gFTP ist ein FTP-Client, welcher auf GTK+ aufbaut. Das Programm unterstützt unter anderem die Protokolle: FTP, HTTP, HTTPS, SFTP und FSP. Eine Alternative ist das weit verbreitete Programm FileZilla.
Zur Installation [1] ist folgendes Paket notwendig:
gftp (universe)
Wer auf die Kommandozeilenversion verzichten kann, erhält mit
gftp-gtk (universe)
nur die Programmvariante mit grafischer Oberfläche.
Um das Programm nutzen zu können, ist der allgemeine Aufbau des Programmfensters hilfreich. Die jeweiligen Bereiche sind in nebenstehender Abbildung eingefärbt, um die Zuordnung zu erleichtern:
"blau" (oben) - Eingabe der Daten vom Provider und von der eigenen Internetseite (von links nach rechts)
Rechner - Domainname eingeben
Port - Portwahl; z.B. 21
Nutzername - Name wird vom Provider vergeben
Passwort - Kennwort, um auf die eigene Domain zugreifen zu können
"grün" (rechts oben) - Auswahl des Übertragungsprotokolls
"violett" (Mitte links) - Ordner mit den Dateien, die publiziert werden sollen (lokales Verzeichnis),
oben: Pfad zum aktuellen lokalen Ordner
unten: Inhalt des aktuellen lokalen Ordner
"gelb" (Mitte rechts) - Ordner/Dateien, die bereits hochgeladen sind (entferntes Verzeichnis)
oben: Pfad zum aktuellen entfernten Ordner
unten: Inhalt des aktuellen entfernten Ordner
"rot" (unten) - Statusmeldungen
Über "FTP -> Optionen" gelangt man zum Einstellungsmenü. Hier gibt es die Kategorien:
"Allgemein" - allgemeine Einstellungen zur Nutzung externer Programme, Arbeitsverzeichnis, Datenübertragungseinstellungen...
"Netz" - Netzwerkeinstellungen, voreingestelltes Protokoll...
"FTP" - Einstellungen für einen ggf. verwendeten Proxy
"HTTP" - Proxy-Einstellungen für das Protokoll
"SSH" - Parameter einstellen
"lokale Rechner" - Netzwerke und Domänen hinzufügen
Sinnvoll ist es, wenn unter "Allgemein / Startverzeichnis" der Ordner steht, in dem die Dateien für die eigene Homepage liegen. gFTP wechselt dann beim Start direkt dorthin. Sofern Dateien auf der Gegenstelle (ohne Nachfrage) immer überschrieben werden sollen, kann man bei der entsprechenden Option das [x] Häkchen zu setzen.
Beim Publizieren der Ordner und Dateien ist darauf zu achten, dass die Rechte entsprechend geändert sind. Ansonsten kann die Internetseite u.U. nicht aufgerufen werden. Sie müssen les- und ausführbar sein. Mittels eines
-Klicks auf die Datei oder den Ordner öffnet sich ein Kontextmenü. Hier die Option "Rechte ändern..." anwählen und entsprechende Änderungen vornehmen. Nun kann die Übertragung der Daten vom oder zum Server erfolgen. Nach Eingabe des Kennworts wird man mit dem Server verbunden - sollte dies nicht der Fall sein, ggf. die Einstellungen des Routers überprüfen.
Nun die entsprechenden Dateien mit der linken Maustaste
auswählen. Mit gedrückter Taste
Strg und der Maus können verschiedene Dateien angewählt werden. Nach beendeter Auswahl den Transferknopf
anwählen und die Dateien werden in die eine oder andere Richtung übertragen. Die Dateien können beliebig kopiert, verschoben oder gelöscht werden. Ist die Datenübertragung abgeschlossen genügt es, das Symbol "Computer" zu betätigen. Sofern eine Datenübertragung stattfindet, wird diese noch abgeschlossen. Soll diese unterbrochen werden, muss zusätzlich die Schaltfläche
X angeklickt werden. Alternativ kann hier auch "Übertragung -> Übertragung stoppen" ausgewählt werden.
Möchte man Daten auf mehrere Domains hochladen, genügt es, nach dem Start der Datenübertragung die Verbindung zur Gegenstelle zu beenden. Das Programm überträgt die Daten weiter, während man eine Verbindung zu einer weiteren Domain aufbaut.
Möchte man die Daten zwischen zwei FTP-Servern übertragen, geht man wie folgt vor:
Verbindung zur ersten Domain aufbauen,
"Lokal -> Öffne URL..."
Adresse des zweiten FTP-Servers eingeben.
Nun können die Dateien übertragen werden.
Beide Server müssen das erforderliche Protokoll FXP beherrschen. Daten werden unverschlüsselt übertragen (vom Server abhängig).
Hat man versehentlich eine falsche Datei oder den falschen Ordner ausgewählt, kann die Datenübertragung noch abgebrochen werden. Dies erfolgt über: "Übertragung -> Übertragung stoppen".
Es kann vorkommen, dass gFTP mit einem "SegFault" abstürzt. Dies ist ein seit längerem bekannter Fehler, der bisher nicht behoben wurde. Mehr Informationen gibt es hier
.
Wegen Lizenzproblemen
kann die SSL-Unterstützung nicht direkt in gFTP einkompiliert werden. Eine Möglichkeit ist es, dies selbst zu tun (siehe Forum):
Quelltext herunterladen und entpacken
sudo -i apt-get source gftp
In das Verzeichnis gftp-VERSION wechseln und einem Editor die Datei debian/rules öffnen und die Zeilen
--enable-textport=yes \ --disable-ssl
abändern in
--enable-textport=yes
Alle Abhängigkeiten fürs Selbstbauen installieren
apt-get build-dep gftp apt-get install libssl-dev devscripts
Mit
dch -i
die Version des Paketes erhöhen, damit später der update-manager nicht ständig das Paket wieder austauschen möchte. Z.B. auf
gftp (X.Y.ZZ-99ubuntu2) jaunty; urgency=low
*
-- root <root@janus> Thu, 06 Aug 2009 19:56:29 +0200
gftp (X.Y.ZZ-TTubuntu1) hardy; urgency=low
* Sync with Debian
* debian/control:
- updated maintainer information
* debian/rules:
- Add gettext domain to .server and .desktop files to get
language pack support for them. (Similarly to cdbs' gnome.mk)
-- Sebastien Bacher <seb128@canonical.com> Mon, 10 Dec 2007 22:56:06 +0100Das Paket bauen mit
dpkg-buildpackage -us -uc -rfakeroot
Die neuen Pakete installieren mit
cd .. dpkg -i gftp-*.deb
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