JabRef

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

  1. Installation von Programmen

Inhaltsverzeichnis
  1. Installation
    1. Aus den Paketquellen
    2. Von Hand
  2. Konfiguration
  3. Benutzung
  4. Links

./JabRef-icon-48.png JabRef 🇬🇧 ist eine Literaturverwaltung, die Daten im BibTeX-Format speichert. Die Anwendung ist ein Java-Programm und daher sowohl unter Linux als auch unter Mac und Windows einsetzbar. Meist verwendet man BibTeX in Verbindung mit LaTeX.

Insbesondere bietet sie die Möglichkeit, direkt von einem USB-Stick gestartet zu werden, ohne dass eine Installation notwendig ist. Daher ermöglicht es JabRef, Literaturverzeichnisse ständig bei sich zu haben. Mit jedem Eintrag können auch mehrere Dateien verknüpft werden, so dass beispielsweise als PDF gespeicherte Dokumente ebenfalls an jedem Ort direkt aus der Literaturverwaltung geöffnet werden können. Für Nutzer aus Medizin und Naturwissenschaften erlaubt JabRef den direkten Import von Einträgen aus PubMed.

JabRef selbst ist freie Software, steht unter der GPL2 und befindet sich im universe in Ubuntu (und main in Debian).

Installation

Oberfläche des Programms JabRef.png

Aus den Paketquellen

JabRef kann direkt aus den Paketquellen installiert [1] werden:

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install jabref 

Oder mit apturl die Pakete installieren. Link: apt://jabref

Von Hand

JabRef kann ebenso von Hand installiert werden. Dazu richtet man sich am besten nach der offiziellen Installationsanleitung 🇬🇧.

Nach Stand vom Juli 2019 erfordert JabRef dazu eine Java-Laufzeitumgebung (JRE), welche der Version 8 entsprechen muss (siehe JabRef/jabref/issues/2594) und dazu passendem OpenJFX. Letzteres installiert man aus den Paketquellen mit

sudo apt install openjfx=8u161-b12-1ubuntu2 libopenjfx-jni=8u161-b12-1ubuntu2 libopenjfx-java=8u161-b12-1ubuntu2 

Hinweis!

Fremdsoftware kann das System gefährden.

Als nächstes lädt man sich von der Download-Seite 🇬🇧 ⮷ die neuste Version als .jar herunter und verschiebt sie auf seiner Festplatte an einen Platz seiner Wahl. /opt/ bietet sich beispielsweise an.

Dann kann JabRef mit dem Befehl

java -jar Dateiname.jar 

gestartet werden.

Funktioniert das nicht direkt, muss man ggf. mit folgendem Befehl noch die verwendete Java Version auf 8 festlegen:

sudo update-alternatives --config java 

Konfiguration

Zuerst einmal möchte man ein paar grundlegende Einstellungen vornehmen, welche man unter "Options → Preferences" findet. Hier sollte man als erstes unter "General → Language" die Sprache auf deutsch umstellen und JabRef neu starten. Danach sollte JabRef nun in deutscher Sprache erscheinen und man gelangt über "Optionen → Einstellungen" wieder in das Menü zurück.

Wer möchte, kann JabRef auch zwingen, sich dem gewählten GTK-Stil anzupassen. Hierzu unter "Optionen → Einstellungen → Erscheinungsbild" „anderes "look and feel" benutzen“ und com.sun.java.swing.plaf.gtk.GTKLookAndFeel auswählen.

Für den Anfang kann man unter "Spaltenanordnung" vielleicht noch einstellen, was in der Hauptansicht dargestellt wird.

Benutzung

Die Benutzung an sich ist recht einfach. Man kann bestehende BibTeX-Dateien öffnen oder neue erzeugen. Dann kann man Datensätze als BibTeX und aus zahlreichen anderen Formaten importieren. Genauso kann man von Hand neue Einträge anlegen. Man kann Einträge sogar direkt nach Lyx, Kile, Vim, Emacs, WinEdt und LatexEditor live in das geöffnete Dokument hinein exportieren.

Außerdem bietet JabRef die Möglichkeit mit externen Import- und Export-Filtern weitere Formate zu unterstützen. Es können direkt aus JabRef heraus Online-Bibliotheken abgefragt werden und es lässt sich durch Plugins erweitern.