linux-backports-modules ist ein Meta-Paket, das von neueren Kerneln zurückportierte Treiber nachzieht, um die Hardware-Unterstützung für Ubuntu-Versionen nach deren Veröffentlichung weiter zu verbessern. Das Paket ist insbesondere für Notebook-Besitzer und deren WLAN-Karten interessant; ein bekannter Treiber ist z.B. der Ath5k, der für die Atheros-Chipsätze geschrieben wurde. Doch außer diesem Treiber gibt es noch etliche andere Treiber, die in diesem Paket enthalten sind.
Um herauszufinden, welcher Chipsatz in der WLAN-Karte enthalten ist, gibt man folgenden Befehl im Terminal ein: [2]
Für eine PCI-Steckkarte:
lspci -nn | grep -i net
Für einen USB-Stick:
lsusb
Das Paket ist seit Ubuntu 8.10 Intrepid Ibex in den Paketquellen enthalten und kann über das folgende Paket installiert werden [1].
linux-backports-modules-cw-2.6.39-natty-generic Natty
linux-backports-modules-wireless-maverick-generic Maverick
linux-backports-modules-wireless-lucid-generic Lucid Lynx
für die nachfolgenden Entwicklerversionen ab Ubuntu 10.10 kann entsprechend verfahren werden. Der Release-Name muss nur entsprechend angepasst werden.
Das Paket ist derzeit nur unter der Bezeichnung linux-backports-modules-compat-wireless-2.6.36-2.6.35-23-generic zu beziehen. Näheres dazu auch hier: 681727. Für Kernel 2.6.35-24 kann das Paket wieder als linux-backports-modules-wireless-maverick-generic installiert werden.
Beispiel für Ubuntu 10.04 LTS Lucid Lynx. Eine funktionierende Internetverbindung ist dazu erforderlich.
Als Metapaket
sudo apt-get install linux-backports-modules-wireless-lucid-generic
Oder nur zur momentan verwendeten Kernelversion passend
sudo apt-get install linux-backports-modules-wireless-$(uname -r)
Die linux-backports-modules befinden sich auf der Live-CD/DVD. Es ist daher nicht zwingend notwendig, eine Internetverbindung zu erstellen. Und so installiert man die linux-backports-modules von der CD/DVD:
Unter "System -> Systemverwaltung -> Software Quellen" entfernt man die Quellen "main, universe, restricted, multiverse" und lädt die Quellen neu.
Man fügt die Live-CD/DVD in das Laufwerk ein und startet Synaptic.
Nachdem Synaptic die CD/DVD geladen hat, kann man wie gewohnt das Paket linux-backports-modules installieren [1].
Sobald das Paket installiert wurde, kann man die CD/DVD entfernen und die Quellen "main, universe, restricted, multiverse" wieder aktivieren.
Die Pakete können auch mit einem anderen Rechner oder über Windows direkt vom Server
geholt werden, sollte unter Ubuntu eine Verbindung nicht möglich sein. Die benötigte Distribution auswählen und nach linux-backports-modules-wireless suchen lassen.
Zu beachten ist, dass nicht schon andere Kernelmodule für die vorhandene Karte aktiv sind. Falls dies der Fall ist, sollte man die Module deinstallieren und in der Blacklist aufnehmen.
Hinter jedem Chipsatz, der erfolgreich mit den Linux-backports-modules getestet wurde, bitte ein
setzen.
| Linux-backports-modules | |
| Treiberbeschreibung | Chipsatz |
| ath5k | AR2413, AR242x |
| ath9k | AR5008X, AR9220, AR9285 |
| b43 + b43legacy | broadcom bcm_43xx |
| b44 | broadcom b44xx |
| ipw2100 | Intel Pro/Wireless 2100 |
| ipw2200 | Intel Pro/Wireless 2200 |
| iwl3945 | Intel Pro/Wireless 3945ABG |
| iwlagn | Intel Pro/Wireless 4965ABG und 5xxx-Serie |
| zd1211rw | ZyDAS ZD1211 |
| rt2400pci | Ralink RT24xx |
| rt2500pci + rt2500usb | Ralink RT25xx |
| rt2x00pci + rt2x00usb | Ralink RT2x00 |
| rt61pci | Ralink rt61 |
| rt73usb | Ralink rt73 |
| rtl8180 | Realtek RT8180 |
| rtl8187 | Realtek RTL8187 |
| mac80211_hwsim | Mac80211 |
| p54pci + p54usb | Prism 54 / GT / Duette / Indigo |
| mwl8k | Marvell 88w8xxx |
| at76c50x-usb | Atmel at76c50x |
| adm8211 | ADM8211 |
Teilweise werden ab Ubuntu 10.04 Lucid Lynx noch zusätzliche unfreie Firmware-Dateien benötigt, die von den Entwicklern aus Lizenzgründen ausgelagert wurden. Diese lassen sich über das Paket linux-firmware-nonfree nachinstallieren.
Diese Revision wurde am 3. Oktober 2011 11:47 von Heinrich Schwietering erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen:
Netzwerk, System, Kernel
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