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Ubuntu entfernen

Ubuntu entfernen

Achtung!

Das gesamte ubuntuusers.de-Team übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit der Informationen - im Gegenteil: Wir warnen vor dem Risiko, dass alle Daten auf der Festplatte unwiederbringlich verloren gehen können. Bitte immer Backups wichtiger Daten erstellen!

Die Vorgehensweise:

  1. Backup wichtiger Daten

  2. Von der Windows-Installations-CD booten (DOS-Diskette)

  3. Reparaturkonsole benutzen, um Bootmanager zu entfernen

  4. Partitionen neu strukturieren

Backups

Hierzu muss man nicht viel sagen. Backups wichtiger Daten sollten regelmäßig erstellt und unabhängig vom Rechner gelagert werden. Backups auf dem selben Computer zu speichern von dem sie stammen, bieten nur unzureichende Sicherheit! Am besten brennt man die Daten auf CD/DVD oder lagert sie auf einer externen Festplatte aus.

Welche Installations-CD, welches Passwort?

Man benötigt eine Windows 2000-, Windows XP-CD oder Super Grub Disc um den Bootsektor wiederherzustellen und so den Bootmanager Lilo bzw. GRUB zu entfernen. Die Windows 2000-CD hat den großen Vorteil, dass sie es erlaubt, ohne Administratorpasswort eine Reparaturkonsole zu öffnen. In der Wiederherstellungskonsole der Windows XP-CD wird man im Gegensatz dazu nach dem Administratorpasswort gefragt, bevor man in die Konsole gelangt. Mit Administratorpasswort ist in der Tat das Passwort des Windowsaccounts "Administrator" gemeint. Es ist nicht möglich, sich als User mit Administratorrechten einzuloggen. Die Super Grub Disk hat den Vorteil dass sie Open Source und kleiner als 5 MB groß ist. Mit einem Klick wird die Wiederherstellung vollzogen.

Administratorpasswort unter Windows XP eingeben

Unter "Start -> Systemsteuerung -> Verwaltung -> Computerverwaltung" findet man den Eintrag "Lokale Benutzer und Gruppen". Sollte das Fenster "Systemsteuerung" keinen Eintrag "Verwaltung" aufweisen, klickt man in der linken Fensterhälfte auf "Zur klassischen Ansicht wechseln". Ein Unterpunkt hiervon ist "Benutzer". Hier findet man den Account "Administrator". (Zugriff auf das Administrator-Konto hat man bei XP-Home nur im abgesicherten Modus unter Start/Systemsteuerung/Benutzerkonten.) Diesen mit der linken Maustaste anwählen und den Eintrag "Kennwort festlegen" öffnen. Jetzt sollte eine Warnung erscheinen, diese kann problemlos mit "Fortsetzen" beendet werden. In dem darauffolgenden Dialog vergibt man nun ein Kennwort und wiederholt dieses. Dann mit "Ok" bestätigen und den Rechner mit der eingelegten Windows XP-CD neustarten.

Reparaturkonsole / Wiederherstellungskonsole

Windows XP

Bei Windows XP bootet man den Rechner mit der Installations-CD, wartet einfach bis zur ersten Abfrage (nicht F2 für "automatische Systemwiederherstellung" drücken). Bei der ersten Abfrage drückt man R und wartet, bis die Wiederherstellungskonsole gestartet ist. Jetzt sollte ein Konsolenbildschirm erscheinen mit der Frage, an welcher Windowsinstallation man sich anmelden möchte. Nun einfach die Zahl vor der wiederherzustellenden Installation eingeben und mit bestätigen. Jetzt sollte man das Administratorpasswort parat haben. Einfach eingeben und wieder mit bestätigen. Anschließend die folgenden Befehle ausführen, wobei [Laufwerk] durch das Laufwerk zu ersetzen ist, das die wiederherzustellende Windowsinstallation enthält.

Windows 2000

Man bootet also den Rechner mit der Installations-CD und wählt nicht die Option "Installation" aus, sondern man wählt "Reparatur" und anschließend die Reparaturkonsole. Nun muss man die Windows C:-Partition angeben (und bei XP das Administrator-Passwort eingeben). In der Reparaturkonsole startet man daraufhin die Programme:

Befehle in der Reparatur- / Wiederherstellungskonsole

fixmbr 

und

fixboot [Laufwerk] 

Die Programme fragen in ziemlich beeindruckend beängstigendem Ton, ob man sich wirklich ganz sicher ist, da eventuell alle Daten auf der Festplatte zerstört werden können. In der Tat ist diese ganze Aktion nicht ganz ohne Risiko (siehe Backups), eigentlich sollte es jedoch keine Schwierigkeiten geben.

Windows Vista

Als erstes können die Ubuntu Partitionen unter Windows in der Datenträgerverwaltung Gelöscht werden.

Entfernen des Grub Bootloaders und Wiederherstellung des Windows Vista Bootloaders ist mit dem Hilfsprogramm "Bootrec.exe" in der Windows-Wiederherstellungsumgebung möglich.

Bevor das Hilfsprogramm Bootrec.exe ausgeführt wird, muss die Windows-Wiederherstellungsumgebung gestartet werden. Dazu geht man folgendermaßen vor:

  1. Windows Vista-Installationsdatenträger in das CD- oder DVD-Laufwerk einlegen und damit booten.

  2. Bei Aufforderung eine Taste drücken.

  3. Sprache, Zeit, Währung sowie eine Tastatur oder eine Eingabemethode wählen und auf "Weiter" klicken.

  4. "Computer reparieren" anwählen.

  5. Im Dialogfeld Systemwiederherstellungsoptionen auf "Eingabeaufforderung" klicken.

Befehle in der Reparatur- / Wiederherstellungskonsole

Dieser Befehl listet die Befehle in der Reparatur- / Wiederherstellungskonsole auf:

Bootrec 

Dieser Befehl listet die installierten Betriebsysteme auf:

Bootrec /ScanOs 

Dieser Befehl löscht den MasterBootRecord (MBR):

Bootrec /FixMbr 

Dieser Befehl richtet den Startsektor (auch Bootsektor genannt) der Systempartition neu ein:

Bootrec /FixBoot 

Dieser Befehl durchsucht alle Datenträger nach Installationen, die mit Windows Vista kompatibel sind. Außerdem kann man über diese Option die Installationen auswählen, die dem Speicher für Startkonfigurationsdaten hingezufügt werden sollen. Diese Option wird verwendet, wenn die Startkonfigurationsdaten neu erstellt werden müssen.

Bootrec /RebuildBcd 

System neu starten, Fertig!

Hier gibt es noch mehr darüber: Microsoft Support Seite {de} .

Wiederherstellen des MBR ohne Windows CD

Hat man keine Windows-CD mit Reparaturkonsole zur Hand, hilft das Programm MbrFix.exe weiter (Download hier {en} , Doku hier {en} ). Man installiert die .exe in Windows und öffnet dann die normale cmd.exe. Folgendes muss eingegeben werden:

MbrFix /drive <num> fixmbr 

wobei für <num> die Laufwerksnummer (Zählung beginnt mit Null) anzugeben ist. Falls Windows Vista verwendet wird lautet der Befehl:

MbrFix /drive <num> fixmbr /vista 

Wiederherstellen des MBR mit der Super Grub Disc

Eine weitere Möglichkeit den ursprünglichen MBR von Windows wiederherzustellen bietet die sogenannte Super Grub Disk.

Eigentlich wurde diese Disk konzipiert um Grub auf den MBR zu schreiben, oder um die zu bootende Partition selber auszuwählen.

Die Software eignet sich allerdings auch hervorragend um ein bestehendes Grub zu entfernen und den ursprünglichen, eventuell von Microsoft bereitgestellten Bootloader zu reaktivieren.

Auf der Homepage {en} findet man ein sehr ausführliches Wiki, wo man nochmal alles nachlesen kann und kleines Iso-Image welches man am besten auf eine CD brennt. Ist im Bios das Booten vom DVD- bzw. CD-ROM Laufwerk aktiviert startet das Programm und man kann mit einem ENTER-Klick die ganze Sache wiederherstellen.

Achtung!

Eine fehlerhafte Verwendung der Software MbrFix.exe und/oder der Software Super Grub Disc kann möglicherweise zu einem Totalverlust der Daten auf der Festplatte führen!

Neustart ohne Linux

Der Rechner kann jetzt einfach per Reset neu gestartet werden. Das Boot-Menü sollte nun nicht mehr angezeigt werden, da der MBR ja wieder mit dem Windows-Bootmanager überschrieben wurde.

Möchte man nun auch wieder den Speicherplatz - den Linux nach wie vor belegt - unter Windows nutzen, so müssen die Linux-Partitionen gelöscht werden. Dazu öffnet man

  • "Systemsteuerung -> Computerverwaltung -> Datenträgerverwaltung"

und löscht dort die Linux-Partitionen. Der nun freie Speicher kann beliebig in neue Partitionen aufgeteilt und formatiert werden. Bei Bedarf kann man mit kommerziellen Programmen wie Partition Magic oder Acronis Disk Director den freien Speicher auch bestehenden Paritionen zuordnen.

MBR mit DOS-Diskette wiederherstellen

Es gibt auch die Möglichkeit, den MBR mit Hilfe einer DOS-Bootdiskette und des Programms fdisk wiederherzustellen.

Dazu einfach von einer solchen Diskette booten und den Befehl

fdisk /mbr 

eingeben.

Sollte nur ein Windows XP zur Verfügung stehen, um die Bootdiskette zu erstellen, so wird kein fdisk auf diese kopiert. In diesem Fall kann XFDISK {de} genutzt werden. Einfach das zip-Archiv herunterladen, entpacken und zusätzlich auf die Diskette kopieren.

Der Befehl lautet dann aber:

xfdisk /MBR 

Achtung!

Diese Variante wurde nur mit Windows XP getestet. Ältere Windows Versionen sollten ebenfalls keine Probleme bereiten. Ein solches Vorgehen unter Windows Vista führt möglicherweise nicht zum Erfolg oder richtet sogar Schaden an!

Linux Partitionen sichern und in NTFS oder FAT32 rückkonvertieren

Falls noch Linux Partitionen inklusive der Swap Partition vorhanden sein sollten, können diese in Windows neu, in ein kompatibles Dateisystem wie beispielsweise NTFS konvertiert werden, wobei dabei allerdings sämtliche Dateien verloren gehen. Möchte man die Daten von einem Ext2 oder Ext3 System sicherstellen, kann man diese Linux-Partitionen mit der Freeware EXT2 IFS {en} unter Windows lesen, beschreiben und gegebenenfalls Archivieren, bevor man die Partitionen vernichtet. Gibt man nun in der Windows-Eingabeaufforderung

diskmgmt.msc

ein, kommt man zur Datenträgerverwaltung, wo man nun Linux-Partitionen und Swap in NTFS oder FAT32 rückkonvertieren kann.

Fazit

Jetzt ist Windows wieder so hergestellt wie es vor der Installation einmal war.


Diese Revision wurde am 7. Mai 2009 um 19:12 Uhr von Mike1 erstellt.
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