Ende April 2013 hat der Programmautor beschlossen, Remastersys einzustellen. Von dieser Entscheidung sind auch die zur Installation notwendigen Paketquellen betroffen, die nicht mehr verfügbar sind. Die Abspaltung (Fork) System Imager
versucht, die Entwicklung weiterzuführen. Eine weitere Alternative will das Projekt relinux
bieten, das sich allerdings noch in Entwicklung befindet.
Dieser Anleitung fehlen noch einige Informationen. Wenn Du etwas verbessern kannst, dann editiere den Beitrag, um die Qualität des Wikis noch weiter zu verbessern.
Anmerkung: Der Inhalt dieses Artikels basiert größtenteils noch auf der älteren Version 2.0. Informationen zur Anfang 2012 veröffentlichten Version 3.0 könnten ergänzt werden.
Ubuntu 12.10 „Quantal Quetzal“
Ubuntu 12.04 „Precise Pangolin“
Ubuntu 10.04 „Lucid Lynx“
Remastersys
ist ein Programm zur einfachen Erstellung individueller Live-CDs bzw. -DVDs des laufenden Systems für Debian und Ubuntu. Das Programm wird auf dem zu sichernden System entweder per Terminal oder mittels grafischer Benutzeroberfläche ausgeführt. Das Projekt wurde von Tony Brijeski aka Fragadelic entwickelt.
Remastersys kennt dabei zwei Modi mit jeweils unterschiedlicher Zielrichtung: zum einen gibt es den Modus "backup", welcher die Erstellung einer LiveCD/-DVD als Betriebssystembackup mit eigener Paketauswahl, persönlichen Daten, Einstellungen etc. erlaubt. Die andere Option ist "dist", welche die Erstellung einer LiveCD/DVD mit der eigenen Paketauswahl, aber ohne persönliche Daten und Einstellungen, erlaubt.
Das Besondere ist, dass man in beiden Fällen mit dieser LiveCD/-DVD wie von einer normalen Ubuntu CD installieren kann. Das Ergebnis dieser Ubuntu-Installation ist dann das zuvor gesicherte System, jeweils mit oder ohne gesichertem Homeverzeichnis.
Das Backup kann auch auf eine andere Festplatte, ja sogar einem anderen Dateisystem und bei anderer Größe der Installationspartition zurück gespielt werden, selbst das Aufspielen auf einen anderen PC oder Notebook (auch bei völlig unterschiedlicher Hardware) ist möglich.
bei einem Defekt der Festplatte oder sogar der gesamten Hardware ist das Backup daher immer noch einsetzbar
das Zurückspielen funktioniert bequem über die LiveCD-Funktion, ein zusätzliches Programm oder Medium entfällt
das eigene System kann als Live-CD/DVD mitgeführt werden
der Installationsaufwand bei mehreren Rechnern minimiert sich
bei Nutzung der Option dist bleibt die Privatsphäre gewahrt
grundsätzlich sollte es auch möglich sein, mit Remastersys eine Wubi-Installation, ja sogar eine virtuelle Ubuntu-Installation zu sichern und damit deren Beschränkungen aufzuheben
Aufgrund dieser Eigenschaften ist Remastersys für Ubuntu derzeit die einzige voll hardwareunabhängige Lösung zum Erstellen eines Backups. Remastersys eröffnet zudem einen einfachen Weg zur Erstellung einer unbeaufsichtigten (unattended) Installation.
Die Datei /etc/fstab wird durch das Installationsprogramm neu geschrieben.
Die Komprimierungsrate ist zwar sehr hoch (z.B. 6 GB Installation werden auf eine ca. 2 GB große ISO-Datei komprimiert), aber sie kann keine Backups über mehrere Medien anlegen. Momentan ist bei einer DVD 5 (ca. 4,4 GB) Schluss. Remastersys sichert immer die Rootpartition und ist dadurch für reine Datenbackups (ohne Betriebssystem) nicht geeignet.
Remastersys erstellt kein Backup von in /media gemounteten Laufwerken – der Ordner wird vollständig ignoriert (ist ja auch logisch, da sonst die DVD Größe gesprengt werden würde...). Die /home-Partition wird aber bei der Option Backup mitgesichert, selbst wenn sie sich auf einer anderen Partition befindet.
Remastersys ist nicht über die offiziellen Paketquellen verfügbar. Daher muss zur Installation [1] auf Fremdquellen ausgewichen werden.
Bitte beim Installieren unbedingt darauf achten, ein exakt zur eigenen Ubuntu-Version passendes Remastersys auszuwählen!
Um aus der Fremdquelle zu installieren, muss man die folgenden Paketquellen freischalten:
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
deb http://www.remastersys.com/ubuntu VERSION main
Um die Fremdquelle zu authentifizieren, kann man
entweder den Signierungsschlüssel herunterladen
und in der Paketverwaltung hinzufügen oder folgenden Befehl ausführen:
wget -q http://www.remastersys.com/ubuntu/remastersys.gpg.key -O- | sudo apt-key add -
Um aus der Fremdquelle zu installieren, muss man unabhängig von der Ubuntu-Version die folgende Paketquelle freischalten:
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Das Repository muss manuell in die Datei /etc/apt/sources.list eingetragen werden. Ein Eintrag per Synaptic funktioniert nicht.
Die oben genannte Paketquelle für Ubuntu 10.04 enthält die neue Version 3.0, die zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels nicht verfügbar war.
Das im Rahmen dieses Artikels getestete Remastersys ist die Version 2.0, die über das Paket remastersys_2.0.18-1_all.deb aus folgender Paketquelle (auch für Ubuntu 10.04) bezogen werden kann:
deb http://www.geekconnection.org/remastersys/repository karmic/
Nun aktualisiert man die Paketlisten und installiert das Programm mit
remastersys
mit apturl
Paketliste zum Kopieren:
sudo apt-get install remastersys
sudo aptitude install remastersys
Version 2.0-2 und folgende enthalten bereits eine grafische Benutzeroberfläche. Zu finden unter "System -> Systemverwaltung -> Remastersys Backup". Ab Version 3.x sind zwei grafische Benutzeroberflächen optional verfügbar. Zur Verwendung muss man eines dieser beiden Pakete installieren.
remastersys-gui
mit apturl
Paketliste zum Kopieren:
sudo apt-get install remastersys-gui
sudo aptitude install remastersys-gui
oder
remastersys-gtk
mit apturl
Paketliste zum Kopieren:
sudo apt-get install remastersys-gtk
sudo aptitude install remastersys-gtk
Zu beachten ist, dass man immer nur eine Oberfläche zur Zeit verwenden kann. Man muss gegebenenfalls eine deinstallieren, bevor man die andere installieren kann.
Es werden Root-Rechte benötigt. Ab der Version 2.0-2 wird auch eine grafische Benutzeroberfläche mitgeliefert. Ein Programmstarter wird automatisch auf dem Desktop bzw. im Menü abgelegt.
Remastersys lässt sich auch über die Kommandozeile bedienen. Folgende Optionen sind verfügbar:
backup - erstellt ein vollständiges Backup des Systems, inklusive des /home Ordners
dist - erstellt ein vollständiges Backup des Systems, exklusive des /home Ordners
modify - ermöglicht, die Konfiguration zu ändern
clean - löscht den Inhalt des temporären "build"-Ordners
cdfs - in Verbindung mit "dist" wird lediglich das Arbeitsverzeichnis (mit Inhalt), jedoch ohne ISO-Datei, angelegt
iso - Erstellen der (fehlenden) ISO-Datei nach zuvor ausgeführtem cdfs
custom.iso - benennt die ISO-Datei nach eigenem Wunsch. custom kann beliebig ersetzt werden, sollte aber möglichst kurz gehalten werden.
Die Parameter cdfs und iso sind in der Praxis nur von Bedeutung, falls vor der Erstellung der ISO-Datei im Arbeitsverzeichnis noch etwas manuell geändert werden soll.
Remastersys-grub-restore ist ein text-basierendes Wiederherstellungs-Programm für den Bootloader GRUB. Das Programm wird in der Version 2.0.12-1 mit Remastersys zusammen installiert. Mit remastersys-grub-restore kann der Bootloader im LiveCD-Modus und auf dem re-installierten System wiederhergestellt werden. In späteren Versionen ist Remastersys-grub-restore nicht mehr verfügbar.
Ein Programmstarter und ein Programm-Symbol werden im Menü "System -> Systemverwaltung -> remastersys-grub-restore" erstellt.
Folgende Konfigurationen können entweder in der Datei /etc/remastersys.conf oder per GUI eingestellt werden:
WORKDIR="/home/remastersys"- das Arbeitsverzeichnisses
EXCLUDES="" - nicht zu sichernde Ordner können hier eingetragen werden. Mehrere Ordner mit Leertaste trennen, Platzhalter wie * werden nicht unterstützt.
LIVEUSER="custom"- Name für den Benutzer der LiveCD
LIVECDLABEL="Custom Live CD" - CD-Titel ändern
CUSTOMISO="custom.iso" - Name der ISO-Datei
LIVECDURL="http://www.remastersys.com" - URL für die Usb-creator-Info
Ab Version 3.0 sind zusätzlich auch noch folgende Konfigurationen möglich:
SQUASHFSOPTS="-no-recovery -always-use-fragments -b 1M -no-duplicates" - Optionen für das Squashfsdateisystem
BACKUPSHOWINSTALL="1" - Anzeige des Installationsstarters auf dem Desktop im Backupmode ("1"=Anzeigen, "0"=nicht Anzeigen)
Das WORKDIR="/home/remastersys" muss auf einer Linuxpartition liegen. Falls es auf einer NTFS- oder FAT-Partition liegt, werden die Dateirechte falsch gesetzt und die spätere DVD "friert" u.U. beim Bootvorgang ein.
Man braucht im Terminal [2] nur folgenden Befehl ausführen:
sudo remastersys dist
Im Gegensatz zu früheren Version wird ab Version 2.x von Remastersys keine Live-CD mehr benötigt.
Bei der Option dist werden die Dateien der /home Partition für die Dauer der Programmausführung gesperrt (durch eine Änderung der Benutzer-ID). Falls das Programm von Hand abgebrochen wird, riskiert man ein unbenutzbares System! Der Autor des Programms rät daher ausdrücklich davon ab, das Programm zu unterbrechen! Während des Programmlaufs ist das System stark ausgelastet. Es sollte daher nur dann ausgeführt werden, wenn u.U. mehrere Stunden auf die Rechnernutzung verzichtet werden kann!
Falls der Fall auftritt, kann es helfen sudo remastersys clean und sudo remastersys dist cdfs (ungeachtet etwaiger Fehlermeldungen) auszuführen. Nötigenfalls kann dies auch ohne grafische Oberfläche, etwa durch Booten im Rettungsmodus, geschehen.
Grundsätzlich ist es möglich, mit remastersys dist eine eigene Distribution zu erstellen. Allerdings ist der Aufwand kaum geringer als beispielsweise mit reconstruktor
oder dem Ubuntu Customization Kit. Am ehesten lässt sich noch die Einrichtung eines Standardbenutzers realisieren, indem z.B. der aktuelle Benutzer zum Standardbenutzer gemacht wird. Dies wird im Terminal mit einem einfachen:
sudo cp /home/Benutzer/.* /etc/skel
realisiert. Allerdings muss root Besitzer des Ordners /etc/skel sein. Weitergehende Eingriffe sind in einer Anleitung auf der Projektseite
dokumentiert.
sudo remastersys backup
/home wird hier im Gegensatz zur Option "dist" nicht gesperrt.
Da der komplette /home-Ordner gespeichert wird, bleiben auch die Einstellungen für mehrere Benutzer erhalten.
Die fertige ISO-Datei wird normalerweise im Ordner /home/remastersys/ erstellt (kann geändert werden) und kann mit einem beliebigen Brennprogramm je nach Größe auf CD bzw. DVD gebrannt werden. Die Konfigurationsdatei liegt in /etc/remastersys.conf. Vor dem zweiten und vor jedem weiteren Durchlauf des Programms muss im Terminal vorher:
sudo remastersys clean
ausgeführt werden.
Wird sudo remastersys clean vergessen, läuft man Gefahr, Datenmüll zu produzieren und damit die ISO-Dateigröße zu sprengen. Falls das Arbeitsverzeichnis von Remastersys umgestellt wurde, sollten keine wichtigen Daten im gleichen Ordner liegen, diese werden ohne Rückfrage bei remastersys clean mitgelöscht!
Eine Beschreibung des Programms lässt sich auch über seine Hilfeseiten anzeigen.
Beim Starten der erstellten CD/DVD musste früher beachtet werden, dass Systeme mit anderem Grafikkartentreiber als das Backupsystem die Anpassung der xorg.conf erforderlich machen können. Allerdings leistet der sich weitgehend selbst konfigurierende ("bulletproof") XServer sehr gute Dienste, so dass dieser Punkt unwichtig geworden ist. Eine weitere Alternative bietet der Parameter forcevesa am Prompt der LiveCD.
Der Autor des Programms rät, einen proprietären Grafikkartentreiber (Nvidia oder ATI) vor Durchlauf des Programms zu deinstallieren. Der Grafikkartentreiber kann nach der Installation dann wieder eingespielt werden. Weiterhin hat es sich als praktisch erwiesen, während des LiveCD-Betriebs aus einer "normalen" Ubuntu-CD die Datei /etc/X11/xorg.conf zu sichern. Die Datei kann dann beispielsweise auf dem Desktop oder in /etc/X11/xorg.conf_sicher im zu sichernden System hinterlegt werden. Bei Problemen kann dann die xorg.conf ersetzt werden.
Falls die resultierende ISO-Datei sehr klein ist (z. B. 80 MB), liegt das daran, dass zu viel Daten auf der Root-Partition, bei der Option backup auch auf der Home-Partition liegen.
Da Remastersys nur ISO-Dateien bis zu einer komprimierten Größe von DVD 5 (4,4 GB) erstellt, muss zur Verwendung von Remastersys die Datenmenge reduziert werden. Dies kann z.B. dadurch erreicht werden, dass mit der Option dist auf Benutzerdaten verzichtet wird. Eine weitere Möglichkeit ist es, bestimmte Ordner von der Sicherung auszuschließen (siehe Abschnitt Verwendung/Konfiguration).
Bei der Berechnung der Größe sollte beachtet werden, dass Bild- Video- und Musikformate in der Regel bereits hoch komprimiert vorliegen und daher nach der Komprimierung nicht weniger Platz verbrauchen.
Alternativ kann auch Speicherplatz auf der Root-Partition und/oder der Home-Partition frei geschaufelt werden. Dazu bietet sich folgende Vorgehensweise an:
Die im Artikel Festplattenbelegung genannten Programme helfen bei der Analyse, wo am meisten Platz verbraucht wird.
Man startet einen Dateimanager mit Root-Rechten und löscht überflüssige Dateien manuell.
Bei der Installation einer mittels remastersys backup angefertigten LiveCD/-DVD ist zu beachten, dass der Benutzername und das Kennwort lediglich als Platzhalter eingegeben werden. Nach der Installation werden daher lediglich die gesicherten Benutzer angelegt. Es kann vorkommen, dass man nach der Re-Installation mit der von Remastersys erstellten CD/DVD sich nicht einloggen kann (ein Grund kann z.B. eine Umstellung auf eine andere Swap-Partition sein). Man erhält dann eine lange Fehlermeldung, bei der am Ende folgendes steht:
mkdtemp: private socket dir: Permission denied
Hintergrund des Fehlers sind fehlende Schreibrechte des Benutzers auf /tmp. Lösung: mit Strg + Alt + F2 auf die Konsole wechseln und dort anmelden. Dann
sudo chmod a+w /tmp
eingeben und mit Strg + Alt + F7 wieder in die grafische Oberfläche wechseln und wie gewohnt anmelden.
Remastersys verbraucht zur Erstellung der ISO-Datei viel Platz (gewöhnlich ca. 2/3 der zu sichernden Datenmenge). Der Platzverbrauch resultiert neben der ISO-Datei aus einem mindestens ebenso großen temporären Bereich sowie den Boot-Dateien. Dadurch kann es vorkommen, dass auf der Root-Partion zu wenig Platz zum Erstellen bleibt.
Falls die Root-Partition voll läuft, ist es möglich, dass man sich beim nächsten Mal nicht mehr in der grafischen Oberfläche anmelden kann.
In diesem Fall hilft nur das Ausführen von
sudo remastersys clean
im Terminal oder im Textmodus mit Strg + Alt + F2 und zurück mit Strg + Alt + F7 . Remastersys bietet für das Platzproblem Abhilfe u.a. mit Hilfe des grafischen Frontends, das zumindest ab Version 2.0-2 vorhanden ist. Alternativ kann auch der betreffende Bereich in der Datei /etc/remastersys.conf (zusammen mit anderen Einstellungen) geändert werden.
Im grafischen Modus kann das Arbeitsverzeichnis (Temp-Bereich des Programms) folgendermaßen umgestellt werden: Dazu wählt man die Option "Modify the remastersys config". Dort stellt man statt /home/remastersys einen anderen Ort ein (dieser muss natürlich eingebunden sein!).
Nach dem Booten von dem Datenträger startet kein Programm zur Installation und es ist auch keins im LIVE-System verfügbar. Das liegt daran, dass Remastersys während eines Erstellungsprozesses eines der folgenden Pakete installiert, um diese ins CD-Image einzubauen:
ubiquity-frontend-gtk (Ubuntu, Xubuntu, Lubuntu)
mit apturl
Paketliste zum Kopieren:
sudo apt-get install ubiquity-frontend-gtk
sudo aptitude install ubiquity-frontend-gtk
oder
ubiquity-frontend-kde (Kubuntu)
mit apturl
Paketliste zum Kopieren:
sudo apt-get install ubiquity-frontend-kde
sudo aptitude install ubiquity-frontend-kde
Diese Pakete werden nach dem Erstellungsprozess automatisch wieder entfernt. Wenn während dieses Prozesses aus irgendeinem Grund keine Installation möglich ist, fehlt dieses Paket auf der CD. Aus diesem Grund muss man es entweder manuell vor jedem Erstellungsprozess installieren oder dem System die Paketinstallation ermöglichen.
Bei der Remastersys Live-CD können die gleichen Bootoptionen wie bei einer normalen Ubuntu Live-CD angegeben werden. Eine Übersicht findet man hier: Boot Options 
Bei virtuellen Festplatten (beispielsweise einer VMware Installation) sollte beachtet werden, dass diese nach dem Zurückspielen den vollen Platz (ungeachtet der Option "mitwachsen") belegen können! In diesem Fall sollten diese Daten anderweitig gesichert oder die betreffenden Ordner in der Datei /etc/remastersys.conf als nicht mitzusichern (EXCLUDE) eingetragen werden (siehe auch bekannte Probleme).
Beim Sichern einer verschlüsselten Ubuntui-Installation ist zu beachten, dass die /etc/fstab (da neuerstellt) entsprechend abgeändert werden muss. Weitere Informationen dazu finden sich in der Diskussion Remastersys - Fehler beim Schreiben von GRUB.
Die Sicherung einer verschlüsselten Ubuntu-Installation klappt zwar, aber ohne anschließend verfügbare Verschlüsselung. Ob die Verschlüsselung einzig mit einer Änderung /etc/fstab zu aktivieren ist, wurde bislang noch nicht getestet!
Wer mit Remastersys ein vollständiges Backup des Systems (inkl. Homeverzeichnis) erstellt hat und den Benutzernamen nach einer Neuinstallation von der Live-CD anpassen möchte, hält sich an die unten stehende Anleitung. Da alle Befehle mit Root-Rechten ausgeführt werden müssen, startet man den jeweiligen Rechner entweder im Recovery Modus oder wechselt in eine Root-Shell. Hier arbeitet man die folgenden Befehle von oben nach unten ab, wobei die Benutzernamen noch in die vorhandenen Gegebenheiten angepasst werden müssen:
sudo -i # wechselt in eine Root-Shell, im Recovery Modus nicht erforderlich usermod -l neuerloginuser alterloginuser # benennt loginuser um mv /home/alterloginuser /home/neuerloginuser # benennt homeunterordner für loginuser um usermod -d /home/neuerloginuser neuerloginuser # neuerloginuser zieht in sein richtigen homeunterordner um chfn neuerloginuser # persönliche Angaben werden auf neuerloginuser angepasst groupmod -n neuerloginuser alterloginuser # benennt Gruppe des loginuser um passwd neueruserlogin # fragt nach neuem Passwort für neueruserlogin getent passwd neueruserlogin # kontrolliert persönliche Angaben und Verzeichnis ls -ld /home/neueruserlogin # kontrolliert Gruppenrechte reboot now # startet das System neu
Wenn ein Passwortmanager wie z.B. der GNOME Schlüsselbund benutzt worden ist, sollte man nach einem Neustart noch ein neues Kennwort vergeben.
Diese Revision wurde am 29. April 2013 11:27 von aasche erstellt.
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