Ubuntu 12.04 „Precise Pangolin“
Ubuntu 10.04 „Lucid Lynx“
Mit dem Programm können folgende Aufgaben für eine NVIDIA-Grafikkarte erfüllt werden:
die Auflösung des Bildschirms einstellen
einen zweiten (externen) Bildschirm dauerhaft einrichten
einen externen Bildschirm oder Projektor (Beamer) vorübergehend ansteuern
einen Rechner mit mehreren Bildschirmen (rechts und links) betreiben
Das Programm ist auch ein Ersatz für xrandr, das mit dem proprietären Nvidia-Treiber nicht funktioniert.
Möchte man die erweiterten graphischen Möglichkeiten seiner NVIDIA-Grafikkarte nutzen, müssen zuerst die proprietären Treiber installiert werden. Dabei wird normalerweise auch das grafische Hilfsprogramm nvidia-settings mitinstalliert. Sollte es fehlen, so kann man das Paket nachinstallieren [1]:
nvidia-settings
mit apturl
Paketliste zum Kopieren:
sudo apt-get install nvidia-settings
sudo aptitude install nvidia-settings
Möchte man dauerhafte Einstellungen vornehmen, muss das Programm mit Root-Rechten (Bitte gksudo, bzw. kdesudo verwenden!) aufgerufen werden und Änderungen durch "Save to X-configuration file" festgeschrieben werden.
Dabei legt das Programm automatisch eine Sicherung der bestehenden /etc/X11/xorg.conf an. Falls man das manuell erledigen möchte[2]:
sudo cp /etc/X11/xorg.conf /etc/X11/xorg.conf_backup
Nicht alle möglichen Einstellungen lassen sich mit Hilfe der xorg.conf festschreiben. Als Alternative bietet sich ein Autostart-Eintrag in Sitzungen (Menü "System -> Einstellungen -> Sitzungen") an.
Der Aufruf des Programms erfolgt
unter GNOME unter "System -> Systemverwaltung -> NVIDIA X-Server Settings"
unter KDE unter "K-Menü -> Programme -> System -> NVIDIA X-Server Settings"
in einem Terminalfenster durch [3]:
nvidia-settings
(siehe auch die Manpages zum Programm)
Unmittelbar nach dem Aufruf werden Informationen zur installierten Version, dem Betriebssystem und dem X-Server angezeigt.
Der Befehl:
nvidia-settings -l
lädt ohne Aufruf der grafischen Oberfläche (GUI) die aktuelle Konfiguration.
Vorteile:
nvidia-settings benötigt keine Root-Rechte
jede Änderung ist sofort dauerhaft
die xorg.conf wird nicht geändert
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| Basisinformationen |
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| Notebook, Standardbildschirm |
Die links mit kleinem Dreieck markierten Einträge "X Screen 0" stellen den Monitor, "GPU 0" die Grafikkarte dar. Einstellungen werden mit dem Punkt "X-Server Display Configuration" vorgenommen.
Auf dem Bild ist nur ein Monitor, der des Notebooks "LEN", installiert.
Die Karteikarte "Display" zeigt:
das Modell
die Konfiguration mit den Optionen "Disabled" = deaktiviert, "Separate X Screen" = eigenständiger Monitor und "TwinView" = mehr als ein Monitor
die Auflösung mit der Standardeinstellung "Auto", hinter der nach Anklicken die unterstützten Auflösungen angezeigt werden. Wählt man einen Eintrag aus, eröffnet sich die Möglichkeit, im unter "Auto" abgeschatteten Feld rechts angrenzend die gewünschte Hertzzahl des Bildschirmes (40,50,60) einzustellen.
Mit der Karteikarte "X-Screen" kann die Farbtiefe eingestellt werden.
Änderungen werden erst sichtbar, wenn man auf "Apply" klickt UND dann mit "OK" bestätigt. Andernfalls wird der ursprüngliche Zustand wieder automatisch hergestellt. Änderungen können mit "Save to X Configuration File" gespeichert werden.
Ist ein externer/zweiter Monitor angeschlossen, wird er normalerweise nicht automatisch angezeigt, erst nach
-Klick auf "Detect Displays" taucht er links in der Liste als zusätzlicher Bildschirm und im "Layout-Fenster" als Rechteck mit der Inschrift disabled auf. Sollte er dort nicht erscheinen, genügt es, den neuen Eintrag in der Liste anzuklicken.
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| zusätzliches Display |
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| erkannter externer Monitor |
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| gleiche Auflösung für Clone |
Nach Klick auf diesen Monitor bietet die Schaltfläche "configure" die Möglichkeiten:
"disabled" = deaktiviert
"separate" = unabhängiger Monitor, verschiedene Auflösungen und Farbtiefen sind möglich
"twin" = im Verbund betriebene Monitore, die voneinander abhängig sind
"clone" = Abbild des Hauptmonitors (ggf. erst "TwinView", dann weiter siehe unten)
Nach Auswahl von "separate" können die Einstellungen nach Bedarf gewählt werden. Dieser Modus erfordert einen Neustart des XServers.
Der Modus "separate" sollte nicht mehr verwendet werden, da er veraltet ist und nicht mehr unterstützt wird.
Nach Auswahl von "twin" kann man jeweils die Auflösung einstellen und das Verhältnis der beiden Monitore zueinander festlegen:
absolute (nur für den ersten Monitor)
rechts oder links des Hauptmonitors
oberhalb oder unterhalb des Hauptmonitors
Bei diesen Modi können im Gegensatz zu "separate" Fenster vom einen Monitor in den nächsten verschoben werden.
Der Modus "clone" ist für Präsentationen, insbesondere mit dem Projektor interessant. Die Auflösung stellt man zweckdienlicherweise für beide Bildschirme gleich ein, andernfalls werden rechts und/oder unten Teile des Bildes beim kleineren Monitor abgeschnitten. Auf welchem Monitor dies geschieht, kann durch Festlegen des Hauptmonitors "make primary display" beeinflusst werden. Falls man unter "Configure" nicht "clone" wählen kann, nimmt man "TwinView" und anschließend unter "Position" einfach "Clones".
Mit Klick auf "Apply" wird die gewählte Konfiguration probeweise angewandt. Wenn man nicht ausdrücklich bestätigt, wird sie automatisch wieder zurückgesetzt.
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| Abfrage Probelauf |
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| Abfrage beenden |
Ist man zufrieden, können die Einstellung gespeichert werden (mit Root-Rechten). Anschließend wird das Programm geschlossen.
Das GNOME-Programm zur Konfiguration der Bildschirme speichert die Monitorkonfiguration in der Datei ~/.config/monitors.xml. nvidia-settings verwendet dagegen die Datei /etc/X11/xorg.conf. Beim Start der grafischen Oberfläche wird zuerst die Bildschirmkonfiguration der xorg.conf aktiviert, anschließend jedoch durch die Konfiguration in der monitors.xml ersetzt. Bei Verwendung von nvidia-settings zur Monitorkonfiguration sollte daher eine bestehende monitors.xml gelöscht und auf den parallelen Einsatz des GNOME-Konfigurationsprogramms Bildschirme verzichtet werden.
Die Einstellungen sind Benutzer-spezifisch und werden in der versteckten Datei ~/.nvidia-settings-rc als Klartext abgespeichert. Man kann die Datei ohne sudo-Rechte umbenennen, damit die Einstellungen nicht mehr wirksam sind, falls eine Änderung Probleme bereitet, die man nicht mehr anders rückgängig machen kann:
mv ~/.nvidia-settings-rc ~/.nvidia-settings-rc.backup
Auch sind manuelle Änderungen in der Datei mit einem beliebigen Editor[4] jederzeit möglich.
Man könnte die Datei auch mit anderen Nutzern mit einem ähnlichen System (bzw. gleicher Grafikkarte) vergleichen, wenn man mit bestimmten Einstellungskombinationen Probleme hat. Dazu kann man den Inhalt der Datei in das Grafik-Forum kopieren (bitte Code-Blöcke verwenden).
Diese Revision wurde am 1. August 2012 12:04 von L.A.S. erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen:
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