
ROOT
ist eine am CERN entwickelte objektorientierte OpenSource-Software (Lizenz: LGPL, Teile GPL), die zur Analyse von Daten eingesetzt wird. Ursprünglich für die Analyse von Daten im Bereich der Teilchenphysik entwickelt, wird ROOT inzwischen auch in anderen Anwendungsbereichen wie z.B. Data Mining eingesetzt. ROOT weist einen sehr großen Funktionsumfang auf, darunter:
Bedienung über Konsole und/oder graphische Benutzeroberfläche
Erstellen von Histogrammen (2D/3D)
Erstellen von Graphen
Fitten von Funktionen
Statistische Datenanalyse
Zahlreiche mathematische Standard-Funktionen
3D-Visualisierungen
Grafik-Export in zahlreiche Formate wie Postscript, EPS, PDF, PNG u.a.
Tree Objekt zur Speicherung von (Roh-)Daten
Eigenes ROOT-Dateiformat zur Speicherung von ROOT Objekten
Unterstützung von Distributed Computing
ROOT wird vor allen Dingen in vielen Bereichen der Physik genutzt. (aus der Wikipedia
)
In Ubuntu 11.04 sind sowohl Metapaket als auch alle abhängigen ROOT-Pakete aus den Ubuntu-Quellen entfernt worden. Grund dafür ist ein Bug beim Kompilieren. Das Problem wird folgendermaßen beschrieben:
root-system version 5.18.00-2.3ubuntu7 failed to build on armel
So lange wie dieses Problem besteht wird ROOT nicht in Natty implementiert werden. Dies wird auch auf der öffentlich einsehbaren Launchpad-Seite kommuniziert: "There is no current release of this source package in The Natty Narwhal. You can still report bugs, make translations, and so on, but they might not be used until the package is published."
ROOT kann aus den Paketquellen von Ubuntu installiert werden. Es muss nur folgendes Paket installiert [1] werden:
root-system (universe)
Die aktuelle oder auch eine ältere Version von ROOT lässt sich in ein beliebiges Verzeichnis manuell installieren. Das Sourcearchiv findet man auf der offiziellen Seite von ROOT. Diese Anleitung bezieht sich auf das Kapitel "3.1. Environment driven build" der Installationsanleitung. Die Anleitung befindet sich im Sourcearchive /README/INSTALL.
Das Sourcearchiv wird mit folgendem Befehl entpackt (XX ist entspechend der Version zu ersetzen)
cd ~ tar xzvf root_vX.XX.XX.source.tar.gz
Es ist sinnvoll das entpackte Archiv root entsprechend der Versionsnummer zu verschieben und einen Link auf das Archiv zu setzten. Dies ermöglicht die parallele Installation verschiedener Versionen.
mv root root_vX.XX.XX ln -s root_vX.XX.XX.source.tar.gz root
Um ROOT von der Konsole aus zu starten, müssen in der Datei ~/.bashrc die folgenden Umgebungsvariablen gesezt werden. Nicht vergessen die Konsole neu zu starten, damit die Variablen aktiv werden.
export ROOTSYS=/pfad_zu_root/root export PATH=$ROOTSYS/bin:$PATH export LD_LIBRARY_PATH=$ROOTSYS/lib:$LD_LIBRARY_PATH
Das Konfigurieren erfolgt mir dem Befehl ./configure, welchem als Option die Architektur mitgegeben wird. Weitere Konfigurations Optionen lassen sich mit dem Befehl ./configure --help anzeigen. Vor dem Konfigurieren sollte überprüft werden, ob alle vorausgesetzten Programme aus den Paketquellen installiert wurden. Eine vollständige Liste findet sich auf der offiziellen Homepage unter http://root.cern.ch/drupal/content/build-prerequisites.
cd $ROOTSYS ./configure linux make
Wenn das Kompilieren erfolgreich war, sollte sich ROOT mit folgendem Befehl starten lassen
root
Mit Hilfe von ROOT lassen sich auf einfache Weise Funktionen grafisch darstellen.
Dazu können die folgenden Befehle in der ROOT Konsole eingegeben werden.
Der Prompt der ROOT Konsole ist "root []" und muss nicht extra mit eingegeben werden.
Die Optionen setzten sich folgendermaßen zusammen:
TF3(name, funktion, x-min, x-max, y-min, y-max, z-min, z-max)
root [2] TF2 *f2 = new TF2("func2","x*y*(cos(x)/x+cos(y)/y)",-10,10,-10,10)
root [3] f2->Draw()
root [4] TF3 *f3 = new TF3(“func3”, “sin(x*x+y*y+z*z-36)”,-2,2,-2,2,-2,2) root [5] f3->Draw()
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