LocoTeam/UWR/2009-09

Der Ubuntu-Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche um Ubuntu herum Revue passieren. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem die Veröffentlichung von Jaunty Jackalopes Alpha 5, die Suche nach Jaunty-Countdown-Bannern sowie der Vormarsch von Open Source in Europa. Viel Spaß beim Lesen!


Inhaltsverzeichnis
  1. Top-Nachrichten
  2. Rund um Ubuntu
    1. Anleitungen
    2. Aus den Nachrichten
    3. Aus der Blogosphäre
    4. Fehlerstatistiken
  3. Neues von Jaunty Jackalope
  4. Neues aus der Linux-Welt
  5. Treffen und Veranstaltungen
  6. Mitwirkende

Top-Nachrichten

Ubuntu 9.04 "Jaunty Jackalope": Alpha 5 erschienen

Die fünfte Version des "Lebhafter Jackalope" ist pünktlich am 26. Februar erschienen. Neben Aktualisierungen von Paketen und Software, erhielt auch die Benachrichtigungsfunktion 🇬🇧 einige Fehlerbereinigungen und unterstützt immer mehr Programme; so beispielsweise von Pidgin und der Lautstärkeanzeige. Außerdem wurde die Größe der Schriften an den angeschlossenen Monitor angepasst und ist damit nicht mehr fest auf 96 dpi eingestellt. Die in den vorigen Alphaversionen eingeführte Unterstützung für das Dateisystem ext4 wurde erweitert, so dass nun auch das Programm GParted damit zurechtkommt. Die nächste Alpha, dann in Version 6, soll am 12. März erscheinen.

Quellen: Ikhaya, Pro-Linux, LinuxCommunity, Golem

Rund um Ubuntu

Anleitungen

Jaunty's Benachrichtigungsanzeige unter Intrepid benutzen

In ein paar Schritten kann man das neue Benachrichtigungsfenster auch unter Ubuntu 8.10 einrichten:

cd ~
sudo apt-get install bzr gnome-common automake libnotify-bin
bzr branch lp:notify-osd
cd notify-osd
./autogen.sh
make

Achtung!

Fremdpakete können das System gefährden.

Anschließend startet man notify-osd:

killall notification-daemon; ~/notify-osd/src/notify-osd

Im notify-osd-Ordner ist ein Testskript mit dem man das Ganze dann auch ausprobieren kann:

~/notify-osd/src/send-test-notification.sh

Um das neue Benachrichtigungsfenster dauerhaft nutzen zu können, muss noch ein Startskript geschrieben werden.

Achtung!

Dies ist eine Entwicklungsversion für Tester und Entwickler und sollte nicht zum produktiven Einsatz verwendet werden!

Quelle: AnotherUbuntuBlog 🇬🇧 , Zefanjas Blog, Alex Rybicki's Blog 🇬🇧

20 neue Ratschläge für KDE 4.2

Lange hat es gedauert, bis KDE 4 veröffentlicht wurde. Ein Jahr danach gibt TuxRadar 🇬🇧 zwanzig neue Ratschläge, die den einen oder anderen Stolz auf das, was Open Source erreichen kann, werden lassen.

Quelle: TuxRadar 🇬🇧

KDE 4.2 unter Ubuntu 8.10 installieren

KDE 4.2 aka "The Answer" ist nun eine für den Endanwender geeignete KDE-Version. Alle Änderungen kann man im Visual Guide 🇬🇧 begutachten. Falls man bereits eine Beta-Version oder einen Release Candidate installiert hat, kann man mit sudo apt-get update bzw. sudo apt-get dist-upgrade die bereits installierte Version aktualisieren. Ansonsten muss man, falls installiert, das Paket koffice-data-kde4 entfernen. Danach passt man die sources.list durch sudo gedit /etc/apt/sources.list (bzw. mit einem anderen Editor) an und fügt die Zeile deb http://ppa.launchpad.net/kubuntu-experimental/ubuntu intrepid main hinzu. Anschließend speichert man und schließt den Editor.

Durch den Befehl "gpg --keyserver keyserver.ubuntu.com --recv-keys 493B3065 && gpg --export -a 493B3065 | sudo apt-key add -" fügt man den Schlüssel für das signierte Paket hinzu. Als letztes muss man nur noch die Paketquelle aktualisieren (sudo apt-get update) und das Paket kubuntu-desktop mittels sudo apt-get install kubuntu-desktop installieren. Zum Schluss meldet man sich ab und startet den X-Server mit Alt + E neu.

Quelle: UbuntuGeek 🇬🇧

Benachrichtigungen mit anderen Themes nutzen

Ohne das Human Theme bekommt man unter Jaunty eine transparente schwarze Box als Benachrichtigungs PopUp, da die Icons in keinem anderem Theme vorhanden sind. Durch einfachs Anhängen des Human Themes in der "Erbschaft" der index.theme (z.B.: "Inherits=gnome,Human") muss man ab sofort nicht mehr die Icons nach einer Aktualisierung des human-icon-theme Paketes neu umkopieren.

Quelle: AnotherUbuntuBlog 🇬🇧

Mehrere Desktop-Umgebungen auf einem installierten Linux verwenden

AnotherUbuntuBlog 🇬🇧 macht auf ein Video von Shawn Powers ("The Associate Editor for Linux Journal") aufmerksam. Das englischsprachige Video zeigt, wie leicht man unter Ubuntu bzw. Linux verschiedene Arbeitsumgebungen benutzen kann.

Quelle: AnotherUbuntuBlog 🇬🇧

DDOS Angriff unter Ubuntu blockieren

Marc's Linux Howtos 🇬🇧 zeigt, wie man einen DDOS Angriff unter Ubuntu abwehren kann. Dazu wird das Programm PSAD 🇬🇧 eingerichtet, das die Logdateien von iptables auswertet und daraus eine Blockliste erstellt. Das Problem dabei ist, dass nicht alle Pakete protokolliert werden dürfen, da ansonsten die Servergeschwindigkeit leiden würde. So wird mittels iptables-Regeln nur verdächtiger Verkehr protokolliert.

Quelle: Marc's Linux Howtos 🇬🇧

Gnome Do in drei Minuten installieren

TuxRadar 🇬🇧 zeigt in einer ausführlichen und bebilderten Anleitung, wie man in einfachen Schritten GNOME Do installieren kann. Zudem wird noch auf einige der Funktionen und Plugins eingegangen.

Quelle: TuxRadar 🇬🇧

Plymouth mittels PPA in Ubuntu testen

In Jaunty wird Plymouth noch nicht verfügbar sein, hält jedoch mit "Karmic Koala" Einzug und löst somit den Startbildschrim Usplash beim Hochfahren des Rechners ab. Plymouth kann bereits unter Jaunty mittels PPA getestet werden:

https://launchpad.net/~plymouth-dev/+archive/ppa

Achtung!

Fremdpakete können das System gefährden.

Den benötigten Kernel 2.6.29 kann man entweder hier herunterladen oder man installiert das mittlerweile verfügbare Paket.

Achtung!

Dies ist eine Entwicklungsversion für Tester und Entwickler und sollte nicht zum produktiven Einsatz verwendet werden!

Plymouth verbraucht zwar mehr Rechenleistung als Usplash, beeinflusst die Bootzeit jedoch nicht.

Quelle: AnotherUbuntuBlog 🇬🇧

Aus den Nachrichten

Brilliant Brainstorms (#49)

LinuxLoop 🇬🇧 veröffentlicht einmal die Woche, die aus ihrer Sicht interessantesten Brainstorm-Ideen 🇬🇧 . Diese Woche wurden folgende Ideen als sehr interessant bewertet:

Abstimmen kann man, nachdem man sich bei Brainstorm angemeldet hat. Das Portal ist eine tolle Möglichkeit, als Benutzer "direkten" Einfluss auf die Entwicklung Ubuntus zu nehmen. Ikhaya berichtete auch über die Neuerungen bei Brainstorm.

Quelle: Linux Loop 🇬🇧

Aus der Blogosphäre

Ubuntu Server für den Schlafmodus einrichten

Mark Shuttleworth, der "Vater" von Ubuntu, ist bei der Ankündigung 🇬🇧 von der nächsten Ubuntuversion "Karmic Koala" auf den Energieverbrauch eingegangen. Somit soll Ubuntu 9.10 mehr Energie sparen und damit die Umwelt schonen. Entwickler Dustin Kirkland 🇬🇧 hat Wake on LAN auf der aktuellen Version von Ubuntu Server eingerichtet und erreichte damit eine bis zu 80 prozentige Energieeinsparung. Das System kann innerhalb fünf Sekunden wieder hochgefahren werden. In seinem Blog beschreibt er in mehreren Schritten, wie man das Ganze einrichtet und anwendet.

Quelle: From the Canyon Edge 🇬🇧

Warum ein neues Aussehen und Design von "Karmic Koala" wichtig ist

Linux Loop 🇬🇧 führt zwei Gründe an, weshalb es wichtig ist, das Aussehen und Design von der im Oktober erscheinenden Ubuntu-Versiob 9.10 ("Karmic Koala") zu ändern beziehungsweise neu zu definieren. Mark Shuttleworth, der Chef Canonicals, kündigte 🇬🇧 diesen von der Gemeinschaft lange erwarteten Schritt vor kurzem an. Zusammenfassend gibt Linux Loop an, dass es dem Image Ubuntus gut tun würde und einen Zustrom an neuen Anwendern geben könne.

Quelle: Linux Loop 🇬🇧

Ubuntu Translators übersetzen auch Upstream

Adi Roiban macht darauf aufmerksam, dass das Ubuntu Translation Team nicht nur Downstream-Übersetzungen (Übersetzungen für Ubuntu) durchführt beziehungsweise prüft, sondern diese Aufgabe auch für andere Projekte, die auf Launchpad gehostet werden (Upstream), wahrnimmt. Eine Übersicht dieser Projekte findet sich auf der Seite des Launchpad-Teams 🇬🇧.

Quelle: Adi Roiban's Blog 🇬🇧

Stracciatella GNOME session

Martin Pitt, einer der Ubuntu-Entwickler, beschreibt in seinem Blog 🇬🇧 eine einfache Möglichkeit, die neuesten Upstreams von GNOME zu testen, die nur wenige Ubuntu-Modifikationen beinhalten. Diese "gnome-stracciatella-session" soll Anwender ansprechen, die ihre Anwendungen lieber in der traditionellen GNOME-Umgebung nutzen möchten. Martin erklärt auch, warum er diese Session Stracciatella genannt hat: "Ich benannte es nach der leckeren Eissorte, die größtenteils aus Vanille (GNOME) besteht, dafür aber mit einigen Schokostreuseln (Ubuntu) gespickt ist".

Quelle: Martin Pitts Blog 🇬🇧

Fehlerstatistiken

Fehlerberichte, an denen nicht aktiv gearbeitet wird, sind hier nicht aufgeführt. Dazu gehören Fehler, für die bereits eine Lösung exisitiert die jedoch noch nicht geprüft oder implementiert wurde.

Neues von Jaunty Jackalope

Neuer Login-Screen und andere Neuigkeiten

Softpedia 🇬🇧 hat einige erste grafische Eindrücke der kommenden Ubuntu-Version veröffentlicht. Der Artikel zeigt die Änderungen des Updates vom 24. Februar, die unter anderem auch das Theme des GNOME Display Managers betreffen. Dieses Login-Theme namens "Human" ist schwarz, hat ein Ubuntu-Logo in der rechten unteren Ecke und wurde von Kenneth Wimer und Mat Tomaszewski für Canonical erstellt. Softpedia zeigt außerdem einen Screenshot des Ubiquity Installers und den neuen Benachrichtigungen. In einem weiterem Artikel 🇬🇧 kann man noch mehr Bilder der fünften Alphaversion betrachten.

Quelle: Softpedia 🇬🇧 , Softpedia (Screenshots) 🇬🇧

Ubuntu 9.04 Countdown-Banner gesucht

Für das kommende Ubuntu Jaunty wird nach einem Countdown Banner gesucht. Dabei ist die Community gefragt. Seit Ubuntu 8.10 ist die Community dazu aufgerufen beim Bannergestalten mitzumachen. So wurde damals unter den vielen Beiträgen zwei von Thorsten Wilms herausgesucht. Auch simpson-fan hat in seinem Blog ein paar Countdown-Banner zusammengestellt.

Quelle: The Fridge 🇬🇧

Neues aus der Linux-Welt

Linux-Steckdosen-PC verwaltet Heimnetzwerk

Der Chiphersteller Marvell bietet leistungsfähige Linux-Heimserver in Steckernetzteilgröße und mit einem umweltfreundlichen Stromverbrauch von unter 5 Watt an. Auf dem Mainboard des direkt an eine Steckdose zu hängenden Rechners sitzen 512 MB RAM und 512 MB Flash-Speicher für Betriebssystem und andere Software. Externe Laufwerke lassen sich über einen USB-Port anschließen, womit der Steckdosen-PC dann auch zum stromsparenden Medienserver werden kann. Der Anschluss an das Heimnetzwerk erfolgt über eine Gigabit-Ethernet-Schnittstelle.

Quellen: Pro-Linux, LinuxCommunity, Standard, Golem

Unix-Desktopumgebung Xfce 4.6 erschienen

Nach zweijähriger Entwicklungszeit wurde Xfce 4.6 freigegeben und folgt damit auf Version 4.4. Die neue Version wartet mit einigen interessanten Verbesserungen in unterschiedlichen Bereichen auf: Eine der bedeutendsten Neuerungen dürfte das Konfigurationssystem "Xfconf" sein, welches das bis Version 4.4 genutzte MCS-System ablöst. Außerdem herausstechend ist der Lautstärkeregler "Xfce4-mixer" (Sound Mixer), welcher in der neuen Version simultan mehrere Soundkarten und Soundsysteme unterstützt. Mehrere Verbesserungen gibt es auch bei Thunar, dem Dateimanager von Xfce. Nicht eingebundene Laufwerke werden leicht ausgegraut dargestellt und sind somit besser von den eingebundenen zu unterscheiden.

Quelle: Golem, Pro-Linux, Standard, LinuxCommunity, Ikhaya

Open Source in den Niederlanden, Großbritannien, Berlin und Amsterdam

Laut dem niederländischen Außenhandelsminister Frank Heemskerk bieten offene Standards so viele langfristige Vorteile, darunter Interoperabilität und niedrigere Kosten, dass die Umstiegskosten keine Ausrede sein dürfen, bei proprietärer Software zu bleiben. Der Minister, dessen Behörde den "Aktionsplan Heemskerk" entwickelt hat, äußerte sich damit zu einer Anfrage der Stadt Utrecht. Der niederländische Außenhandelsminister befürwortet den Umstieg auf freie Software auch dann, wenn dadurch hohe Umstiegskosten entstehen.

Aus einem Bericht der BBC 🇬🇧 geht hervor, dass Großbritanniens Regierung im öffentlichen Sektor vermehrt Open-Source-Software (OSS) einsetzen lassen will. Laut Tom Watson, Minister für digitales Engagement, ist quelloffene Software ebenso ausgereift wie proprietäre Software.

Ins gleiche Horn bläst auch die Technologiestiftung Berlin (TSB). Dies wurde nun in einer Studie veröffentlicht, die vom TSB durchgeführt wurde. Ein Mehrheit von zwei Dritteln aller Umfrageteilnehmer sehen die hohe Qualität, eigene Überzeugung und nicht zuletzt wirtschaftliche Gründe als Argumente für Open Source.

Auch Amsterdams Stadtverwaltung springt auf den Open-Source-Zug auf und stellt die eigene Telefonanlage komplett auf ein auf Asterisk basierendes VoIP-System um. Insgesamt werden die 18.000 Telefone der Behördenmitarbeiter durch VoIP-Telefone ersetzt.

Quellen: Pro-Linux, Golem, Pro-Linux, LinuxCommunity, Pro-Linux, Linux Magazin

Kurz zusammengefasst: Linux-Tipps

TuxRadar 🇬🇧 hat drei Artikel veröffentlicht, die beschreiben, wie man diverse Problem lösen kann und Fehlern schneller auf die Schliche kommen kann:

Quelle: TuxRadar 🇬🇧

Treffen und Veranstaltungen

Termine vom 04.03.2009 bis 15.03.2009
Name Ort Datum Uhrzeit
Monatsstammtisch Ubuntu-Berlin Berlin, c-base Mi, 04.03.2009 19:00 Uhr
Anwendertreffen Dortmund Dortmund, Kronenstübchen Do, 05.03.2009 19:00 Uhr
Bug Jam mit Daniel Holbach Berlin, c-base e.V. Di, 10.03.2009 17:00 Uhr
Stammtisch der LUG Langen Langen, Alte Scheune Mi, 11.03.2009 19:00 Uhr
Anwendertreffen München München, Froschkönig Fr, 13.03.2009 19:00 Uhr
Chemnitzer Linux-Tage Chemnitz, TU Chemnitz Sa, 14.03.2009
So, 15.03.2009
12:00 Uhr
11:00 Uhr
Offener Samstag Schweiz Basel Sa, 14.03.2009 14:00 Uhr
Ubuntu-Stammtisch Bad Kreuznach Rüdesheim, Schützenhaus Sa, 14.03.2009 17:00 Uhr
Anwendertreffen Mannheim Mannheim, Alte Feuerwache Sa, 14.03.2009 19:00 Uhr

Mitwirkende


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Teile des UWR basieren auf Meldungen, die dem Ubuntu Weekly Newsletter #131 🇬🇧 entnommen sind.