Prinzipiell lässt sich mit dem Medienplayer Totem digitales Fernsehen anzeigen. In der Vergangenheit war die Einrichtung nicht ganz einfach. Mit der Veröffentlichung von Ubuntu 10.04 ist die Einrichtung dank einer Erweiterung (Plugin) wesentlich einfacher geworden. In jüngeren Versionen ist es wieder schwieriger geworden.
Weitere Programme, die (Digital-)Fernsehen anzeigen können, sind im Artikel TV aufgeführt.
Unter Ubuntu 11.10 lässt sich das für DVB-T benötigte Paket totem-plugins-dvb-daemon zwar aus den Quellen installieren und auch außerhalb von Totem ein Sendersuchlauf starten - aber es wird nicht in Totem eingebunden, d.h. es gibt keinen Menüpunkt zur Auswahl von Fernsehen. Dies liegt daran, dass das Plugin aus den Ubuntu-Quellen zu alt für die verwendete Totem-Version ist (846939).
Um trotzdem DVB-T schauen zu können, muss man das "Personal Package Archiv" (PPA) der GNOME DVB Daemon Entwickler einbinden, das für Ubuntu 11.10 eine aktuellere Version der benötigten Programme und Bibliotheken bereit stellt.
Adresszeile zum Hinzufügen des PPAs:
ppa:gnome-dvb-daemon/ppa
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Weitere Informationen bietet die
PPA-Beschreibung vom Benutzer/Team gnome-dvb-daemon.
Damit Pakete aus dem PPA genutzt werden können, müssen die Paketquellen neu eingelesen werden.
Nach dem Aktualisieren der Paketquellen kann das folgende Paket installiert werden [1]:
totem-plugins-dvb-daemon (ppa)
Zuerst muss das folgende Paket installiert werden:
totem-plugins-dvb-daemon (universe)
| |
| Sendersuchlauf |
| |
| Senderliste |
Wenn man eine von Ubuntu unterstützte DVB-T-Karte bzw. Stick hat, so muss nun zuerst eine Liste der empfangbaren Sender angelegt werden. Dazu wählt man den Menüpunkt "Film -> Fernsehen". In den folgenden Dialogen wählt man zuerst das Land aus und dann den Standort / Bundesland. Anschließend startet ein automatischer Sendersuchlauf. Dieser kann unter Umständen länger dauern, gerade wenn man sich in einem Gebiet mit schwachem Empfang befindet.
Bei der Auswahl des Bundeslandes kann es je nach Wohnort sinnvoll sein, ein angrenzendes Bundesland zu wählen, sofern dort ein stärkerer Sendemast steht. Dies gilt insbesondere dann, wenn man in der Nähe einer Grenze wohnt.
Im Hauptmenü findet sich der Punkt "Anwendungen -> Multimedia -> Digital Fernsehen Kontrollzentrum". Dort lassen sich sowohl Fernsehkarten konfigurieren, als auch die Aufnahmen programmieren, ohne dass Totem laufen muss.
Ist der Sendersuchlauf abgeschlossen, kann man in der Seitenleiste den Punkt "Digitales Fernsehen -> digital terrestrial Fernsehen" öffnen. Die Sender können durch
anklicken gewechselt werden.
Die Schaltflächen "Programmführer" (EPG) und "Was läuft gerade" informieren über das aktuelle Fernsehprogramm.
Der Senderwechsel bei DVB-T kann bis zu 10 Sekunden dauern!
Aufnahmen lassen sich recht einfach über den "Programmführer" festlegen, der über den markierten Sender in der Senderliste abrufbar ist. Ein einfacher
-Klick zeigt genauere Informationen zu den Sendungen, ein Doppel-
-Klick öffnet einen Dialog, in dem die Sendung auf die Liste der geplanten Aufnahmen gesetzt werden kann. Der Rechner muss zum Aufnahmezeitpunkt allerdings laufen! Gegebenenfalls werden nicht alle Sendungen im EPG angezeigt, sodass auf "manuelle" Einstellung zurückgegriffen werden muss.
Die Aufnahme wird standardmäßig fünf Minuten vor Sendungsbeginn gestartet, und endet 5 Minuten nach Ende der vorgesehenen Sendezeit. Unter "Bearbeiten -> Geplante Aufnahmen" lassen sich die Werte ändern, versehentlich angegebenen Aufnahmezeiten löschen, oder auch manuell Aufnahmedaten eingeben. Die Aufzeichnungen werden standardmäßig im Verzeichnis ~/Videos/Recordings/[Sendername]/[Aufnahmedatum-Zeit]/ als 001.mpeg abgelegt. Die Aufnahmen werden in der Seitenleiste bei der Auswahl "Digitales Fernsehen" unter "Aufnahmen" unter dem eigentlichen Titel (ohne weitere Angaben) aufgeführt. Ein "
-> Eigenschaften" öffnet dann ein Fenster mit näheren Information (Datum, Inhalt der Angaben aus dem Programmführer).
Bei "überlappenden" Zeiten (wenn also z.B. nacheinander folgende Sendungen aufgezeichnet werden sollen) müssen ggf. die Anfangs- bzw. Endzeiten entsprechend angepasst werden. Das Programm warnt, wenn die Zeiten verschiedener Sendungen nicht passen. Aufeinanderfolgende Aufnahmen eines Senders werden allerdings jeweils mit Vorlauf und "Nachspann" gespeichert, die "überlappenden" Zeiten werden "doppelt" für beide Aufnahmen verwendet.
Die Aufnahmen können auch "im Hintergrund" erfolgen, ohne das Totem dazu laufen muss. Theoretisch kann bei Verwendung zweier Karten auch "parallel" ein andere Sender angeschaut werden.
Totem
Hauptseite
DVB Daemon
Projektseite, inkl. Installationshinweisen
gnome-dvb-daemon auf Launchpad
- PPA des Projektes
Diese Revision wurde am 14. April 2012 14:42 von ubot erstellt.
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GNOME, Multimedia, DVB
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