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Lokale Paketquellen

Paketquellen bestehen aus Einzelpaketen und Indexdateien und stellen Software sowie Softwareaktualisierungen bereit. Normalerweise stehen diese Paketquellen im Internet zur Verfügung. Besteht jedoch keine oder nur eine langsame Internetverbindung, sollte man sich die Einrichtung einer lokalen Paketquelle überlegen.

Lokale Paketquellen sind Paketquellen auf Datenträgern (CD/DVD, USB-Stick, externer Festplatte) oder im LAN. Eine ständige Internetverbindung ist dann selbst bei umfangreichen Installationen nicht mehr nötig, da die Pakete lokal vorhanden sind. Zu installierende oder aktualisierbare Softwarepakete werden aus der lokalen Paketquelle geladen.

Der jeweilige Speicherbedarf der lokalen Paketquelle richtet sich nach Größe und Anzahl der Pakete.

Hinweis:

Clients (=zugreifende Rechner) sind neben realen Rechnern auch "virtuelle Maschinen" (VM): Chroot-Umgebungen (wie z.B. pbuilder-dist), Virtual-Box-Images, usw.

Programme zum Erstellen lokaler Paketquellen

Proxies/Caches (Bündeln von Updates)

./proxy_logo.png

Programme dieser Gruppe verringern die Belastung der Internetanbindung durch Updates, sobald zwei oder mehr Debian-basierte (also auch Ubuntu) Rechner über diesen Zwischenspeicher (Cache/Proxy) auf die gleichen Paketquellen zugreifen. So werden Pakete, die auf mehreren Rechnern benötigt werden, nur einmal aus dem Internet heruntergeladen.

Zu dieser Gruppe gehören:

  • approx

  • apt-cacher-ng - liefert auch auf leistungsschwacher Hardware gute Performance. Das Programm kann auch Paketquellen spiegeln (siehe nächster Abschnitt).

Mirror (Spiegel-Server, eine Paketquelle klonen)

./klonen.png

Diese Programme laden den gesamten Inhalt einer Paketquelle herunter und stellen diese im LAN bereit (HTTP- oder FTP-Server erforderlich). Weiterhin ist es möglich, diese Inhalte auf mobile Datenträger (USB-Stick, ext. Festplatte, CD/DVD, ...) zu übertragen, um nicht vernetzte Rechner mit Software und Updates zu versorgen.

Der Speicherbedarf liegt - je nach gespiegelter Quelle - bei mehreren Gigabyte (GB).

Zu dieser Gruppe gehören:

Eigene Paketquellen (Paketarchiv)

./package_favourite.png

Eigene Paketquellen können zur Veröffentlichung selbst erstellter Pakete angelegt werden, oder zum Bereitstellen einer bestimmten Paketsammlung. Die Paketquellen lassen sich auf Datenträgern anlegen, oder über einen http-Server (z.B. Apache) im Netzwerk/Internet freigeben. Auf einem mobilen Datenträger (USB-Stick, ext. Festplatte, CD/DVD, ...) können sie dazu dienen, nicht vernetzte Rechner mit Software und Updates zu versorgen. Ein eigenes Paketarchiv ist daher nicht nur etwas für Entwickler zur Verbreitung exotischer/selbst kompilierter Pakete. Der Speicherbedarf ist abhängig von Anzahl und Größe der Pakete.

  • APTonCD - erstellt eine lokale Paketquelle auf CD/DVD

  • reprepro - Programm zum Erstellen einer eigenen Paketquelle, welche auch über einen Server im lokalen Netzwerk oder im Internet freigegeben werden kann

  • Eigene Paketquelle anlegen - erstellt Indexdateien für ein Verzeichnis (dieses kann über einen http-Server im LAN/Internet freigegeben werden)

  • apt-medium 🇬🇧 - einfaches Skript, braucht nicht installiert zu werden, läuft mit der jeweiligen lokalen Konfiguration und benötigt keine Serverprozesse

Diese Revision wurde am 5. Oktober 2018 19:51 von BillMaier erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Übersicht, System, Paketverwaltung