DOSBox
ist ein DOS-Emulator, welcher die Umgebung von x86-Computern (inkl. Eingabegeräten, RAM, CD-ROM, CPU und MS-DOS) nachbildet. Das Ausführen DOS-basierter Software ist somit auch unter Ubuntu möglich.
Einige Spiele laufen nur mit Glide-Grafikkarten. Die Kompilierung wird in einem separaten Artikel beschrieben.
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| DOSBox |
DOSBox ist in den Paketquellen enthalten und kann durch:
dosbox (universe)
installiert [1] werden.
Nach der Installation ist das Programm unter "Anwendungen -> Spiele -> DOSBox-Emulator" zu finden. Unter Xfce findet man es unter "Applications -> Spiele -> DOSBox-Emulator".
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| Railroad Tycoon Deluxe |
Für alle Konfigurationen muss zunächst das Programm mit dem Befehl dosbox gestartet werden, damit er eine Konfigurationsdatei schreibt:
dosbox
Nun existiert die Konfigurationsdatei ~/.dosbox/dosbox-0.73.conf (bzw. mit der jeweiligen Versionsnr.) mit Standard-Einstellungen im Homeverzeichnis des Benutzers.
Um DOSBox auf Deutsch und mit dem deutschen Tastaturlayout zu starten, benötigt man erstmal das zugehörige deutsche Sprachpaket, German languagefile+Readme, von der Downloadseite
. Diese Datei entpackt [2] man dann in dem Ordner .dosbox im Homeverzeichnis.
Als nächstes wird die Konfigurationsdatei ~/.dosbox/dosbox-0.73.conf geöffnet [3] und bei language= die Sprachdatei german.lng angeben, in der Regel:
language=german.lng
Die Ubuntu-Version hat nach der Installation noch kein Tastaturlayout eingerichtet. Um das deutsche Tastaturlayout einzustellen, ändert man in der Konfigurationsdatei [3] ~/.dosbox/dosbox-0.73.conf die Zeile
keyboardlayout=none
bzw. in ~/.dosbox/dosbox-0.74.conf
keyboardlayout=auto
zu
keyboardlayout=gr
Die weiteren Optionen der Konfigurationsdatei kann man im DOSBox-Wiki
nachschlagen.
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| Keymapper |
Um die Tastaturbelegung zu ändern den Keymapper mit
Strg +
F1 oder durch Eingabe von -STARTMAPPER starten. Nun können Änderungen an der virtuellen Tastatur oder am virtuellen Joystick vorgenommen werden. Diese virtuellen Geräte entsprechen den Tasten, die DOSBox an die ausgeführten Programme übergibt. Durch einen Mausklick auf die jeweilige Taste sieht man, mit welcher Funktion diese derzeit verknüpft ist. Änderungen können abschließend gespeichert werden. Die vorgenommenen Einstellungen werden unter ~/.dosbox/mapper.txt abgelegt. Eine detaillierte Anleitung ist in der Datei README_de.txt zu finden.
Zur Installation von Programmen, aber auch zum Austausch von Dateien mit dem Wirtsystem Ubuntu, sollte ein Ordner als Laufwerk C: gemountet werden. Am Besten wird dazu im Konfigurationsverzeichnis unter Ubuntu ein Ordner ~/.dosbox/DRIVE_C erstellt:
mkdir ~/.dosbox/DRIVE_C
Dieses Verzeichnis sollte nun als Autostart beim Starten von DosBox jeweils ausgeführt werden. Dazu wird der mount-Befehl in die Konfigurationsdatei ~/.dosbox/dosbox-0.73.conf in den Abschnitt [autoexec] (am Ende der Datei) eingefügt:
[autoexec] # Lines in this section will be run at startup. mount c ~/.dosbox/DRIVE_C c:
Nun wird bei jedem Programmstart der Ordner als Laufwerk C: eingehängt und dort können nun Programme installiert werden.
Um die Midi-Emulation des Systemdienstes Timidity zu nutzen, trägt man im Abschnitt Midi der Konfigurationsdatei die Werte
mpu401=intelligent device=alsa config=128:2
ein.
Das Programm wird entweder über das Menü "Anwendungen" gestartet oder über das Terminal [4] mit dem Befehl:
dosbox
DOSBox startet in den Standardeinstellungen auf Laufwerk Z:, welches DOSBox sozusagen als internes Basislaufwerk dient und auf dem sämtliche in DOSBox selber verfügbaren Befehle ausgeführt werden können. Um ein Spiel zu starten, einfach in das Verzeichnis des Spiels wechseln und die jeweilige *.exe, *.com oder *.bat Datei ausführen, indem der vollständige Dateiname angegeben wird.
Mit diesen Basisbefehlen kann das Programm bedient werden:
| Befehle | |
| Befehl | Beschreibung |
| mount [Festplatte] [Verzeichnis] | Um auf eine Festplatte zuzugreifen, muss man einmal das jeweilige Laufwerk einbinden. |
| MOUNT A ~/.dosbox/DRIVE_A -T floppy | Bindet im Homeverzeichnis ~/.dosbox/DRIVE_A als Diskettenlaufwerk A: ein. |
| mount c ~/.dosbox/DRIVE_C | Bindet im Homeverzeichnis ~/.dosbox/DRIVE_C als Laufwerk C: ein. S. dazu auch oben, "Laufwerk C: einbinden" per Autostart. |
| mount d /media/cdrom0 -t cdrom | Das erste CD-ROM Laufwerk als Laufwerk D: einbinden. Der Punkt /media/cdrom0 muss dabei ggf. angepasst werden. |
| mount d ~/.dosbox/dosbox_cdrom -t cdrom | Verzeichnis als CD-ROM Laufwerk einbinden. ~/.dosbox/dosbox_cdrom muss dabei angepasst werden. |
| imgmount D ~/[Pfad]/image.iso -t iso | CD-ROM Abbild einbinden (Pfad und Dateiname muss angepasst werden), weitere Parameter |
| cd ORDNER | Wechselt in das Verzeichnis ORDNER. |
| dir | Zeigt die Dateien und Ordner im gegenwärtigen Verzeichnis an. |
| d: | Wechselt auf das Laufwerk D - sofern es eingebunden wurde. |
| cd .. | Wechselt in das nächsthöhere Verzeichnis. |
| help | Um sich in DOSBox zurecht zu finden, braucht man die "alten" DOS-Befehle. Eine Übersicht erhält man mit diesem Befehl. |
Um Befehle nicht bei jedem Start erneut eintippen zu müssen, kann man sie auch in die Konfigurationsdatei unter der Rubrik [autoexec] eintragen [3]. Eine Beispieldatei kann so aussehen:
Mit Raute (#) markierte Zeilen sind auskommentiert. Je nach verwendeter Version von DOSBox unterscheidet sich die zu verwendende Syntax minimal.
# This is the configurationfile for DOSBox 0.73. # Lines starting with a # are commentlines. # They are used to (briefly) document the effect of each option. ... [dos] keyboardlayout=gr ... [autoexec] @ECHO OFF # Einbinden von Laufwerk C: MOUNT C ~/.dosbox/Drive_C # Wechsel nach Laufwerk C C: # Einbinden von Laufwerk D als CD-Laufwerk # Hier wurde /media/cdrom0 gewählt MOUNT D /media/cdrom0 -t cdrom # clear screen - Bildschirm löschen CLS # Eigener Text @echo ubuntuusers rules
In diesem Beispiel wird davon ausgegangen, dass die Ordner ~/.dosbox/Drive_C (Festplatte) und ~/.dosbox/Drive_D (CD-Laufwerk) im Homeverzeichnis angelegt worden sind.
# This is the configurationfile for DOSBox 0.74. (Please use the latest version of DOSBox) # Lines starting with a # are commentlines and are ignored by DOSBox. # They are used to (briefly) document the effect of each option. [sdl] fullscreen=false fulldouble=false fullresolution=original windowresolution=original output=surface autolock=false sensitivity=100 waitonerror=true priority=higher,normal mapperfile=mapper-0.74.map usescancodes=true [dosbox] language=german-0.74.lang machine=svga_s3 captures=capture memsize=16 [render] frameskip=0 aspect=false scaler=normal2x [cpu] core=auto cputype=auto cycles=auto cycleup=10 cycledown=20 [mixer] nosound=false rate=44100 blocksize=1024 prebuffer=20 [midi] mpu401=intelligent mididevice=default midiconfig= [sblaster] sbtype=sb16 sbbase=220 irq=7 dma=1 hdma=5 sbmixer=true oplmode=auto oplemu=default oplrate=44100 [gus] gus=false gusrate=44100 gusbase=240 gusirq=5 gusdma=3 ultradir=C:\ULTRASND [speaker] pcspeaker=true pcrate=44100 tandy=auto tandyrate=44100 disney=true [joystick] joysticktype=auto timed=true autofire=false swap34=false buttonwrap=false [serial] serial1=dummy serial2=dummy serial3=disabled serial4=disabled [dos] xms=true ems=true umb=true # Tastaturlayout Deutsch keyboardlayout=gr [ipx] ipx=false [autoexec] # Einbinden von Laufwerk C mount c ~/.dosbox/Drive_C # Wechsel nach Laufwerk C c: # Einbinden von Laufwerk D als CD-Laufwerk # Hier wurde ein Ordner im Homeverzeichnis gewählt mount d ~/.dosbox/Drive_D -t cdrom # clear screen - Bildschirm löschen CLS # Eigener Text @echo ubuntuusers rules
Ab der Version 0.65 unterstützt DOSBox nun auch das IPX-Protokoll. Nachdem das Feature in der dosbox.conf aktiviert wurde, lässt sich mit folgenden Befehlen ein Netzwerk einrichten und verwalten:
| IPX | |
| Befehl | Funktion |
ipxnet startserver [Port] | Startet einen IPX-Server auf dem angegebenen Port. |
ipxnet stopserver | Beendet einen Server. |
ipxnet connect [IP-Adresse] [Port] | Verbindet mit einem Server. |
ipxnet disconnect | Trennt die Verbindung mit einem Server. |
Screenshots (als *.png), Soundaufnahmen (als *.wav), Raw-MIDI-Daten und Videoclip werden im Unterverzeichnis ~/.dosbox/capture gespeichert. Das Verzeichnis muss im Vorfeld angelegt werden. Unter Tastenkürzel sind die entsprechenden Tastenkombinationen hinterlegt.
In der Datei dosbox.conf autolock=true auf autolock=false einstellen, damit DOSBox den Cursor ohne Tastenkombination freigibt.
Das Frontend DOSBoxGui für DOSBox kann von von der Projektseite
heruntergeladen und entpackt [2] werden. Den Ordner umbenennen zu dosboxGui und ins Homeverzeichnis verschieben. Die Datei dosboxgui.tcl ausführbar [7] machen und starten [4]:
~/dosboxGui/dosboxgui.tcl
Die Programme werden unter ~/.dosbox/dosboxgui/ hinterlegt.
Ein alternatives Frontend für DOSBox stellt der in Java geschriebene DOSBOX Game Laucher (DBGL) dar. Man kann auf der Projektseite
eine entsprechende Linux Variante (32/64 Bit) herunterladen. Im Anschluss entpackt [2] man dies in einen beliebigen Ordner, verschiebt diesen [4] [8] und legt eine symbolische Verknüpfung an:
sudo mv dbglVERSIONSNUMMER /opt/dbgl sudo ln -s /opt/dbgl/dbgl /usr/local/bin/dbgl
Anschließend startet man das Programm [9] mit dem Befehl dbgl.
Unter "File -> Adjust settings" im Reiter "General" die Sprache auf Deutsch umstellen. Nach einem Neustart steht die Auswahl zur Verfügung.
Im DBGL können für jedes auszuführende DOS Programm Profile angelegt werden. Vorlagen für die meisten DOS Spiele können komfortable über "Hinzufügen" hinzugefügt werden, d.h. man gibt vorher den Suchbegriff im Title Feld ein und drückt auf dem daneben liegenden "Abfrage bei MobyGames" Knopf, darauf erscheint ein kleiner Dialog wo man einen der Suchtreffer ins Profil laden kann. Anschließend im Reiter "Mounting" unter dem Punkt "Starten" den Pfad zur Startdatei hinterlegen. Hat man dies geschafft, kann man das Profil nun aufrufen.
Um ein permanentes Laufwerk C zu erhalten unter ~/.dosbox/ einen neuen Ordner DRIVE_C anlegen und diesen in dosbox.conf hinterlegen [3]. Alle unter C: installierten Programme sind nun unter c: bzw. ~/.dosbox/DRIVE_C zu finden. Dies funktioniert auch mit anderen Laufwerksangaben.
Verknüpfungen zu *.exe, *.com oder *.bat Dateien können angelegt werden. Als benutzerdefinierten Befehl verwendet man dosbox. Nun können diese Dateien über Nautilus gestartet werden.
Wenn die Pfeiltasten nicht funktionieren, hilft eventuell die Einstellung usescancodes=false im Abschnitt [SDL] der Datei dosbox.conf. In diesem Fall muss das Tastaturlayout auf none gestellt werden, da DOSBox das Tastaturlayout des X-Servers verwendet.
Um das Soundproblem zu lösen mit einem Editor [3] die Datei dosbox.conf abändern:
rate=44100 prebuffer=50
| DOSBox | |
| Taste(n) | Funktion |
| Tab ⇆ | Autovervollständigung von Befehlen. |
| Alt + F7 | Frameskip tiefer stellen. |
| Alt + F8 | Frameskip höher stellen. |
| Alt + ⏎ | Vollbildmodus an/aus |
| Fn + Alt + ⏎ | Vollbildmodus an/aus (Laptoptastatur) |
| Alt + Pause | Emulation unterbrechen |
| Strg + F1 | Keymapper starten |
| Strg + F4 | Disketten-Image wechseln; Verzeichnisstruktur neu lesen |
| Strg + F5 | Screenshot als .png-Datei abspeichern |
| Strg + Alt + F5 | Bildschirmausgabe und Sound als Videoclip speichern an/aus |
| Strg + F6 | Soundausgabe in .wav-Datei schreiben an/aus |
| Strg + Alt + F7 | OPL-Daten aufzeichnen an/aus |
| Strg + Alt + F8 | Raw-MIDI-Daten aufzeichnen an/aus |
| Strg + F7 | Frames überspringen -1 |
| Strg + F8 | Frames überspringen +1 |
| Strg + F9 | DOSBox schließen |
| Strg + F10 | Maus erfassen/freigeben |
| Strg + F11 | Emulation verlangsamen (DOSBox-Cycles verringern) |
| Strg + F12 | Emulation beschleunigen (DOSBox-Cycles erhöhen) |
| Alt + F12 | Drosselung aufheben (Turbo-Knopf) |
CONQUESTS OF CAMELOT: The Search for the Grail
- bereitgestellt von Christy Marx
CONQUESTS OF THE LONGBOW: The Legend of Robin Hood
- bereitgestellt von Christy Marx
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