Sobby ist der Standalone Server für gemeinschaftliches Bearbeiten von Textdateien und Quellcode mit dem Gemeinschaftseditor Gobby. Wie dieser ohne einen extra Server betrieben wird, ist im Artikel Gobby beschrieben.
Sobby verwaltet neu angelegte Dokumente und Änderungen an den selben in einer Sitzungsdatei und macht Änderungen in Echtzeit bei allen Beteiligten sichtbar. Leider können in Sobby Versionen bis einschließlich Version 0.4.1 erstellte Dokumente nicht gelöscht werden, sondern nur die gesamte Sitzung.
Folgendes Paket muss installiert [1] werden:
sobby (universe, [2])
Man muss beachten, dass Gobby und sobby noch intensiv weiterentwickelt werden. Dadurch sind die einzelnen Versionen zueinander inkompatibel. Möchte man also gemeinsam an einem Dokument arbeiten, so sollte man darauf achten dieselbe Versionsnummer, also 0.3.* oder 0.4.*, zu nutzen. Welche Versionen aktuell in den jeweils unterstützten Ubuntu Quellen enthalten sind, zeigt die Ubuntu Paket Suche
.
Eine Sitzung wird mit dem Befehl sobby gestartet, wobei verschiedene Startparameter angegeben werden können [3]. Beendet werden kann der Dienst mittels service sobby stop.
| Parameter | Funktion | |
-p | --port=6522 | Port auf dem der Server erreichbar ist; Standard ist 6522 |
--password=geheim | TLS verschlüsseltes Passwort für den Zutritt zur Sitzung | |
-n | --name=Hostname | Name unter dem der Server erreichbar ist |
-i | --interactive | Startet mit einer Konsole zur Befehlseingabe (siehe unten) |
--autosave-file=beispielsitzung.obby | Sitzungs-Datei zur automatischen Speicherung | |
--autosave-interval=60 | Abstand in Sekunden zwischen automatischen Speicherungen; 0 schaltet die automatische Speicherung ab | |
-c | --configfile=obbyconf.xml | Gibt eine xml-Datei an, aus der weitere Einstellungen gelesen werden sollen |
--write-configfile=obbyconf.xml | Schreibt die benutzten Einstellungen in eine xml-Datei und beendet den Server | |
Die Konfiguratiosdateien werden im xml-Format gespeichert und können auch mit einem Texteditor erstellt und bearbeitet werden [4]. Eine beispielhafte Konfiguration für eine mit einem Passwort geschütze Sitzung, die alle sechzig Sekunden automatisch gespeichert wird:
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<sobby_config>
<settings>
<autosave_file>beispielsitzung.obby</autosave_file>
<autosave_interval>60</autosave_interval>
<name>Hostname</name>
<password>geheim</password>
<port>6522</port>
</settings>
</sobby_config>Diese beispielhafte Sitzung kann mit folgendem Befehl erstellt werden [3]:
sobby --autosave-file=beispielsitzung.obby --autosave-interval=60 --name=Hostname --password=geheim --write-configfile=obbyconf.xml
Und sie wird wie folgt zum ersten Mal gestartet [3]:
sobby -c obbyconf.xml
Wurde diese Sitzung beendet und soll wieder aufgerufen werden, so muss der Dateiname angegeben werden, unter dem die Sitzung automatisch gespeichert wurde [3]:
sobby -c obbyconf.xml beispielsitzung.obby
Mit dem Parameter --interactive, kurz -i, wird eine Befehlseingabe während der Laufzeit ermöglicht, die bisher aber nur wenige Befehle umfasst.
| Befehl | Funktion |
help | Gibt die Hilfe aus |
exit | Beendet den Server |
users | Zeigt die verbundenen Benutzer an |
documents | Zeigt die geöffneten Dateien an |
Diese Revision wurde am 1. Juni 2011 um 19:57 Uhr
von frustschieber erstellt.
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