source“ rechtlich sichern zu lassen. Er warnt vor „falschen Freunden“, womit er auf die weitläufige Benutzung der Bezeichnung Open Source anspielt. In seinem Verständnis meinen beide Begriffe dasselbe, setzen den Fokus nur individuell. Open Source wird jedoch weitestgehend benutzt, um einen offenen Quelltext zu bezeichnen, unabhängig vom Lizenzmodell, unter dem dieser veröffentlicht ist. Gerade diese Aufweichung des Begriffs schade der Freie-Software-Bewegung. Daher müsse auch die Kooperation mit Firmen, die eine dieser Marken falsch benutzen, verweigert werden.

Quelle: Pro-Linux

Fedora ersetzt Tomboy durch Gnote

Unterschiedlicher können die Positionen zu Mono-Projekt, einer .NET-kompatiblen Entwicklungs- und Laufzeitumgebung, im Moment gar nicht sein: Fedora wird laut Matthias Clasen ab der Version 12 Tomboy nicht mehr in der Standardinstallation anbieten. Stattdessen soll die C++-Umsetzung Gnote verwendet werden. Währenddessen fügt Ubuntu in der kommenden Version Karmic Koala mit dem Musikplayer Banshee ein weiteres Mono-Programm hinzu.

Quelle: Pro-Linux

X11 wird 25 Jahre alt

Vor 25 Jahren haben Bob Schleifer und Jim Gettys am Massachusetts Institute of Technology ein netzfähiges Fenstersystem geschaffen. Zuerst war das X Window System nur für interne Zwecke gedacht, doch mittlerweile ist es auf jeder Unix(ähnlichen) Plattform verfügbar. In der aktuellen Ubuntu-Version Jaunty Jackalope wird die Version 7.4 eingesetzt.

Quelle: heise open

E16 1.0 veröffentlicht

Nach über 10 Jahren Entwicklung wurde die Version 1.0 des Fenstermanagers E16 freigegeben. Das neue Entwicklungskonzept faszinierte Anfang des Jahrtausends viele, doch mit der Zeit drohte das Projekt einzuschlafen. Durch die rasante Entwicklung der Grafiktechnologie waren die anfangs noch modernen Konzepte schon bald veraltet. 2001 begann man mit der Entwicklung des Nachfolgers E17. Nun, nach Jahren der Fehlerkorrekturen, gibt es endlich eine offizielle, stabile Version.

Quellen: Golem, Pro-Linux

Besonderes

Desmond Tutu erhält ein Ehrendoktorat der Universität Wien

Das Wort Ubuntu stammt aus der südafrikanischen Nguni-Sprache und bedeutet soviel wie „Menschlichkeit“ und „Gemeinsinn“. Zunächst ist Ubuntu eine afrikanische Lebensphilisophie, die das Bewusstsein, Teil eines Ganzen zu sein, beschreibt. Desmond Tutu hat diese Grundeinsichten in die Theologie übertragen, welche besagt, dass ein Mensch nicht isoliert beziehungsweise für sich allein menschlich sein kann. Wir sind in den gegenseitigen Abhängigkeiten gefangen, können nur gemeinsam wohlhabend, frei, sicher oder auch menschlich sein. Ubuntu ist somit eine theologische Antwort auf Armut, Diskriminiereung und AIDS. Für seine Leistungen um die Begründung und Entwicklung der Ubuntu-Theologie wird er am 12. Juni von der Universität Wien mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet.

Quelle: Afrikanet.info

Treffen und Veranstaltungen

Termine vom 10.06.2009 bis 21.06.2009
Name Ort Datum Uhrzeit
Jaunty Releaseparty Bremen, Zentrum für solidarische Ökonomie Fr, 12.06.2009 17:00 Uhr
Anwendertreffen Nürnberg Nürnberg-Feucht, TSV Feucht Fr, 12.06.2009 18:30 Uhr
34. Anwendertreffen München München, Froschkönig Fr, 12.06.2009 19:00 Uhr
LUGO-Treffen Visp Visp, Restaurant Müra Fr, 12.06.2009 19:00 Uhr
Anwendertreffen Mannheim Mannheim, Alte Feuerwache Sa, 13.06.2009 18:30 Uhr
Anwendertreffen Karlsruhe Karlsruhe, Kap Mi, 17.06.2009 19:30 Uhr
Anwendertreffen Achern-Bühl-BadenBaden Bühl, C'est la vie Do, 18.06.2009 19:30 Uhr
Treffen der Anwender Nürnberg zum Grillen Nürnberg, Bei bikerpeter Fr, 19.06.2009
Anwendertreffen Stuttgart Stuttgart, Sophie's Brauhaus Fr, 19.06.2009 19:30 Uhr

Mitwirkende

Hinweis:

Ihr könnt dazu beitragen, den UWR zu verbessern. Aktuelle Links für den kommenden UWR sollten in die Wiki-Seite eingetragen werden, zu vorhandenen Meldungen werden kurze Texte benötigt. Ebenso darf im UWR-Forum die Gestaltung des UWR mitdiskutiert werden.


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Teile des UWR basieren auf Meldungen, die dem Ubuntu Weekly Newsletter #145 {en} entnommen sind.

Diese Revision wurde am 11. Juni 2009 13:11 von Ritze erstellt.