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MadWifi

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Madwifi {en} ist das Treiberprojekt für Atheros Chip-basierende WLAN-Karten, deren Anleitung für Ubuntu {en} im Netz verfügbar ist. Der Treiber unterstützt nicht nur den normalen Client-Modus, sondern auch einige andere nette Features wie virtuelle Interfaces. Damit kann man bspw. eine WLAN-Verbindung (z.B. zu einem Hotspot im Flughafen) aufbauen und über die gleiche WLAN-Karte einen eigenen Access-Point anbieten, um diese Verbindung weiterzureichen.

In den meisten Fällen sind die offenen Treiber ath5k und ath9k vorzuziehen. Diese sollten automatisch genutzt werden. Gerade bei älteren Chipsätzen, wie dem AR5001, erreicht man mit den MadWifi-Treibern allerdings eine deutlich bessere Verbindungsqualität.

Installation

Manuell

Für neuere Ubuntu-Versionen muss der Treiber zwangsläufig selbst kompiliert werden. Ab Ubuntu 10.04 (Lucid Lynx), muss auch noch HAL nachinstalliert werden [1]:

  • hal

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

Zum Kompilieren eines Kerneltreibers braucht man außerdem die folgenden Pakete:

  • build-essential

  • linux-headers-generic (der Rechnerarchitektur entsprechend, [5])

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png

Nun lädt man die aktuellste Version der Treiber herunter, kompiliert und installiert diese. Das Kompilieren und Installieren muss nach jedem Kernel-Update wiederholt werden. Daher empfiehlt es sich den Sourcecode des Kernelmoduls in einem Verzeichnis wie ~/.source zu behalten. In einem Terminal gibt man folgendes ein:

mkdir -p $HOME/.source
cd $HOME/.source
wget http://snapshots.madwifi-project.org/madwifi-0.9.4-current.tar.gz
tar xzf madwifi-0.9.4-current.tar.gz
cd madwifi-0.9.4-r*
make && sudo make install 

Zur Aktivierung der neuen Treiber (und Deaktivierung der ath5k/ath9k-Treiber) nutzt man am besten jockey, welches über "System -> Systemverwaltung -> Hardware-Treiber" erreichbar ist. Sollte dieses aus irgendeinem Grund nicht klappen, muss man von Hand die Kernelmodule ath5k bzw. ath9k blacklisten und dafür sorgen, dass ath_pci nicht geblacklistet ist.

Nach Kernel-Update

Nach einem Kernel-Update wird der madwifi-Treiber in der Regel nicht mehr funktionieren und muss neu kompiliert werden. Dies geht - wenn man dem Tip von oben gefolgt ist - ganz schnell im Terminal:

cd $HOME/.source
make clean && make && sudo make install 

Nun kann man den Treiber mit

sudo modprobe ath_pci
sudo restart networking 

laden. Alternativ kann man natürlich auch Ubuntu neu starten.

Besonderheiten an madwifi

Artikel für fortgeschrittene Anwender

Dieser Artikel erfordert mehr Erfahrung im Umgang mit Linux und ist daher nur für fortgeschrittene Benutzer gedacht.

Das Besondere an dem neuen madwifi ist, dass es ein direktes Hardwareinterface bereitstellt, welches wifi0 (für die 1. Karte, wifi1 für die 2. usw.) heißt und auf diesem erst die normalen Interfaces hinzufügt. Diese Interfaces heißen dann normalerweise ath0, ath1, ...!

Interface einrichten

Als erstes muss das "alte" Interface entfernt werden [3]

wlanconfig ath0 destroy 

dann kann man ein neues hinzufügen. Der Befehl für das Interface für den Client-Modus lautet:

wlanconfig ath0 create wlandev wifi0 wlanmode sta 

der für den Access-Point-Modus:

wlanconfig ath0 create wlandev wifi0 wlanmode ap 

und für den Monitor-Modus:

wlanconfig ath0 create wlandev wifi0 wlanmode monitor 

So lassen sich auch mehrere virtuelle Interfaces (ath1, ath2, usw.) einrichten. Setzt man eines davon in den client-mode und ein weiteres in dan ap-mode, kann man über eine Netzwerkbrücke und mit hostapd die WLAN-Verbindung über einen Access-Point auf der gleichen Karte weiterreichen.

Man kann bspw. dafür sorgen, dass die benötigten virtuellen Interfaces beim Systemstart erzeugt werden, indem man sie wie oben angegeben in der Datei /etc/rc.local erzeugt. Dann reicht es über den Network-Manager eine Verbindung aufzubauen und danach einen Access-Point zu starten.

Diese Revision wurde am 10. Juni 2011 um 17:37 Uhr von mniess erstellt.
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