Programme werden bei Ubuntu mittels spezieller Pakete (.deb) installiert. Diese Pakete werden in der Regel aus Paketquellen (Repositories) bezogen. Paketquellen werden einerseits im Internet zur Verfügung gestellt, andererseits können auch Datenträger wie CDs oder DVDs als Paketquelle dienen. Dieser Artikel beschreibt, wie man die vorhandenen Paketquellen ergänzt bzw. verändert.
Während Kubuntu bisher auf KPackageKit setzte (ab Ubuntu 11.10 wird stattdessen die Muon Paketverwaltung verwendet), verwenden alle anderen Ubuntu-Varianten – direkt oder indirekt – den Paketmanager Synaptic, um Paketquellen zu verwalten. Prinzipiell kann die zugrundeliegende Datei /etc/apt/sources.list auch von Hand bearbeitet werden – unabhängig von der Desktop-Umgebung.
Bezüglich fremder Paketquellen sind noch diese beiden Artikel wichtig:
Fremdquellen/-pakete - die Gefahren von Fremdquellen und Fremdpaketen
PPA - ein "Personal Package Archive" freischalten
Nach jeder Änderung an den Paketquellen müssen diese aktualisiert bzw. neu eingelesen werden.
Im Software-Center gibt es unter "Bearbeiten -> Software-Paketquellen" eine Möglichkeit, die Paketquellen zu bearbeiten. Diese Einstellungsmöglichkeit kann man auch über folgenden Befehl im Terminal starten:
gksu software-properties-gtk
Alternativ kann man die Paketquellen mit Synaptic über das Menü "Einstellungen -> Paketquellen" konfigurieren.
Bis einschließlich Ubuntu 10.04 findet man im Menü von GNOME unter
"System -> Systemverwaltung -> Software-Paketquellen"
einen passenden Dialog. Hier kann man die zu nutzenden Ubuntu-Quellen auswählen, das Verhalten bei Updates einstellen, fremde Quellen hinzufügen sowie Authentifizierungs-Schlüssel für diese hinzufügen.
In KDE gibt es mehrere Möglichkeiten, die Paketquellen über ein grafisches Programm zu bearbeiten. Auch hier können sämtliche Paketquellen (de-)aktiviert, neue hinzugefügt und Authentifizierungs-Schlüssel eingelesen werden.
Ab Ubuntu 11.10 kann der Menü-Punkt "Einstellungen -> Software-Quellen einrichten" der Muon Paketverwaltung verwendet werden.
Nutzer von kPackagekit erledigen das direkt über den folgenden Weg:
"KDE Systemeinstellungen -> Softwareverwaltung -> Einstellungen -> Quellen bearbeiten"
oder
"System -> Softwareverwaltung -> Einstellungen -> Quellen bearbeiten"
Um in Xfce alle Paketquellen von Ubuntu auszuwählen und neue fremde Quellen hinzuzufügen, startet man über das Menü Synaptic:
"Xfce-Menu -> System -> Synaptic-Paketverwaltung"
Nun unter "Einstellungen -> Paketquellen" die zu nutzenden Ubuntu Quellen auswählen, das Verhalten bei Updates einstellen, fremde Quellen hinzufügen sowie Authentifizierungs-Schlüssel für diese hinzufügen.
Um in LXDE die Paketquellen von Ubuntu zu verwalten, startet man:
"LXDE-Menu -> Systemwerkzeuge -> Synaptic-Paketverwaltung" (ab Ubuntu 11.04) oder
"LXDE-Menu -> Einstellungen -> Synaptic Package Manager"
Ansonsten gilt das bei Xfce bereits Beschriebene.
Weitere Paketquellen können auch im Terminal mit Hilfe apt hinzugefügt werden. Dazu muss folgender Befehl ausgeführt werden:
sudo add-apt-repository 'deb PFAD/ZUR/QUELLE DISTRIBUTION KOMPONENTEN'
also z.B.:
sudo add-apt-repository 'deb http://archive.ubuntu.com/ubuntu precise main restricted universe multiverse'
Danach müssen die Quellen mittels apt-get update aktualisiert werden, dann können Pakete aus der neuen Quelle hinzugefügt werden.
Gegebenenfalls muss noch ein Schlüssel zur Authentifizierung der Quelle hinzugefügt werden. Wie das geht ist im Artikel apt-key beschrieben.
Diese Revision wurde am 7. Juli 2012 18:17 von Henja erstellt.
Die folgenden Schlagworte wurden dem Artikel zugewiesen:
Paketverwaltung, Softwareverwaltung_KDE, sources.list, Übersicht
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