Zuerst sollte man sich Gedanken dazu machen, was man eigentlich mit einem Bildschirmfoto zeigen möchte. Je nach Verwendungszweck sollte bei der Bildauswahl überlegt werden, ob ein Foto im Vollbild- bzw. Fenstermodus sinnvoll ist oder ob ein Ausschnitt ausreicht. Beispiele:
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| Fenster enthält zu viel Leerraum | Fenster verkleinert | Ausschnitt | Falsche Fensterdekoration |
Hier reicht es, wenn das Hauptfenster im Fenstermodus fotografiert wird. Dabei sollte man beachten, das Fenster so zu verkleinern, dass möglichst wenig "unbenutzte" Fläche zu sehen ist. Der Rahmen sollte grundsätzlich mit der Standardfensterdekoration von K|X|Ubuntu aufgenommen werden, um eine einheitliches Erscheinungsbild zu gewährleisten. Außerdem soll der Mauszeiger nicht mit aufgenommen werden. Für einige Passagen ist es sinnvoll, weitere Programmfenster, z.B. Optionen, aufzunehmen. Aufnahmen eines Ausschnitts bieten sich u.a. bei Symbolleisten an.
Bei Spielen wird oft ein Foto des ganzen Bildschirms (Vollbild) benötigt. Dies sollte mit einer Auflösung von ca. 800x600 Pixel aufgenommen werden, um einen ersten Eindruck vom Spiel vermitteln zu können. Es sollte eine Auswahl von 2 - 3 interessanten Screenshots im jpg-Format angefertigt werden. Bei den meisten Spielen gibt es eine Tastenkombination, um einen Screenshot zu erstellen. Hinweise dazu findet man in der Spieledokumentation. Im Fenstermodus sollten Bildschirmfotos ohne Rahmen aufgenommen werden.
Bei der Bearbeitung von Bildschirmfotos diese bitte auf persönliche Informationen (Namen, Daten, Kontaktinformationen et cetera) überprüfen und Teilbereiche mit der geeigneten Software unkenntlich machen. Als Methoden kommen beispielsweise schwarze Balken oder "verpixeln" in Frage.
Um sowohl Speicherplatz als auch Datenaufkommen zu sparen, ist es notwendig, erzeugte Bildschirmfotos zu optimieren. Folgende Grenzwerte sollten dabei nicht überschritten werden:
| Zusammenfassung | ||
| Format | jpg | png |
| Dateigröße | max. 500 kB | max. 500 kB |
| Bildgröße | max. 800x600 | max. 800x600 |
| Indizierung | 128-256 Farben | 128-256 Farben |
| Qualitätsstufe | 75 | 9 |
Generell gilt: je kleiner die Werte, desto kleiner die Datei. Die Optimierung sollte allerdings immer mit Augenmerk auf die Qualität der Abbildung vorgenommen werden. Nach der Optimierung sollten abgebildete Texte noch lesbar und das Bild noch erkennbar sein. Da dies teilweise schwer objektiv fest zu legen ist, folgen nun ein paar Beispiele für die einzelnen Eigenschaften.
Wird die Bildgröße zu klein gewählt, werden Texte unleserlich und das Bild wird "pixelig". Um dies zu vermeiden, sollte die Bildgröße angemessen (so klein wie möglich, so groß wie nötig) gewählt werden. Das Beispiel verdeutlicht das Problem (bitte die Bilder durch
vergrößern):
| Bildgröße | |
| angemessen | verpixelt |
| richtig | falsch |
Bild-Dateien wie die in den hier beschriebenen Dateiformaten gespeicherten Rastergrafiken, bieten die Möglichkeit, die Farbpalette auf eine festzulegende Anzahl von Farben zu reduzieren (siehe Indizierte_Farben). Dies ist eine geeignete Methode, um die Dateigröße insbesondere von Dialog- und Programm-Abbildungen stark zu verringern. Meist werden in diesen Abbildungen nur eine geringe Zahl an Farben verwendet und es ergibt wenig Sinn, Informationen für alle Farbwerte zu speichern.
Bildschirmfotos von Spielen oder ganzen Bildschirmen sind auf Grund von Farbverläufen meist eher ungeeignet für eine stark indizierte Palette, da hier wichtige Informationen gelöscht werden und dem Bild die Bearbeitung am Ende deutlich anzusehen ist.
Die folgenden drei Beispiele zeigen deutlich, wie gut die Dateigröße durch Indizierung zu minimieren ist. Bei 64 Farben lässt sich in der Abbildung erkennen, dass die dort vorhandenen Farbverläufe unter der Indizierung gelitten haben (nur in Originalgröße sichtbar). Dem Menü an sich lässt sich die Indizierung jedoch nicht ansehen.
| Indizierung | ||
| Original-Bild | 256 Farben | 64 Farben |
| richtig | falsch | |
| Größe: 111,2 kB | Größe: 29,1 kB | Größe: 19,4 kB |
In manchen Fällen sind die im Bildschirmfoto abgebildeten Objekte nicht rechteckig. Hier ist es sinnvoll, mit einem Bildbearbeitungsprogramm vorhandene Bereiche transparent zu machen, wenn nicht bereits bei der Erstellung des Bildschirmfotos darauf geachtet wurde ("Das aktuelle Fenster aufnehmen").
| Transparenz | |
| OK | farbige Ecken |
| richtig | falsch |
Die Einstellung der Qualität bei JPEG-Dateien ist eine weitere Stellschraube, mit der die Dateigröße verringert werden kann.
Die Qualität wird in der Regel mit einem Schieberegler eingestellt:
Je kleiner der Wert, desto kleiner die Datei -> hohe Kompression
Je gößer der Wert, desto größer die Datei -> niedrige Kompression
Das JPEG-Format (.jpg) setzt auf verlustbehaftete Kompression und sollte insbesondere für Bildschirmfotos vom ganzen Bildschirm oder Spielen verwendet werden, da die Kompression bei vielen Farben und kleinen Farbflächen die besten Ergebnisse erzielt. Bei Bildern im JPEG-Format sollte die Einstellung für die Qualität nicht zu niedrig gewählt werden, da sonst deutliche Artefakte auftreten können.
| jpg-Qualität | ||
| Original-Bild | Qualität 75 | Qualität 15 |
| richtig | falsch | |
| Größe: 348,5 kB | Größe: 65,2 kB | Größe: 22,9 kB |
Das PNG-Format (.png) setzt anders als JPEG auf eine verlustfreie Kompression. Diese ist besonders gut geeignet für Bilder mit weniger Farben und großen einheitlichen Farbflächen. Dies entspräche in unserem Anwendungsfall Bildern von Programmen, Dialogen und Menüs. Hier kann der Kompressionsgrad durchaus höher gewählt werden, ohne dass Artefakte auftreten.
Weitere Informationen zum Thema finden sich unter anderem im Artikel [wikipedia:Bildkompression] der deutschen Wikipedia.
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| Qualitätsgrad | Indiziert | Speichern |
Man öffnet das Bild im Bildbearbeitungsprogramm GIMP bzw. hat man den Bildschirmfoto ggf. dort erstellt. Anschließend wählt man im Menü
"Bild -> Modus -> Indiziert"
Hier wählt man die Einstellungen wie im Bild oben, d.h. bei Farbtabelle wählt man "Optimale Palette erzeugen -> 128 Farben". Wichtig ist, dass man bei Rasterung "Keine" einstellt.
Beim Speichern kann es vorkommen, dass das Bild in GIMP nach dem einfachen Speichern per ( Strg + S) oder "Datei -> Speichern" nicht kleiner ist als vorher. Dann hilft die Option "Datei -> Speichern unter..." bzw. ⇧ + Strg + S. Die Einstellungen im oben angezeigten Bild (Standard) so behalten!
Werden alle Optionen deaktiviert und die Kompressionsstufe auf Maximal (9) gestellt, wird die Dateigröße am meisten reduziert. Da PNG verlustfrei komprimiert, führt eine kleinere Kompressionsstufe nicht zu einer besseren Bildqualität. Die Komprimierung geht nur etwas schneller, was für Bildschirmfotos allerdings unerheblich sein sollte. Von daher ist stets die maximale Kompressionsstufe zu empfehlen.
Mit dem
Zauberstab den Bereich im Bildschirmfoto wählen, der später nicht transparent erscheinen soll. Über "Farbe -> Farbe zu Transparenz... -> OK" die Fehlfarben entfernen. Weitere Bereiche mit dem
Zauberstab anwählen und mit
Entf löschen. Abschließend das Bild speichern.
Beim Speichern von jpg über "Datei -> Speichern unter..." bzw. ⇧ + Strg + S gelangt man in ein neues Menü. Hier die Qualitätsstufe "75" auswählen.
Bei der Verwendung von Shutter unter "Bearbeiten -> Einstellungen" ( Strg + P) die Qualität und den Dateityp im Reiter "Allgemein" nach den Vorgaben einstellen. Unter "Aktionen" die Indizierung entsprechend anpassen.
Mit dem eingebetteten Editor können die Aufnahmen weiterverarbeitet werden.
Im Terminal kann man das Programm convert aus ImageMagick verwenden. Um die Farben zu indizieren, nutzt man einfach folgenden Befehl [3]:
convert bildschirmfoto.png -colors 256 wikibild.png
bildschirmfoto.png ist der Name des Ausgangsdatei und wikibild.png der Name der Zieldatei. Die Option -colors legt fest, wie viele Farben verwenden werden sollen. Mögliche Werte sind u.a. 256 und 128.
Diese Revision wurde am 9. September 2011 00:00 von march erstellt.
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