ubuntuusers.de

ubuntuusers.deWikiPosteRazor

PosteRazor

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

./posterazor_logo.png PosteRazor {de} ist ein Programm, das es möglich macht, große Rasterbilddateien in mehrere Teile zu zerschneiden. Anschließend kann man diese Teile drucken und wieder zu einem Ganzen zusammenfügen. PosteRazor automatisiert die Druckvorstufe für den großformatigen Posterdruck und macht billigen Posterdruck auch mit A4-Druckern möglich und steht neben Linux auch auch für Windows und Mac OS X zur Verfügung.

./poste_01.jpg

Als Ausgangsmaterial braucht der PosteRazor eine Rasterbilddatei (Bitmap). Das Endprodukt ist ein Poster in Form eines mehrseitigen PDF-Dokuments. Eine einfach zu bedienende Benutzerschnittstelle im Assistenten-Stil leitet durch die fünf erforderlichen Schritte.

Installation

PosteRazor ist ab Ubuntu 8.10 in den offiziellen Paketquellen enthalten und kann leicht installiert werden [1]:

  • posterazor (universe)

Wiki/Vorlagen/Installbutton/button.png mit apturl

Paketliste zum Kopieren:

sudo apt-get install posterazor 

sudo aptitude install posterazor 

Benutzung

Nachdem man das Programm PosteRazor gestartet hat [4], wird man durch eine fünfteiligen Assistenten geführt, der einem jeden Arbeitsschritt ansagt.

  1. "Rasterbild auswählen": Hier wählt man die Bilddatei, die PosteRazor zerteilen soll. Als Quelldatei können alle Dateitypen verwendet werden die FreeImage {en} lesen kann, bspw. JPG, PNG, BMP usw. Die Quelldatei sollte groß genug sein, damit das Endergebnis nicht durch Vergrößern an Qualität verliert. Ein JPG einer 8 Megapixelkamera gedruckt mit 300dpi lässt sich beispielsweise unvergrößert (mit 24 A4 Seiten) im Format A0 abbilden.

  2. "Druckmaße definieren": Das verwendete Druckformat (meist A4) sowie Orientierung (Hoch-, Querformat) wird hier samt der druckerspezifischen Ränder angegeben.

  3. "Überlappungen definieren": Das Definieren der Überlappungen beim Druck hilft später beim Anordnen der Bilder sowie für den Fall, dass beim Wegschneiden des weißen Randes etwas zu viel weggeschnitten wird.

  4. "Finale Postergröße definieren": Hier wird bestimmt, auf wie vielen Blättern das Endergebnis verteilt werden soll. Diese Angabe erfolgt entweder über absolute Maße (in cm), Größe in Seiten oder eine prozentuale Eingabe. Über 100% (des Originalbilds) sollten nur gewählt werden, wenn ein gewisser Unschärfe-Effekt gewünscht ist, die Bilder wirken sonst aufgebläht.

  5. "Ausgangsdatei speichern": Das Endergebnis ist ein PDF-Dokument mit mehreren Seiten, welches im letzten Schritt abgespeichert werden muss.

./bild1.png
Rasterbild auswählen

./bild2.png
Druckmaße

./bild3.png
Überlappungen

./bild4.png
Finale Postergröße

./bild5.png
Ausgangsdatei speichern

Druck und Posterzusammenstellung

./bild6.jpg
Endergebnis an der Wand

Mit dem anschließenden Druckvorgang hat PosteRazor nichts mehr zu tun. Das ausgegebene PDF-Dokument wird geöffnet und auf gewohntem Wege gedruckt. Je nach Dimension und Anzahl der Einzelblätter wird die Zusammenstellung des Posters zur Herausforderung. Als kleiner Tipp eines geplagten Posterbastlers sei Klebegummi (z.b. "UHU Patafix") genannt. Wesentlich freundlicher als Klebestreifen beim Ablösen von verputzen Wänden ist er auch noch einfach zu handhaben und hält die einzelnen Blätter sicher an der Wand. Rechts eine Abbildung für ein solches Poster an der Wand.

PDF-Datei als Eingabe verwenden

Da PDF-Dateien nicht direkt verwendet werden können, müssen diese zuerst in ein Rasterbild umgewandelt werden. Am einfachsten geht das mit convert aus der Programmsammlung ImageMagick. In einem Terminal-Fenster gibt man Folgendes ein:

convert -density 200 eingabebild.pdf ausgabebild.png 

Das ausgabebild.png kann dann in PosteRazor als Eingabe verwendet werden.

Diese Revision wurde am 1. September 2014 14:58 von aasche erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen: Grafik, PDF, Drucker