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Transmission

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

logo.png Transmission {en} ist ein kleines, aber vielseitiges BitTorrent-Programm, welches unter GPL-Lizenz veröffentlicht wurde. Seine einfache und intuitive Bedienoberfläche fügt sich nahtlos in jede Desktop-Umgebung ein. Das quelloffene Programm bringt eine Vielzahl von Funktionen mit, ohne überladen zu wirken. Unter Ubuntu ist es das Standardprogramm für das BitTorrent-Netzwerk.

Merkmale

  • Automatisches Port-Mapping (mittels UPnP/NAT-PMP)

  • Schnelle Wiederaufnahme von Transfers

  • Ein einziger Eingangs-Port für alle Übertragungen

  • Transfer-Beschränkungen

  • Transfer-Priorisierung

  • Verschlüsselte Transfers

  • Erstellung von Torrent-Dateien

  • Optionales Webfrontend

Installation

./main.png Transmission ist in den offiziellen Paketquellen enthalten. Installiert [1] wird das Programm mit folgendem Paket:

  • transmission

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

PPA

Falls eine aktuellere Version erforderlich ist, kann entweder auf ein "Personal Package Archiv" (PPA) [2] oder Fremdpakete ausgewichen werden.

  • ppa:transmissionbt/ppa

Hinweis!

Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.


Weitere Informationen bietet die Wiki/Vorlagen/PPA/ppa.png PPA-Beschreibung vom Benutzer/Team transmissionbt.

Nach dem Aktualisieren der Paketquellen erfolgt die Installation dann wie oben beschrieben.

Benutzung

Nach der Installation kann man Transmission über den GNOME-Menü Eintrag

  • "Anwendungen -> Internet -> Transmission"

starten. Im Xfce- bzw. LXDE-Menü ist das Programm unter "Netzwerk -> Transmission" zu finden. Die Bedienung des Programms ist intuitiv zu erfassen und wird im Folgenden nur kurz beschrieben:

Bedienung
ElementBedeutung
Wiki/Icons/Tango/document-open.pngTorrent-Datei öffnen
Wiki/Icons/Tango/media-playback-start.pngDownload starten.
Wiki/Icons/Tango/media-playback-pause.pngDownload anhalten.
Wiki/Icons/Tango/list-remove.pngDownload aus Liste entfernen.

Datei als Seed zur Verfügung stellen

Hierzu legt man einen Ordner an, in dem die heruntergeladenen Dateien liegen sollen. Eine .torrent-Datei ist im Regelfall nur wenige KB groß und enthält die Meta-Informationen zum Download. Diese öffnet man entweder direkt oder lädt sie herunter und zieht sie per Drag-and-Drop in das Fenster von Transmission. Hier taucht sie nun mit einem grünen Balken auf.

Einstellungen

Unter "Bearbeiten -> Einstellungen" gelangt man zum Einstellungsmenü. Dies enthält verschiedenste Optionen:

Einstellungen
MenüpunktBeschreibung
GeschwindigkeitsbegrenzungSetzen der maximalen Geschwindigkeiten für das Herunter- und Hochladen von Dateien.
DownloadsEinstellen des Downloadordners sowie Einstellungen für den Umgang mit Torrent-Dateien
NetzwerkZu nutzenden Port festlegen
Optionennützliche Zusatzeinstellungen, z.B. ein Symbol im System-Tray

settings.png
Einstellungen

settings-network.png
Einstellungen - Netzwerk

Portweiterleitung

Ohne UPnP muss unter "Netzwerk" der Port 51413 vom Router zum Rechner weitergeleitet werden (siehe Abbildung). Ansonsten kann der eigene Rechner nicht als Seed für andere dienen. Zu dieser Thematik siehe auch Portweiterleitung.

Das Webinterface für Server ohne grafische Oberfläche einrichten

Um nur den Dienst ohne die grafische Oberfläche zu benutzen, installiert [1] man folgendes Paket:

  • transmission-daemon (vor Ubuntu 11.10 in universe)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

Vor jeder Änderung an der Konfigurationsdatei muss der Transmission-Dienst gestoppt [3] werden:

sudo service transmission-daemon stop 

Danach bearbeitet [4] man mit Root-Rechten [5] die Datei /etc/transmission-daemon/settings.json. Wichtig ist, dass man beim Pfad transmission-daemon und nicht transmission verwendet, da letzterer für den Client gilt. Im Folgenden werden die wichtigsten Einstellungen erläutert, um das Webinterface einzurichten. Eine ausführliche Auflistung der möglichen Optionen findet sich Transmission Wiki {en} oder in den Manpage des Dienstes. Weitere Einstellungen können über das Webinterface getätigt werden, sobald dieses einmal eingerichtet ist.

{
    "rpc-authentication-required": true,  #Ob der Zugang zum Webinterface beschränkt wird
    "rpc-enabled": true,  #Ob das Webinterface aktiviert sein soll
    "rpc-password": "unglaublichsicherespasswort",  #Passwort für das Webinterface, wird beim ersten Start des Diensts verschleiert
    "rpc-port": 9091,  #Der Port auf dem das Webinterface erreichbar sein soll
    "rpc-username": "benutzername",  #Benutzername zur Anmeldung am Webinterface
    "rpc-whitelist": "127.0.0.1,192.168.178.*",  #Welche IP-Adressen auf das Webinterface zugreifen dürfen, *.*.*.* für alle, nur 127.0.0.1 für nur vom lokalen Rechner aus
    "rpc-whitelist-enabled": true,  #Ob der Zugriff aufs Webinterface über IPs beschränkt werden soll
}

Anschließend wird der Dienst wieder mittels

sudo service transmission-daemon start 

gestartet bzw. bei einem Neustart des Systems wird dieser automatisch gestartet. Das Webinterface ist anschließend über http://ip_des_servers:rpc-port/transmission/web/ erreichbar. Der Dienst (Daemon) läuft mit dieser Methode automatisch als eingeschränkter Benutzer (debian-transmission) ohne Root-Rechte.

Tastenkürzel

Tastenkürzel
Taste(n)Funktion
Strg + OTorrent-Datei öffnen
Strg + SDownload starten.
Strg + PDownload anhalten.
Strg + EntfDownload aus Liste entfernen.
Strg + AAlle Dateien auswählen.
+ Strg + AAlle Dateien abwählen.
Alt + Detailinformationen zum Download.
Alt + MKompaktansicht
Strg + NNeuen Torrent erstellen.
Strg + WProgramm schließen.
Strg + QProgramm beenden.

Diese Revision wurde am 20. Februar 2012 13:24 von aasche erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Internet, Filesharing, torrent, LXDE

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