unfreie Software

Inhaltsverzeichnis
  1. Ubuntu Paketquellen
  2. Fremdquellen
  3. Links

Software, die nicht unter einer freien Lizenz steht (auch unfreie oder proprietäre Software genannt), ist dadurch gekennzeichnet, dass ihre Weitergabe lizenz- oder patentrechtlich eingeschränkt ist. Der Quelltext zu der Software wird in der Regel geheim gehalten und es können keine direkten Änderungen am Programm vorgenommen werden. Im Gegensatz dazu stellt freie und quelloffene Software Richtlinien zur Lizenzwahl an seine Entwickler, die dem Nutzer möglichst viel Freiraum ermöglichen soll. Die Quelloffenheit ermöglicht allen, die Software weiterzuentwickeln. Mehr zur genauen Definition erfährt man in den Weblinks.

Die Ubuntu-Gemeinschaft steht proprietärer Software kritisch gegenüber, man ist sich jedoch darüber im klaren, dass unfreie Software mittlerweile stark verbreitet ist und man diese gezwungenermaßen weiter unterstützen muss, damit die Benutzer weiterhin möglichst ungestört weiterarbeiten können. Besonders problematisch wird es, wenn proprietäre Dateiformate und Protokolle im Umlauf sind und das Zusammenspiel unterschiedlicher Software behindern. Welche Alternativen es gibt, erläutert der Artikel Freie Standards.

Ubuntu Paketquellen

Das Ubuntu-Projekt klassifiziert Software sowohl danach, ob es sich um Software mit freier Lizenz handelt, als auch danach, ob diese offiziell vom Ubuntu-Team unterstützt wird. Man kann sich die unfreie Software, die installiert ist, mit dem Programm vrms anzeigen lassen.

Die Software befindet sich in verschiedenen Paketquellen. Offiziell unterstützt werden z.B. wichtige Systemkomponenten und sehr häufig eingesetzte Programme, die zudem besonders schnell mit Sicherheitsaktualisierungen versorgt werden.

Bei Closed-Source-Software in den offiziellen Paketquellen wird davor gewarnt, dass die Unterstützung nicht in dem Umfang durchgeführt werden kann, wie bei quelloffenen Implementationen, da an den Binärdateien keine Fehlerkorrekturen vorgenommen werden können. Ein Programm zur Verwaltung dieser Binärmodule im Linux-Kernel ist der ./restricted-manager.png restricted-manager.

freie Software unfreie Software
offiziell unterstützt ./application-supported.png Main Restricted
nicht direkt unterstützt ./application-community.png Universe Multiverse

In der zweiten Zeile der obigen Tabelle sind die Paketquellen angegeben, in denen sich die von der Gemeinschaft betreuten Pakete befinden. Diese werden ebenfalls noch nach ihrer Lizenz unterschieden. Diese Paketquellen können nach der Installation in der Paketverwaltung nach Bedarf freigeschaltet oder abgeschaltet werden.

Es gibt zudem noch eine Canonical Partner-Paketquelle ./application-proprietary.png für populäre Anwendersoftware unter eingeschränkter Endnutzerlizenz, mit denen Canonical eine strategische Partnerschaft abgeschlossen hat.

Fremdquellen

Die meiste proprietäre Software wird nicht über Ubuntu-Paketquellen angeboten. Die Installationsmethoden sind meist sehr individuell, folgen keinen standardisierten Regeln und werden in dem jeweiligen Wiki-Artikel gesondert beschrieben. Wenn es sich um fremde Paketquellen und einzelne Pakete handelt, wird bei ubuntuusers.de mit einem roten Warnhinweis auf die Fremdquellen hingewiesen und vor deren möglichen Risiken gewarnt.