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Adobe Flash

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Flash wurde ursprünglich von der Firma Macromedia entwickelt, die zwischenzeitlich von Adobe aufgekauft wurde. Genutzt wird es meistens als sog. Flash-Plugin für den Webbrowser. Adobe Flash findet man heutzutage (noch) auf vielen Internetseiten. Sei es als Werbebanner, als Funktion zum Abspielen von Musik oder Videos oder auch als komplette Webseite.

Anfang Oktober 2011 veröffentlichte Adobe Flash 11, das erstmals eine stabile Version für die Unterstützung auf 64-bit-Systemen lieferte. Adobe Flash 11 für Linux löste zwar eine Reihe von Problemen der Vorgängerversionen, ist aber immer noch nicht auf dem gleichen technischen Stand wie beispielsweise die Windows-Version. Dem Flashplugin für Linux fehlt die unter Windows vorhandene Hardwareunterstützung durch die Grafikkarte. Daher kommt es regelmäßig zu Klagen über die schlechte Performance unter Linux, z.B. beim Abspielen von Videos aus dem Internet. Dieses Problem ließe sich nur durch eine entsprechende Funktion auch für Linux lösen, die aber weder vorhanden noch in Planung ist. Davon sind insbesondere Rechner mit schwachen Prozessoren wie beispielsweise Netbooks betroffen.

Obwohl Flash kostenlos benutzt werden kann, handelt es sich nicht um freie Software. Wer freie Alternativen einsetzen möchte, findet Anregungen im Artikel Flash vermeiden. Darüber hinaus ist Adobe Flash genau wie der Adobe Reader eine ständige Quelle von Sicherheitslücken. Damit man automatisch Aktualisierungen erhält, empfiehlt sich dringend die Installation aus den offiziellen Paketquellen.

Hinweis:

Anfang 2012 wurde die Weiterentwicklung von Adobe Flash für Linux mit der Version 11.2 eingestellt (Sicherheitsaktualisierungen finden weiterhin statt), d.h. neuere Flash-Versionen werden nur noch für Windows, Mac OS X und in Google Chrome für Linux integriert veröffentlicht (siehe auch Problembehebung). In der Praxis bedeutet das u.a., dass man die Aufforderung zur Aktualisierung von Flash auf manchen Webseiten unter Linux einfach ignorieren kann.

Installation

Es reicht aus, das folgende Paket aus den Ubuntu-Paketquellen zu installieren [1]:

  • flashplugin-installer (multiverse)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install flashplugin-installer 

sudo aptitude install flashplugin-installer 

Ubuntu 12.04

Alternativ (nicht gleichzeitig!) kann man für Ubuntu 12.04 auch das Paket aus den Partner-Quellen verwenden:

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install adobe-flashplugin 

sudo aptitude install adobe-flashplugin 

Manuell

Hinweis!

Fremdpakete können das System gefährden.


Anmerkung: Flash wird auf diesem Weg nicht über die automatischen Updates aktualisiert. Dadurch erhält man keine Sicherheitsaktualisierungen.

Es ist außerdem darauf zu achten, dass flashplugin-nonfree, adobe-flashplugin, oder flashplugin-installer aus den Paketquellen und das Plugin als .deb- oder .tar.gz-Datei nicht gleichzeitig installiert sein dürfen, da es bei mehreren installierten Varianten zu Problemen kommt.

Fremdpaket

Seit Flash 10 bietet Adobe ein .deb-Pakete {dl} zur Installation an. So kann man Flash 11 bequem selbst installieren. Es ist die Version "APT für Ubuntu 10.04 und höher" auszuwählen, das Paket herunterzuladen und manuell zu installieren [2]. Hierzu sind Root-Rechte erforderlich [3].

Archivdatei

Flash 11 kann auch als Archivdatei {en} {dl} heruntergeladen werden. Diese muss entpackt [4] werden und die enthaltene Datei libflashplayer.so in den versteckten Ordner ~/.mozilla/plugins/ im Homeverzeichnis kopiert werden. Chromium, Firefox, Opera und andere Browser erkennen das Flashplugin auch, wenn es nach /usr/lib/mozilla/plugins kopiert wird. Dann sind zum Kopieren jedoch Root-Rechte [3] erforderlich.

Standalone Flash Player

Um eine Flash-Datei (.swf) ohne Browser wiedergeben zu können, kann man einen Standalone-Flashplayer herunterladen. Dazu wählt man von der Seite Adobe.com {en} den Link "Download the Linux debugger and standalone players". Nachdem man das Archiv entpackt hat, findet man im Ordner standalone/release/ ein weiteres Archiv, das ebenfalls entpackt wird. Die enthaltene Datei flashplayer kann man durch einen Doppelklick öffnen.

Kontrolle nach der Installation

browser_aboutplugins.jpg
Kontrolle

Nach der Installation von Adobe Flash sollte man kurz überprüfen, ob das Plugin korrekt installiert wurde. Dazu den Browser beenden und neu starten.

Browser

Dazu about:plugins in die Adresszeile des genutzten Browsers eingeben und mit bestätigen. Alle auf Mozilla basierenden Browser (Firefox, Seamonkey, Epiphany etc.) sowie Opera und Chromium zeigen dann Informationen über die installierten Plugins an. Unter "Shockwave Flash" findet man die gewünschten Informationen.

Adobe Flash Testseite

Alternativ bietet Adobe eine Testseite {de} an. Diese blendet ein paar Animationen ein, und gibt unter "Version Information" an, welche Version von Adobe Flash installiert wurde.

Einstellungen

Ab der Flash-Version 10.3 wird anstelle des bisherigen Online-Einstellungs-Managers der lokale Einstellungs-Manager {de} für die Verwaltung der Einstellungen genutzt. Neue Ubuntu-Versionen besitzen einen entsprechenden Menü-Eintrag in den Systemeinstellungen.

Alternativ ruft man eine beliebige Webseite mit Flash-Inhalten auf und führt einen Rechtsklick rechte Maustaste auf die Animation/das Video aus. Im Kontextmenü erscheint der Punkt "Einstellungen".

Problembehebung

Youtube

Falls das Plugin hauptsächlich genutzt wird, um Videos auf Youtube anzusehen, gibt es die Möglichkeit, auf dem HTML5-Player {de} von Youtube umzusteigen. Die Einstellung wird in einem Cookie gespeichert. Hier ist es also ausnahmsweise keine gute Idee, Cookies beim Beenden des Browsers automatisch löschen zu lassen.

DRM nutzen

Manche Inhaltsanbieter (insbesondere Videoportale) schützen ihre Online-Medien mit DRM. Obwohl der Adobe Flashplayer DRM grundsätzlich unterstützt, müssen bei der Nutzung unter Linux noch weitere Klimmzüge unternommen werden, bevor man die entsprechenden Inhalte am Monitor betrachten darf. Mehr Informationen sind im Artikel Adobe Flash/DRM zu finden.

Flash 11.x funktioniert nicht auf Rechnern ohne SSE2

Bei alten Prozessoren ohne SSE2 funktioniert Flash ab der Version 11.2.202.228 {en} nicht mehr. Speziell der Browser Chromium liefert dann eine ziemlich verwirrende Meldung:

"Shockwave Flash konnte nicht geladen werden".

Um herauszufinden, ob die eigene Hardware betroffen ist, genügt folgender Befehl:

grep sse2 /proc/cpuinfo 

Erscheint in der Ausgabe kein sse2, kann Flash nicht mehr genutzt werden.

Chromium

Für Chromium steht ab Ubuntu 14.04 eine neuere Version des Flash-Browser-Plugins zur Verfügung:

  • pepperflashplugin-nonfree (multiverse)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install pepperflashplugin-nonfree 

sudo aptitude install pepperflashplugin-nonfree 

Google Chrome

Alternativ kann man sich mit Google Chrome behelfen, denn Google hat die Pflege des Flash-Plugins für Linux von Adobe übernommen. Leider ist Google Chrome im Gegensatz zu dem in den Standardpaketquellen angebotenen Chromium proprietäre Software, deren Quelltext nicht öffentlich einsehbar ist, was dem Grundkonzept freier Software widerspricht. Google Chrome lässt sich parallel zu Chromium installieren, da Google Chrome im Ordner /opt residiert.

Parallele Installation von Adobe Flash, Gnash und Lightspark

Hinweis:

Ab Firefox 25 oder neuer scheint eine parallele Installation nicht mehr möglich zu sein.

Die parallele Installation bzw. der parallele Betrieb von Adobe Flash, Gnash und Lightspark ist grundsätzlich möglich, allerdings unter der Voraussetzung, dass gleichzeitig nur eines der Plugins im jeweils verwendeten Browser aktiviert wird.

Ein kleiner Schönheitsfehler hierbei ist, dass die Plugins derzeit, mit Ausnahme von Gnash, lediglich als "Shockwave Flash" plus Versionsnummer in der Pluginverwaltung erscheinen, was die korrekte Auswahl des gewünschten Plugins erschwert. Dennoch bietet dieses Verfahren die Wahl, welches Plugin man nach Bedarf verwenden möchte (Betrachten eines Videos, Herunterladen etc.)

Komfortabel ist das Ganze allerdings nicht, da je nach Situation das passende Plugin manuell gewählt werden muss.

Flash Alternativen kommen sich in die Quere

Mit Gnash und Lightspark gibt es freie Alternativen zum proprietären Adobe Flash. Die Entwicklung dieser Alternativen ist mittlerweile sehr weit. Manche Dinge funktionieren mit Gnash dennoch nicht so gut wie mit Adobe Flash. Manche Anwender installieren diese aus Versehen oder Unkenntnis, so dass das System nun eine der freien Alternativen statt Adobe Flash benutzt. Bei Problemen ist zu überprüfen, ob die Pakete

  • mozilla-plugin-gnash

installiert wurden. Sollte dies der Fall sein, sind sie zu entfernen [1].

Unterschiedliche Versionen von Adobe Flash

Das Adobe Flash Browser-Plugin liegt, wenn es über die Paketverwaltung installiert wurde, im Verzeichnis /usr/lib/flashplugin-installer/ (Paket flashplugin-installer) bzw. /usr/lib/adobe-flashplugin/ (Paket adobe-flashplugin) und /usr/share/ubufox/plugins/. Doch der Webbrowser sucht nicht nur hier nach möglichen Plugins. So durchsucht bspw. Firefox das eigene Profil im Homeverzeichnis des Benutzers, also ~/.mozilla/plugins/, ebenfalls nach einem Plugin.

Liegt nun irgendwo eine ältere oder andere Version des Flash-Plugins, so wird eventuell diese benutzt und eine neuere Version, die über die Paketverwaltung installiert wurde, ignoriert. Daher sollte man nach weiteren Versionen der Datei libflashplayer.so suchen. Hierfür ist Befehl locate zu empfehlen:

sudo updatedb             # locate Datenbank aktualisieren
locate libflashplayer.so  # Mit locate nach libflashplayer.so suchen 

Sollte hier mehr als nur die Treffer in /usr/lib/flashplugin-installer/ (Paket flashplugin-installer) bzw. /usr/lib/adobe-flashplugin/ (Paket adobe-flashplugin) und /usr/share/ubufox/plugins/ erscheinen, so sollte man die anderen Dateien löschen oder umbenennen (Ausnahme: /var/cache/flashplugin-nonfree/libflashplayer.so). Üblich sind beispielsweise Treffer in ~/.mozilla/plugins/. Dies wäre ein Flash-Plugin, das manuell in den Profilordner von Firefox kopiert wurde.

Farbverfälschungen bei der Videoanzeige

Bei Benutzung von Nvidia Treibern in Verbindung mit VDPAU kann es zu Farbverfälschungen beim Abspielen von Videos kommen. Zur Lösung des Problems kann die Hardwarebeschleunigung des Players in den Flash-Einstellungen deaktiviert werden. Oder man lokalisiert mit Hilfe von locate die libflashplayer.so (siehe oben). Dann wechselt man in das entsprechende Verzeichnis und führt dort den folgenden Befehl aus:

sudo perl -pi.bak -e 's/libvdpau/lixvdpau/g' libflashplayer.so 

In diesem Fall braucht die Hardwarebeschleunigung nicht deaktiviert werden. In beiden Fällen ist ein Neustart des Browsers notwendig.

Blaustich unter Flash 11.2

Wie im Blogbeitrag onos.de {de} beschrieben, kann die gelegentlich auftretende falsche Hardwareerkennung durch folgende Konfiguration für den Flashplayer verhindert werden, was auch einen Blaustich abstellt:

sudo mkdir /etc/adobe
echo 'EnableLinuxHWVideoDecode=1\nOverrideGPUValidation=true' | sudo tee /etc/adobe/mms.cfg 

Schlechte Performance und hohe CPU-Last auf Webseiten mit Flash

Bei einigen ATI-Karten kommt es zu erheblichen Performanceproblemen im Zusammenspiel mit Flash 10. Flashseiten bringen sogar CPU-starke Systeme auf 100%ige Auslastung. Hier kann folgender Eintrag in der Device-Section der /etc/X11/xorg.conf helfen, falls der von Ubuntu mitgelieferte Radeon-Treiber genutzt wird.

1
2
3
4
Section "Device"
	Identifier	"Configured Video Device"
	Option          "AccelMethod" "XAA"
EndSection

Flash-Cookies

Der Flashplayer legt spezielle Flash-Cookies (Local Shared Objects) an, die sensible Daten enthalten können. Diese können nicht über die Standard-Cookie-Verwaltung im Browser verwaltet bzw. entfernt werden, sondern nur über den Einstellungs-Manager von Flash. Dieser verwaltet die lokalen Einstellungen des Flash-Plugins (weitere Informationen {de}).

Wer den Settings-Manager nicht benutzen möchte, aber trotzdem alle Flash-Cookies und dazugehörige Verzeichnisse löschen möchte, muss im Ordner ~/.macromedia/Flash_Player/ alle Unterverzeichnisse löschen:

rm -rf ~/.macromedia/Flash_Player/* 

Dabei gehen auch die mit dem Settings-Manager geänderten Einstellungen verloren und müssen gegebenenfalls neu eingetragen werden. Wer zusätzlich noch das Anlegen neuer Flash-Cookies verhindern will, sollte folgenden Befehl ausführen:

rm -rf ~/.macromedia/Flash_Player/* && mkdir -p ~/.macromedia/Flash_Player/#SharedObjects/ABCDEFGH && chmod -R a-w ~/.macromedia/Flash_Player/ 

Wer die Flash-Cookies automatisch beim Starten oder Beenden des Firefox-Browsers löschen möchte, der kann die Erweiterung BetterPrivacy {de} {en} verwenden. Ist diese installiert, dann lassen sich über "Extras -> BetterPrivacy" Flash-Cookies von Hand oder auch automatisch löschen. Als Alternative bietet sich Bleachbit an, das nicht nur diese "Super-Cookies" entfernen kann.

Bei Verwendung von Google Chrome sind die speziell für diesen geltenden Hinweise zu beachten.

Soundprobleme

Wenn Flashvideos abgespielt werden, aber kein Ton zu hören ist, könnte sich ein Blick in folgenden Artikel lohnen: Sound Problembehebung

Probleme beim Klicken

Es gibt in Verbindung mit Compiz Probleme, innerhalb von Flash-Applets Knöpfe anzuklicken. Es handelt sich um einen Konflikt des Flashplayer-Plugins mit dem Desktop-Anzeigen-Modul von Compiz. Es existieren dazu folgende provisorische Lösungen:

  • Mit einem Editor [5] mit Root-Rechten [3] die Datei /usr/lib/nspluginwrapper/i386/linux/npviewer öffnen und vor der letzten Zeile die folgende Zeile einfügen:

    1
    export GDK_NATIVE_WINDOWS=1
    
  • Deaktivieren des Compiz-Moduls "Desktop Anzeigen", beispielsweise mit dem CompizConfig Einstellungs-Manager

Weitere Informationen zu diesem Problem findet man unter 410407 {en}.

Probleme im Vollbildmodus

Sollte das Bild im Vollbildmodus stehen bleiben und nur noch der Ton des Videos zu hören sein, kann es helfen, die Hardwarebeschleunigung in den Flash-Einstellungen zu deaktivieren. Dazu im Video mit einem Rechtsklick rechte Maustaste das Einstellungsmenü aufrufen und dort im Reiter "Anzeige" den Haken bei "Hardwarebeschleunigung aktivieren" entfernen. Diese Einstellungen muss bei aktivierten Browser-Addons wie "Better Privacy" nach einem Browser-Neustart ggf. neu gesetzt werden.

Video-Dekodierung beschleunigen

VDPAU-fähige Grafikprozessoren können beim Flash-Plugin 11.x (32- und 64-bit) einen Großteil der Video-Dekodierung übernehmen und somit die CPU entlasten. Informationen zur grundlegenden Unterstützung und Installation von VDPAU auf verschiedenen Systemen ist auf der Seite Video-Dekodierung beschleunigen zu finden.

Die Videobeschleunigung mittels VDPAU ist im Flash-Plugin standardmäßig nicht aktiv und muss explizit aktiviert werden. Hierzu muss eine entsprechende Konfigurationsdatei angelegt werden:

sudo mkdir /etc/adobe/ && sudo bash -c "echo 'EnableLinuxHWVideoDecode=1' >> /etc/adobe/mms.cfg" 

Auf einer Webseite mit Flash-Inhalten kann man über das Kontextmenü rechte Maustaste und den Punkt "Statistiken für Computerfreaks" (engl: "Stats for nerds") kontrollieren, ob "accelerated video rendering" statt "software video rendering" angezeigt wird.

Bei der Version 11.2.202.228 des Flash-Plugins kann es in Kombination mit dem proprietären Treiber nvidia zu Farbverfälschungen kommen. Abhilfe schafft das Deaktivieren der Hardware-Beschleunigung (hardware acceleration) über das Kontextmenü "Einstellungen" (Settings).

Flash funktioniert (z.B. nach Update des flashplugin-installer) nicht mehr

Sollte das der Fall sein, hilft eventuell Folgendes:

sudo apt-get update
sudo apt-get clean
sudo apt-get purge flashplugin-*
sudo apt-get install flashplugin-installer 

Danach muss der Browser neu gestartet werden.

Vollbildmodus bei mehreren Bildschirmen

Wenn man mehrere Bildschirme verwendet, wird das Video im Vollbild zu klein skaliert. Der Flash-Player skaliert das Video an Hand der gesamten Desktopgröße und nicht nur des jeweiligen Desktops. Außerdem wird der Vollbildmodus beendet, sobald man außerhalb des Vollbild-Fensters klickt.

Abhilfe schafft hier die entsprechenden Funktionen der X11-Bibliothek beim Start von Firefox zu überladen (so dass diese die Werte liefern, die der Flash-Player erwartet). Ein fertige Implementierung dieser Funktionalität ist auf Github {en} verfügbar. Zur Installation werden folgende Befehle benötigt:

sudo apt-get install git build-essential libx11-dev libxinerama-dev libxrandr-dev
git clone https://github.com/ali1234/fullscreenhack.git
cd fullscreenhack
make 

Die Ausgabe nach make sollte in etwa so aussehen:

gcc -fPIC -c -Wall npapi.c -o npapi.o
gcc -fPIC -c -Wall common.c -o common.o
gcc -shared npapi.o common.o -ldl -o libfshack-npapi.so
gcc -fPIC -c -Wall ppapi.c -o ppapi.o
gcc -shared ppapi.o common.o -ldl -o libfshack-ppapi.so

Nun muss man noch dafür sorgen, dass die gerade kompilierte Bibliothek libfshack-npapi.so (Firefox) bzw. libfshack-ppapi.so (Google Chrome) beim Start des Browsers geladen wird. Dies erreicht man, indem man den Browser mit folgendem Befehl startet:

env LD_PRELOAD=/path/to/libfshack-npapi.so firefox
env LD_PRELOAD=/path/to/libfshack-ppapi.so google-chrome 

Lokale SWF-Dateien abspielen

Mit neueren Browsern/Ubuntu-Versionen ist es unter Umständen nicht mehr möglich, lokal gespeicherte .swf-Dateien mit dem Browser wiederzugeben. Dann editiert man die Datei /usr/share/mime/packages/freedesktop.org.xml mit Root-Rechten und ändert die Zeile:

<mime-type type="application/vnd.adobe.flash.movie">

in

<mime-type type="application/x-shockwave-flash">

Anschließend wird die Änderung mit folgendem Befehl aktiviert:

sudo update-mime-database /usr/share/mime 

Diese Revision wurde am 30. August 2014 16:14 von aasche erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: unfreie Software, Multimedia, Internet, Adobe Flash