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uShare

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

uShare {en} ist ein UPnP-Media-Server. Er ist die Server-Komponente, die UPnP-Media-Geräte mit Informationen über verfügbare Multimedia-Dateien wie auf Bilder, Videos oder Musik-Dateien bedient. Es wurde entwickelt, um Zugriff auf Multimedia-Inhalte zu bieten. Somit ist es möglich, über ein Webradio seine Musiksammlung zu hören, oder auf der Xbox360 seine Filme anzusehen. uShare ist freie Software - es ist unter den Bedingungen der GNU General Public License (GPL) lizensiert.

Hinweis:

z.Z. ruht die Entwicklung von uShare. (s. Statement auf der Homepage)

Installation

Folgendes Paket muss installiert [1] werden:

  • ushare

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

Konfiguration

Installations-Assistent

Grundsätzlich existiert für das Programm ein Konfigurationsassistent, der nach der Installation mit dem Kommando [2]

sudo dpkg-reconfigure ushare 

aufgerufen werden kann.

Im ersten Schritt stellt man so den Namen des Mediaservers ein, unter den man diesen hinterher ausfindig machen kann. Im nächsten Schritt stellt man das Netzwerkinterface ein, auf dem der Mediaserver laufen soll. Sollte an dieser Stelle das gewünschte Interface nicht auftauchen, so muss man dieses hinterher manuell einstellen. Im letzten Schritt stellt man die Ordner ein, die über den Mediaserver erreichbar sein sollen. Mehrere Order werden hierbei durch ein Komma getrennt.

Erweiterte Konfiguration

Um auf die erweiterten Einstellungsmöglichkeiten von uShare zugreifen zu können, muss das Programm manuell konfiguriert werden. Die erweiterte Konfiguration wird nötig, wenn man beispielsweise mit einer Xbox360 auf den Server zugreifen möchte. Dazu öffnet man mit einem Editor die Datei /etc/ushare.conf mit Root-Rechten [3].

Prinzipiell sind alle Zeilen in der Datei selbst beschrieben; eine Konfiguration könnte beispielsweise wie folgt aussehen:

USHARE_NAME=Ubuntu_Media_Server # Hier steht der Name des Servers.
USHARE_IFACE=eth0 # Netzwerkinterface, das benutzt werden soll.
USHARE_PORT=49200 # Der Port, auf dem der Server laufen soll.
USHARE_TELNET_PORT=1337 # Sollte man via Telnet auf den Server zugreifen sollen, wird hier der entsprechende Port eingestellt
USHARE_DIR=/media/share1,/media/share2 # Verzeichnisse, die der Server mit anderen Geräten teilen soll.
USHARE_ENABLE_WEB=yes # Webinterface aktivieren (ja/nein)?
USHARE_ENABLE_TELNET=no # Muss aktiviert sein, um via Telnet den Server bedienen zu können.
USHARE_ENABLE_XBOX=yes # Xbox360-Support. Muss aktiviert sein, wenn man mit der Xbox360 auf den Server zugreifen möchte.
USHARE_ENABLE_DLNA=no # Muss aktiviert sein, wenn man mit einer Playstation 3 auf den Server zugreifen möchte.

Hinweis: USHARE_ENABLE_DLNA muss bei Benutzung mit einer Xbox 360 deaktiviert sein, andernfalls kann man nicht auf seine Dateien zugreifen!

Benutzung

Starten und Stoppen von uShare

Um uShare zu starten, führt man

sudo service ushare start 

in einem Terminal aus. Das Kommando, um den Server zu stoppen, lautet:

sudo service ushare stop 

Möchte man uShare automatisch mit dem Computer starten, so führt man

update-rc.d ushare defaults 

aus.

Bedienung im Terminal

Man kann uShare auch ohne Root-Rechte vom Terminal aus bedienen oder in eigene Skripte integrieren.

Kommandozeilenparameter
Parameter Funktion
-n, --name=NAMEName des UPnP Streams (Standardeinstellung ist uShare).
-i, --interface=IFACEBenutze IFACE Netzwerk Interface (Standardeinstellung ist eth0).
-f, --cfg=DATEIKonfigurationsdatei DATEI benutzen.
-p, --port=PORTPORT den der HTTP-Server benutzen soll.
-q, --telnet-port=PORTPORT, den der TELNET-Server benutzen soll.
-c, --content=PFADPFAD zu den Multimedia-Dateien (Standardeinstellung ist "./").
-w, --no-webKein Web-Interface bereitstellen.
-t, --no-telnetKontrolle über TELNET abschalten.
-o, --override-iconv-errWenn iconv den Namen nicht auflösen kann, trotzdem Media-Inhalte hinzufügen.
-v, --verboseAusführliche Ausgabe einschalten.
-x, --xboxXboX-360-kompatibles Profil benutzen.
-d, --dlnaDLNA-kompatibles Profil benutzen (für die PlayStation3).
-D, --daemonAls Daemon ausführen.
-V, --versionProgrammversion von uShare anzeigen.
-h, --helpHilfetext anzeigen

Eine einfache Befehlszeile könnte also wie folgt aussehen:

ushare -D --name=Ubuntu_Media_Server --content=/home/USER/Musik 

Das Programm läuft dann, bis es mittels kill beendet wird. Man kann uShare auch über eine graphische Oberfläche starten stream2ip.

Unterstützte Formate

uShare unterstützt die folgenden Dateiformate:

  • Video: asf, avi, dv, divx, wmv, mjpg, mjpeg, mpeg, mpg, mpe, mp2p, vob, mp2t, m1v, m2v, m4v, m4p, mp4ps, ts, ogm, mkv, rmvb, mov, qt, hdmov

  • Audio: aac, ac3, aif, aiff, at3p, au, snd, dts, rmi, mp1, mp2, mp3, mp4, mpa, ogg, wav, pcm, lpcm, l16, wma, mka, ra, rm, ram, flac

  • Grafik: bmp, ico, gif, jpeg, jpg, jpe, pcd, png, pnm, ppm, qti, qtf, qtif, tif, tiff

  • Playlisten: pls, m3u, asx

  • Untertitel: dks, idx, mpl, pjs, psb, scr, srt, ssa, stl, sub, tts, vsf, zeg

  • Sonstige Texte: bup, ifo

Internetvideos im Format mp4 sind unter uShare als Audiodateien deklariert. Wenn man die Dateiendung auf m4p oder m4v ändert, werden sie auch angezeigt.

Webinterface

Zur einfachen Verwaltung der freigegebenen Ordner wurde im Programm ein Webinterface eingebaut. Um dieses benutzen zu können, muss die entsprechende Zeile in der Konfigurationsdatei gesetzt sein. Läuft der Server, so ist das Webinterface unter der Adresse http://localhost:49200/web/ushare.html mit einem Internetbrowser erreichbar. Sollte man in der Konfiguration einen anderen Port für den Server eingestellt haben, so ist 49200 natürlich durch diesen zu ersetzen. Um von einem anderen Computer auf das Interface zugreifen zu können, muss localhost durch die IP-Adresse des Servers ersetzt werden.

Firewall

Es ist sehr einfach, eine Regel für die Ubuntu-Firewall zu erstellen. Die Syntax für das Terminal lautet:

sudo ufw allow proto tcp from <IP des lokalen Rechners> to <IP des Geräts, das auf den Server zugreifen soll> port <uShare Port> 

Telnet

Hat man USHARE_ENABLE_TELNET in der Konfiguration auf yes gesetzt, so kann man auf den uShare-Server via Telnet zugreifen. Hierbei muss der Port des Telnet-Servers separat in der Konfiguration eingestellt werden (USHARE_TELNET_PORT). Hat man dies erledigt, kann man mit einem Telnet-Client auf den Server gelangen. Mögliche Kommandos sind:

Kommando Erklärung
kill Beendet den Server
exit Beendet das Telnet-Interface
help Gibt eine Hilfe aus
echod Gibt alle Servermeldungen in neuer Zeile aus
echo Gibt alle Servermeldungen aus

Wiki

Extern

  • uShare-Projektseite {en}

  • stream2ip Graphische Oberfläche zum Einrichten von uShare-Freigaben.

Diese Revision wurde am 3. Mai 2012 19:05 von frustschieber erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Multimedia, Server

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