Systemback

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Verwenden eines PPAs

  2. Installation von Programmen

  3. Programme starten

  4. Root-Rechte erlangen

  5. Ein Terminalfenster öffnen

Inhaltsverzeichnis
  1. Voraussetzungen
  2. Installation
  3. Verwendung
  4. Problembehebung
  5. Links

./systemback_logo.png Systemback {de} ist ein grafisches Werkzeug, das unter Linux ein Äquivalent zur von Windows bekannten Funktion "Wiederherstellungspunkte" bietet. Darüber hinaus sind Funktionen enthalten, um ein Live-Abbild (ISO-Image; bei Bedarf inkl. der eigenen Daten) zu erstellen. Es kann so auch als Ersatz für Remastersys dienen, das nicht mehr weiterentwickelt wird.

Die Programmoberfläche ist in verschiedene Sprachen übersetzt, seit Mitte 2015 auch auf Deutsch.

Voraussetzungen

Damit das Programm wie erwartet arbeitet, ist die Verwendung eines Linux-Dateisystems zwingende Voraussetzung. Interne und externe Datenträger mit Windows-Dateisystemen wie FAT und/oder NTFS sind nicht geeignet.

Installation

Wiki/Icons/synaptic.png Das Programm ist nicht in den offiziellen Paketquellen enthalten. Darüber hinaus basiert es auf Qt 5, was wiederum mindestens Ubuntu 14.04 erfordert.

PPA

Der Entwickler bietet zur Installation ein "Personal Packages Archiv" (PPA) [1] an.

Adresszeile zum Hinzufügen des PPAs:

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.


Ein PPA unterstützt nicht zwangsläufig alle Ubuntu-Versionen. Weitere Informationen sind der Wiki/Vorlagen/PPA/ppa.png PPA-Beschreibung des Eigentümers/Teams nemh zu entnehmen.

Damit Pakete aus dem PPA genutzt werden können, müssen die Paketquellen neu eingelesen werden.

Nach dem Aktualisieren der Paketquellen kann folgendes Paket installiert werden [2]:

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install systemback 

sudo aptitude install systemback 

Manuell

Das Programm kann auch selbst heruntergeladen und mittels Shell-Skript installiert werden. Über diesem Weg kann der Quellcode überprüft werden.

Verwendung

./systemback_authentification.png Der Programmstart [3] muss mit Root-Rechten [4] erfolgen. Bei Ubuntu-Varianten mit einem Anwendungsmenü ist ein entsprechender Programmstarter unter "System -> Systemback" zu finden. Alternativ können folgende Befehle in einem Terminal [5] benutzt werden:

Darüber hinaus darf beim Programmstart keine Paketverwaltung geöffnet sein!

Da die durch das Programm gestarteten Operationen ja nach Hardware und Datenumfang einige Zeit benötigen, enthalten viele Dialoge eine Schaltfläche "! Abbruch !", mit der die jeweilige Aktion abgebrochen werden kann. Prinzipiell kann das System während der Nutzung von Systemback weiter genutzt werden. Allerdings empfiehlt sich dies nicht unbedingt, da bestimmte Operationen wie z.B. das Einschließen des Homeverzeichnis bei der Erstellung einer Live-CD/-DVD nicht funktionieren können, wenn dort gleichzeitig geschrieben oder gelöscht wird.

Funktionsmenü

./systemback_main.png Zum Verständnis der Arbeitsweise des Programms ist die Kenntnis der Nomenklatur der Funktionen nützlich:

Wiederherstellungspunkte

Über "Neu erstellen" lässt sich ein neuer Wiederherstellungspunkt (Restore Point) anlegen. Je nach Größe des Root-Dateisystems kann das etwas dauern. Gespeichert wird der Wiederherstellungspunkt als Ordner unterhalb von /home/Systemback/. Als Name des Ordners dient eine Kombination aus Datum und Uhrzeit. Nicht enthalten ist der Inhalt von /home/ – faktisch erfolgt also nur eine 1:1-Sicherung (Kopie) der Systemdateien ohne Benutzerdaten. Ein Wiederherstellungspunkt kann ohne Probleme mit einem Dateimanager eingesehen werden. Eine Komprimierung oder ähnliches findet nicht statt.

Solange der Plattenplatz reicht, können beliebig viele Wiederherstellungspunkte angelegt werden. Mit "Highlight" können diese auf Wunsch in eine zweite Liste "Highlighted Restore Points" aufgenommen, mit "Rename" umbenannt oder mit "Delete" wieder gelöscht werden.

Systemwiederherstellung

./systemback_system_restore.png Nach Auswahl eines vorhandenen Wiederherstellungspunkts wird die Schaltfläche "Systemwiederherstellung" aktiv. Die gesicherten Dateien ersetzen dann die jeweils vorhandenen. Theoretisch müssten dabei nach dem Erstellen eines Wiederherstellungspunkt hinzugekommene Dateien erhalten bleiben, solange keine Datei gleichen Namens im Wiederherstellungspunkt enthalten ist. Empfehlenswert nach einer Systemwiederherstellung ist ein Neustart des Rechners, damit Änderungen an der Systemkonfiguration übernommen werden.

Live-System erstellen

Über "Erstelle Live System" wird in zwei Schritten eine bootfähige Abbild-Datei erzeugt. Gespeichert werden die dazugehörigen Dateien in der Voreinstellung unter /home/:

Interessant ist die Option "Nutzerdateien einschließen", mit der Benutzerdaten eingeschlossen werden können. Allerdings darf die Größe 4,4 GiB insgesamt nicht übersteigen, wenn man ein ISO-Abbild erzeugen möchte, das man später auf eine DVD übertragen möchte. Eine .sblive- oder .iso-Datei kann anschließend mit "Ziel schreiben" exportiert werden. Falls man ein Brennprogramm verwendet: keine Daten-CD/-DVD erstellen, sondern die Abbild-Datei (.iso) direkt brennen!

Alternativ können ISO-Dateien auch nachträglich auf einen USB-Stick transferiert werden (siehe Live-USB).

./systemback_settings.png
Einstellungen

./systemback_scheduler.png
Zeitplaner

Problembehebung

Im Falle einer defekten grafischen Oberfläche kann man einen Wiederherstellungspunkt auch mit der Kommandozeile zurückspielen. Der Befehl zum Programmstart lautet [5]:

sudo systemback-cli 

Dann wählt man einen vorhandenen Wiederherstellungspunkt aus oder erstellt einen neuen:

          Systemback grundlegendes Wiederherstellungsbenutzerinterface

 Verfügbare(r) Wiederherstellungspunkt(e):

  B ─ 2016-03-20,00.55.52

 G ─ Neu erstellen
 Q ─ Beenden















                                                                   Kendek, GPLv3