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iwScanner

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

./iwscanner_logo.png iwScanner 🇬🇧 ist ein kleines grafisches Werkzeug, um einen Überblick der benachbarten Funknetzwerke (WLAN Access Points) zu erhalten. Solche Programme werden auch als WLAN-Sniffer bezeichnet. Es erreicht zwar nicht den Funktionsumfang des Windows-Werkzeugs NetStumbler, aber zur Ermittlung der Eckdaten von Funknetzwerken wie

ist es gut geeignet. Die Programmoberfläche ist in Englisch, aber sehr einfach gestaltet. Erstellt wurde iwScanner mit Python. Das Programm ist nicht die einzige Möglichkeit, WLAN-Netzwerke grafisch anzuzeigen. Eine Alternative ist das neuere LinSSID.

Installation

Wiki/Icons/synaptic.png Das Programm ist nicht in den offiziellen Paketquellen enthalten (494580).

Voraussetzungen

Die folgenden Pakete werden als Abhängigkeit benötigt, aber nicht automatisch installiert [1]:

  • python-glade2

  • gksu (universe, bis 16.04)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install python-glade2 gksu 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://python-glade2,gksu

Fremdpaket

Von der Homepage kann ein Fremdpaket 🇬🇧 ⮷ (als .deb) heruntergeladen und manuell installiert [2] werden.

Hinweis!

Fremdpakete können das System gefährden.

Bedienung

Anschließend kann das Programm bei Ubuntu-Varianten mit einem Anwendungsmenü über den Eintrag "Systemwerkzeuge → iwScanner" aufgerufen werden.

Beim Programmstart wird das Root- bzw. Administrator-Kennwort abgefragt. Dies ist notwendig, da nur so alle verfügbaren Funknetze zuverlässig erkannt werden. Hintergrund: zum Ermitteln der Funknetze nutzt iwScanner intern den Befehl "iwlist NETZWERKSCHNITTSTELLE scan" und dieser arbeitet nur korrekt, wenn er mit Root-Rechten gerufen wird (siehe man iwlist). Das Programm stellt dann die Ausgabe des Befehls grafisch dar.

./iwscanner_scan.png

Die Nutzung des Programms gestaltet sich einfach: man wählt die WLAN-Schnittstelle (Device, z.B. wlan0) aus und betätigt die Schaltfläche "Start". Nach einiger Zeit werden nun die gefundenen Funknetzwerkwerke inklusive ihrer Parameter aufgelistet. Dieser Vorgang wird durch die Schaltfläche "Stop" abgebrochen. Mit "Clear" löscht man die Liste der gefundenen Funknetzwerke wieder. Über einen Schieberegler lässt sich zusätzlich die Intensität des Netzwerk-Scans in vier Stufen einstellen.

Hinweis:

Man sollte das Programm längere Zeit laufen lassen, da manche WLANs nicht sofort gefunden werden.

Unterhalb der Ergebnisliste wird die Signalstärke des ausgewählten Access Points grafisch dargestellt. Die Ergebnisse können auf Wunsch in den Formaten

  • NS1 (Netstumbler-kompatibel)

  • NDD (NetDetect-kompatibel)

abgespeichert werden.

Problembehebung

Programmstart

Je nach Ubuntu-Version können beim Programmstart über den Menü-Eintrag Probleme auftreten. Dann kann man versuchen, die Datei /usr/share/applications/kuthulu-iwscanner.desktop mit einem Editor [3] und Root-Rechten [4] zu bearbeiten und gksudo aus der Zeile:

Exec=gksudo /usr/share/iwscanner/iwscanner.py

zu entfernen. Nun startet iwScanner zwar ohne Root-Rechte, aber nur so ist ein Programmstart überhaupt erst möglich.

Diese Revision wurde am 27. April 2019 09:31 von ubot erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: WLAN, System, Netzwerk