Redmine

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

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Artikel für fortgeschrittene Anwender

Dieser Artikel erfordert mehr Erfahrung im Umgang mit Linux und ist daher nur für fortgeschrittene Benutzer gedacht.

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

  2. Ein Terminal öffnen

  3. Einen Editor öffnen

  4. Rechte für Dateien und Ordner ändern

  5. Root-Rechte

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
      1. Datenbank installieren
      2. Versionsverwaltungsysteme
      3. Anbindung mittels Passenger
    1. Manuell
  2. Konfiguration
    1. Git
    2. Erweiterungen (Plugins)
    3. Themes
  3. Nutzung
  4. Problembehebung
    1. 403 - Forbidden
  5. Links

./redmine_logo.png Redmine 🇬🇧 ist eine flexible Projektmanagement-Lösung, die auf Ruby on Rails aufbaut. Es kann für Benutzer- und Projektverwaltung, Diskussionsforen, Wikis, zur Ticketverwaltung und Dokumentenablage genutzt werden. In diesem Artikel wird sowohl auf die Version 0.x als auch auf die Versionen 1.x und 2.x eingegangen.

Funktionen:

./projekt-seite.png
Weboberfläche von Redmine

Installation

Die Installation aus den Standardpaketquellen ist der einfachste Weg der Installation. Allerdings muss beachtet werden, dass man je nach Ubuntu-Version eine andere Version erhält (siehe auch redmine):

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install redmine 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://redmine

Datenbank installieren

Als Datenbank kann man beispielsweise SQLite verwenden. Die Einrichtung ist schnell und einfach erledigt. Man kann praktisch nichts falsch machen. Als Alternativen sind hier noch MySQL und PostgreSQL aufgeführt. Faktisch kann man fast jede Datenbank verwenden. Dies erfordert aber mehr Arbeit als die hier verwendeten Datenbanken, weil eine Datenbank-Anbindung ( z.B. redmine-sqlite ) benötigt wird.

SQLite

  • redmine-sqlite (universe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install redmine-sqlite 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://redmine-sqlite

MySQL

Hinweis:

Während der Installation werden mehrere Dinge abgefragt. Die Vorgaben sind in den allermeisten Fällen passend.

  • redmine-mysql (universe)

  • mysql-server

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install redmine-mysql mysql-server 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://redmine-mysql,mysql-server

PostgreSQL

  • redmine-pgsql (universe)

  • postgresql

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install redmine-pgsql postgresql 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://redmine-pgsql,postgresql

Hinweis:

Bei Verwendung von PostgreSQL ist zu beachten, dass man bei der Einrichtung entweder einen neuen PostgreSQL-Benutzer zur Einrichtung der Datenbank anlegt oder den standardmäßig von PostgreSQL eingerichteten Benutzer postgres angibt.

Versionsverwaltungsysteme

Redmine unterstützt verschiedene Versionsverwaltungssysteme:

Details zur Installation und weitere Informationen sind den genannten Artikeln zu entnehmen.

Anbindung mittels Passenger

Experten-Info:

Hier geht es um die Konfiguration der Apache-Module mod_rails und mod_rack. Da Redmine auf dem Ruby on Rails Framework aufbaut, ist dies erforderlich.

Zunächst muss noch folgendes Paket installiert werden:

  • libapache2-mod-passenger (universe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install libapache2-mod-passenger 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://libapache2-mod-passenger

Nach der Installation muss folgende symbolische Verknüpfungen gesetzt werden:

sudo ln -s /usr/share/redmine/public /var/www/redmine 

Als nächstes wird die Datei /etc/apache2/mods-available/passenger.conf um folgende Zeile erweitert:

1
PassengerDefaultUser www-data

In der Datei /etc/apache2/sites-available/default werden noch folgende Zeilen ergänzt:

1
2
3
4
<Directory /var/www/redmine>
    RailsBaseURI /redmine
    PassengerResolveSymlinksInDocumentRoot on
</Directory>

Anschließend muss die Seite noch aktiviert und die Konfiguration aktualisiert werden:

sudo a2enmod passenger
sudo service apache2 restart 

Manuell

Man kann sich Redmine auch direkt von der Projekt-Homepage herunterladen und installieren. Der Vorteil ist der, dass man theoretisch unter jeder Ubuntu-Version jede Redmine-Version installieren kann. Dieses ist allerdings deutlich umfangreicher als die hier vorgestellten Anleitungen. Wer sich nicht abschrecken lässt, dem sei angeraten, sich dazu die offizielle Anleitung 🇬🇧 näher anzusehen und diese Schritt für Schritt abzuarbeiten. Man muss allerdings mit einer Reihe von Fehlern rechnen, die man auf dem Weg zum Ziel bewältigen muss.

Konfiguration

Git

Um Git als Versionsverwaltungssystem zu verwenden, muss in den Projekteinstellungen ein Repository hinzugefügt werden. Das Git-Archiv muss sich auf dem lokalen Server befinden. Es muss der absolute Pfad zum Ordner .git des Archivs eingetragen werden. Beispiel:

1
/home/BENUTZER/Git_Projekt/.git

Erweiterungen (Plugins)

Redmine kann mit Erweiterungen ergänzt werden, jedoch ist immer daran zu denken: Je mehr Erweiterungen man installiert, desto schwieriger wird es später, Redmine zu aktualisieren. Im offiziellen Wiki gibt es eine List der Erweiterungen 🇬🇧. Erweiterungen werden grundsätzlich in den Ordner /usr/share/redmine/plugins/ (bei Redmine 2.x) oder /usr/share/redmine/vendor/plugins/ (bei Redmine bis einschließlich Version 1.x) abgelegt. Viele dieser Erweiterungen werden auf Github gehostet. Diese kann man sehr einfach installieren und aktuell halten.

Einige Erweiterungen brauchen Datenbankanpassungen, und dafür muss das Migrationsskript aufgerufen werden:

Um die Installation der Erweiterungen abzuschließen, muss man Redmine neu starten:

sudo service apache2 restart 

Es ist empfehlenswert, die Readme-Dateien der Erweiterungen sorgfältig durchzulesen und diesen Installationsanleitungen zu folgen. Einzelne Erweiterungen benötigen noch, je nach Umfang der Erweiterung, weitere Schritte.

Themes

Um das Aussehen von Redmine zu verändern, gibt es einige Designs, die man herunterladen und installieren kann. Eine Liste der Designs findet man auf der offiziellen Wikiseite Theme List 🇬🇧 von Redmine. Ein Archiv entpackt man in /usr/share/redmine/public/themes/. Nun muss man Redmine "neu starten" (siehe Plugins). Das installierte Design kann nun unter "Administration -> Einstellungen -> Anzeige -> Thema" ausgewählt werden.

Nutzung

Man hat mit Redmine die Möglichkeit, Projekte zu erstellen und diese in Redmine komplett zu verwalten. Die zuständigen Benutzer erhalten durch eine feingranulierte Zugriffskontrolle ihre jeweils benötigten Rechte. Man kann innerhalb eines Projektes beispielsweise

Durch Redmine muss man nicht mehr verschiedene Server aufsetzen und diese einzeln verwalten, sondern kann alles zentral in einem System erledigen. So kann man sich schnell einen Überblick über das Projekt verschaffen. Eine detaillierte Übersicht zur Nutzung und Konfiguration bietet die offizielle Dokumentation 🇬🇧.

Problembehebung

403 - Forbidden

Sollte nach der Installation dieser Fehler auftreten, dann müssen die Berechtigungen überprüft werden.

sudo chmod a+x /usr/share/redmine/public