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GpsPrune

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:


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Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

gpsprunelogo_big.png

GpsPrune 🇬🇧 lädt Trackdaten aus verschiedenen Formaten (z.B. gpx, kml und txt) oder vom GPS-Gerät durch GPSBabel, und stellt sie über eine Karte von Openstreetmap dar. Es erlaubt das Editieren von Daten (z.B. Punkte löschen, markierten Bereiche löschen, Punktenamen anpassen) und das Konvertieren in andere Formate. Zudem kann es Fotos mit Punkten verknüpfen und ExifTool verwenden, um die Koordinaten zu speichern. Mit Java3d kann es auch dreidimensionale Darstellungen zeigen.

./GpsPrune.png

Installation

aus den Paketquellen

GpsPrune ist in den Paketquellen von Ubuntu enthalten[1]:

  • gpsprune (universe)

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install gpsprune 

Oder mit apturl installieren, Link: apt://gpsprune

manuell

Es wird Java in der Version 1.6 oder neuer benötigt. Das Programm kann als .jar-Datei von der Projektseite 🇬🇧 herunterladen werden und dann mit Java direkt ausgeführt werden[3]:

java -jar gpsprune_XX.jar 

XX ist dabei durch die Nummer der heruntergeladenen Version zu ersetzen.

Bedienung

Nach erfolgreicher Installation, aus den Paketquellen, findet man das Programm im Xfce-Menü unter "Menü → Bildung → GpsPrune". Unter dem Reiter "Datei" können nun .gpx Dateien vom Computer oder Daten vom GPS-Gerät in das Programm geladen werden. Je nach verwendeten GPS-Gerät ist eine udev-Regel zu erstellen.

./GpsPrune-Tipp.png Mit dem Reiter "Ansicht" kann die Karte "Karte zeigen" von OpenStreetMap angezeigt werden. Zoomt man nun in der Karte wird von GpsPrune ein Tipp angezeigt.

Mit den anderen Reitern des Programms können nun Tracks und Wegpunkte bearbeitet werden.

Probleme und Lösungen

Fehler nach Bearbeitung von gpx-Dateien

Falls es bei der Bearbeitung von importierten Tracks im .gpx-Format zu fehlerhaften Darstellungen kommt (z.B. Track-Punkte nach Veränderungen wild durcheinander gewirbelt werden, ohne dass dies allerdings in der aktuellen Darstellung sichtbar ist, sondern erst nach Aufruf des tracks in einem anderen Programm oder gpsprune-Fenster sichtbar wird), hilft es, den Track in der selben Sitzung im .kml-Format abzuspeichern, erneut aufzurufen und dann nochmals als .gpx zu exportieren. Ggf. müssen die Höhendaten (falls relevant) neu errechnet werden. Positiver Nebeneffekt: Die Dateigröße der so erstellen .gpx-Datei schrumpft um bis zu 25%.

OpenCycleMap in neueren Versionen nicht mehr vorhanden

Leider ist die Verwendung der OpenCycleMaps seit Version 19.2 (in Ubuntu 20.04) nicht mehr vorgesehen; stattdessen wird "Cycle Trails" angeboten. Wer Wert auf die OpenCycleMaps legt, kann aber unter Focal das bionic-Paket händisch installieren (und per Apt-Pinning die nicht erwünschte Aktualisierung verhindern).

Eine andere Möglichkeit besteht darin, eine "eigene" Karte einzurichten, ("Einstellungen → Karte Hintergrund setzen → Neue Kartenquelle Hinzufügen" und dort die Adresse https://tile.thunderforest.com/cycle/ einzutragen. Die Verwendung eines eigene API-Keys funktioniert allerdings leider nicht (beziehbar über https://www.thunderforest.com/ 🇬🇧); anscheinend ist das von dem Projekt nicht gewünscht (siehe Whishlist 🇬🇧, Eintrag ganz unten vom September 2019). Die Einblendungen "API-Key required" lassen sich also auch mit eigenem Key nicht vermeiden; mit der beschriebenen Methode kann aber bei entsprechendem Eintrag der Zoomfaktor bis Stufe 20 verwendet werden. Danach ist es sinnvoll, die Einstellungen zu speichern (die Konfigurationsdatei .pruneconfig liegt dann im Homeverzeichnis).

Diese Revision wurde am 11. Dezember 2020 21:26 von Heinrich_Schwietering erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Openstreetmap, GPS