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Minecraft

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Inhaltsverzeichnis
  1. Spielmodi

minecraft_logo1.png Minecraft {en} ist ein kommerzielles Open-World- bzw. Sandkastenspiel, welches sich großer Beliebtheit erfreut. Neben der kostenpflichtigen Variante gibt es noch eine kostenlose Classic-Variante, die sich im Browser spielen lässt.

./2011-05-07.jpg
Spieleszene

Spielmodi

Die Vollversion von Minecraft ist im Vergleich zur oben erwähnten Classic-Version stark erweitert. Es gibt z.B. neben normalem Grünland viele sogenannte „Biome“ wie z.B. Wüsten, Sümpfe und Schneelandschaften. Die Vollversion wird zudem durch Updates regelmäßig erweitert. Auch die meisten der im folgenden beschrieben Features gibt es nicht in Minecraft Classic.

Creative-Mode

Der Creative-Mode entspricht im Spielablauf der Classic-Version. Der Spieler kann seiner Kreativität freien Lauf lassen. Alle Rohstoffe stehen unbegrenzt zur Verfügung und man kann in der Welt herumfliegen. NPCs, Wetter und Tageszeiten sind in diesem Modus nicht vorhanden.

Survival-Mode

Der Spieler muss seine Werkzeuge und Baumaterialen eigenständig fertigen („craften“). Auch die Welt ist im Vergleich zum Creative-Mode wesentlich komplexer. Monster erschweren das Abbauen von Rohstoffen und die nächtlichen Ausgänge.

Installation

Das Spiel kann entweder im Browser oder offline gespielt werden.

Hinweis:

Bedingung für das Spielen von Minecraft ist eine bereits installierte Java Laufzeitumgebung.

Offline-Version

Von der Minecraft-Webseite {en} die Datei minecraft.jar herunterladen und in einen beliebigen Ordner kopieren. Das Spiel kann im Installationsverzeichnis durch den folgenden Befehl [1] gestartet werden:

java -jar minecraft.jar  

Spielstand

Bei Minecraft wird der Spielstand kontinuierlich gespeichert und ein zwischenspeichern ist nicht möglich. Um den aktuellen Spielstand manuell zu speichern den zum Spielstand gehörigen Ordner ~/.minecraft/saves komplett sichern. Zur Wiederherstellung des Spielstandes diesen wieder zurückkopieren.

Best_body_and_best_helmet.png
Skin

Skins

Es gibt viele Möglichkeiten das Spiel optisch, z. B. durch Skins (Charakter), an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. Links und Anleitungen hierzu sind im Minecraftwiki {de} zu finden.

Texture-Pack installieren

Die Standard-Texturen der Blöcke und Items können geändert werden, indem ein „Texture-Pack“ installiert wird.

Falls ein Texture-Pack mit einer Auflösung, die höher als 16×16 sein soll, installiert werden soll, muss zuallererst Minecraft gepatcht werden, da sonst ein Blackscreen nach dem Einloggen verursacht wird. Dazu wird der MCPatcher {en} benötigt. Er kann hier heruntergeladen werden; es sollte die aktuelle Version mit .jar-Endung heruntergeladen werden. Die Datei muss ausführbar gemacht werden, damit sie geöffnet werden kann. Es sollte sichergestellt werden, dass „HD Textures“ und „HD Fonts“ angewählt ist, dann kann „Patch“ angeklickt werden. Danach können auch HD-Texture-Packs installiert werden.

Wenn ein Texture-Pack gefunden ist, wird es unausgepackt in den Ordner ~/.minecraft/texturepacks kopiert. (Der Ordner kann auch im Spiel unter "Texture Packs -> Open texture pack folder" aufgerufen werden.) Jetzt muss nur noch das Texture-Pack im selben Menü ausgewählt werden.

Probleme und Lösungen

Leistungsprobleme

Standardmäßig läuft Minecraft auf Ubuntu mit dem OpenJDK. Da es jedoch große Leistungseinbußen mit dem OpenJDK geben kann, empfiehlt es sich, Sun Java zu installieren.

Aktualisierung der LWJGL

Die Lightweight Java Game Library, die von Minecraft installiert wird, ist veraltet und kann u.a. zu schlecher Performance oder „klemmenden“ Tasten im Spiel führen. In diesen Fällen kann man die aktuelle Version der LWJGL von http://lwjgl.org/download.php herunterladen, entpacken und die hier aufgelisteten Dateien in den angegebenen Unterordnern im Minecraft-Installationsverzeichnis ~/.minecraft ersetzen. Die nächste Aktualisierung der mit Minecraft mitgelieferten LWJGL ist für Version 1.3 angekündigt.

Nvidia-Grafikkarte

Bei Nvidia-Karten hat man häufig mit diesem Fehler zu kämpfen:

1
java.lang.IllegalStateException: Only one LWJGL context may be instantiated at any one time.

Hier ist es andersrum als beim ATI-Grafikkartentreiber - Minecraft läuft nur mit der proprietären Variante, nicht aber mit dem OpenSource-Treiber. Das heißt, in "Systemeinstellungen -> Zusätzliche Treiber" muss der Treiber aktiviert werden, welcher mit „Empfohlen“ gekennzeichnet ist. Nach einem Neustart startet Minecraft auch wieder. Gegebenenfalls sollte sicherheitshalber nochmal überprüft werden, ob Sun Java aktiviert ist.

ATI-Grafikkarte

Bei Verwendung des proprietären fglrx-Treibers kann es vorkommen, dass Minecraft plötzlich abbricht. Startet man Minecraft im Terminal [1], so erscheint dort folgende Fehlermeldung:

#
# A fatal error has been detected by the Java Runtime Environment:
#
#  SIGSEGV (0xb) at pc=0x..., pid=..., tid=...
#
# JRE version: 6.0_26-b03
# Java VM: Java HotSpot(TM) Server VM (20.1-b02 mixed mode linux-x86 )
# Problematic frame:
# C  [+0x422]  __kernel_vsyscall+0x2
#
# If you would like to submit a bug report, please visit:
#   http://java.sun.com/webapps/bugreport/crash.jsp
#

Es gibt verschiedene Lösungswege:

Aktueller fglrx-Treiber

Es wird berichtet, dass der beschriebene Fehler bei Verwendung des aktuellen fglrx 11-11 nicht mehr auftritt. Die Installation wird auf Grafikkarten/ATI/fglrx beschrieben. Unter Umständen muss der Treiber manuell installiert werden.

Open Source Treiber

Der Open Source Treiber hat das Problem nicht. Die Installation wird auf Grafikkarten/ATI/radeon beschrieben. Leider genügt die Leistung des Treibers den hohen Ansprüchen Minecrafts oft nicht.

libjsig

Zunächst muss der Pfad zur Bibliothek libjsig.so ermittelt werden. Diese ist Teil des JRE und normalerweise unter /usr/lib/jvm/ zu finden. Mit dem Befehl [1]

update-alternatives --display java

wird die Position des aktuell verwendeten Java-Binarys bestimmt. Die libjsig sucht man relativ dazu unter ../lib.

Nun Minecraft im Installationsverzeichnis mit folgendem Befehl starten [7]:

LD_PRELOAD=/pfad/zu/libjsig.so java -jar minecraft.jar

Experten-Info:

Verursacht wird der Fehler dadurch, dass Signale, die für die JVM bestimmt sind, vom fglrx-Treiber abgefangen werden. Mit LD_PRELOAD=... wird die libjsig geladen, welche sich in das Signal-Handling einklinkt und dafür sorgt, dass alle Signale bei der JVM ankommen.

Wine

Wine über das Software Center installieren [4] und in den Konfigurationen das Betriebssystem auf Windows 7 setzen. Der Rest sollte unverändert bleiben. Anschließend die offline-Java-Version {de} {dl} herunterladen. Diese macht man ausführbar [6] und installiert sie mit Wine [5]. Die offline Version mit dem in Wine installierten Java starten.

Tastenkürzel

Eine Auswahl an Tastenkürzeln - diese kann man im Menü Esc unter "Options... -> Controls..." frei definieren.

Tastenkürzel
Taste(n)Funktion
W + A + S + DSteuerung des Charakters.
         Springen
Ducken.
E Inventar
Q Gegenstand wegwerfen.
1 - 9 + mittlere Maustaste (Mausrad)Gegenstände auswählen
linke Maustaste Abbauen.
rechte Maustaste Setzen, ablegen und aufrufen.
Esc Menü.
T Chat
F1 Ansicht Bildschirmfoto.
F2 Bildschirmfotos aufnehmen. Diese werden im Homeverzeichnis unter .minecraft/screenshots gespeichert.
F5 Ansicht 3rd-Person

Wiki/Icons/games.png

Infobox

Minecraft
Originaltitel: Minecraft
Genre: Open-World-Spiel / Adventure
Sprache: {en}
Veröffentlichung: 10. Mai 2009
Publisher: Mojang AB {en}
Systemvoraussetzungen: -
Medien: Download
Strichcode / EAN / GTIN: -
Läuft mit: Java

minecraft_logo.png

Diese Revision wurde am 7. Mai 2012 18:46 von ubuntu-maverick erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: unfreie Software, Linux-Spiel, Spiele, Java

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