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OpenSync

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Ausbaufähige Anleitung

Dieser Anleitung fehlen noch einige Informationen. Wenn Du etwas verbessern kannst, dann editiere den Beitrag, um die Qualität des Wikis noch weiter zu verbessern.


Anmerkung: Unter Jaunty Jackalope 9.04 sollten noch folgende Abschnitte getestet werden:

  • Wahl und Einrichtung der Plugins (3)

    • Bisher getestet opensync-plugin-evolution und opensync-plugin-synce

  • Benutzung - Multisync-GUI (4.1)

  • Benutzung - KitchenSync-OpenSync (4.2)

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

OpenSync {en} ist eine Software zum Datenaustausch und zur Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten oder Programmen. Der Datenabgleich wird dabei über Plugins realisiert. OpenSync ist das Nachfolgeprojekt von Multisync; es stellt jedoch wesentlich mehr Plugins zur Verfügung und vereinheitlicht den Datenabgleich unter Linux, da es eine Vielzahl von Programmen unterstützt. Anwendungen, mit denen OpenSync arbeiten kann, sind z.B.:

  • Evolution

  • Gnokii

  • Google Calendar

  • kitchensync-opensync (nicht mit kitchensync verwechseln! (Ist etwas anderes))

  • Kontact (KMail, KAddressBook etc.)

  • Sunbird

Synchronisationen sind zudem mit externen Geräten wie Palms oder Mobiltelefonen der unterschiedlichsten Anbieter möglich.

Gruppen

Um einen Datenabgleich durchführen zu können, muss zunächst eine sog. Gruppe (Group) angelegt werden. Diese Gruppe enthält die passenden Plugins (siehe unten) für die an der Synchronisation beteiligten Mitglieder. Der Name der Gruppe ist frei wählbar. Sinnvollerweise sollte man einen Namen wählen, der auf die beteiligten Programme hinweist.

Mitglieder

Die Gruppen-Mitglieder (Members) sind die Programme oder Geräte, deren Daten ausgetauscht/abgeglichen werden sollen. Sie werden in einer Gruppe zusammengefasst. In den allermeisten Fällen sind immer nur zwei Mitglieder beteiligt.

Plugins

Ein Plugin ist eine Schnittstelle, über die verschiedene Programme mit anderen Programmen kommunizieren können. Unter OpenSync repräsentieren die Plugins die einzelnen Mitglieder. Ein Plugin ist aber nicht zwangsläufig identisch mit einem Programm; es kann auch für eine ganze Klasse von Geräten stehen (die unter dem selben Betriebssystem laufen).

Achtung!

Das Programm OpenSync befindet sich noch in einer frühen Phase der Entwicklung und ist bei weitem noch nicht ausgereift. Daher empfiehlt es sich, vor jeder Verwendung eine Sicherungskopie von wichtigen Daten anzulegen.

Installation

Ubuntu-Paketquellen

Eigentlich genügt es, wenn neben dem Programm/der Bibliothek OpenSync nur noch die benötigten Plugins (siehe unten) installiert [1] werden. Der einfacheren Bedienung wegen sollte man jedoch auch eine geeignete grafische Oberfläche installieren. Die Pakete haben folgende Namen:

  • libopensync0 - Das eigentliche Programm

  • multisync0.90 (universe) - Grafische Oberfläche für GNOME

  • kitchensync (universe) - Grafische Oberfläche für KDE (nur bis Ubunutu 9.04)

  • multisync-tools (universe) - Paket für die Nutzung per Kommandozeile

Wahl und Einrichtung der Plugins

Im folgenden Abschnitt werden alle für OpenSync verfügbaren Plugins aufgelistet und beschrieben. Diese müssen jedoch nicht alle installiert [1] werden. Es genügt, wenn man die richtigen Plugins für seine eigene Soft-/Hardware-Kombination auswählt. Findet sich hinter der Beschreibung der Link (Einrichtung), so existiert zu diesem Plugin eine separate Seite, die die Konfiguration beschreibt und außerdem eine Liste der unterstützten Geräte enthält.

Die Namen der Pakete aller Plugins von OpenSync für Ubuntu beginnen mit (lib)opensync-plugin-, gefolgt von der Bezeichnung einer Anwendung. Die Vorsilbe lib wird dabei nur bei den Paketbezeichnungen der o.g. Fremdquelle verwendet. Man muss natürlich immer das Plugin für das zum Datenabgleich verwendete Programm installieren. Wird Evolution verwendet, so muss man z.B. das Paket (lib)opensync-plugin-evolution(2) installieren [1]. Andere Plugins sind sogar immer für bestimmte Geräteklassen oder Protokolltypen nötig. Im Folgenden wird jeweils nur der letzte Teil der Bezeichnung genannt. Der vordere Teil (siehe oben) ist sowieso überall gleich.

  • file ist ein wichtiges Plugin von OpenSync. Es hat die Aufgabe, Datenbestände von beliebigen Programmen mit einer Datei im Dateisystem abzugleichen. Diese kann auch als Sicherungsdatei verwendet werden. (Einrichtung)

  • google-calendar erlaubt die Synchronisation Googles webbasierter Kalenderanwendung {de} . (Einrichtung)

  • evolution2 dient zum Abgleich von Dateien mit dem Programm Evolution. (Einrichtung)

  • gpe wird für Geräte benötigt, die auf dem GPE Palmtop Environment basieren.

  • irmc benötigt man für das IrMC-Protokoll, welches oft bei Mobiltelefonen von Siemens und Sony Ericsson verwendet wird. (Einrichtung)

  • jescs ermöglicht den Datenabgleich mit dem Java System Calendar Server.

  • ldap wird für die Synchronisation mit einem LDAP-Server benötigt.

  • moto-sync ist ein Plugin, das zur Synchronisation von Mobiltelefonen des Herstellers Motorola benutzt werden kann. (Einrichtung)

  • kdepim ist für KDE-Anwendungen wie KAdressbook oder KOrganizer die richtige Wahl. (Funktioniert neuerdings auch mit Kontact unter KDE4, getestet unter KDE 4.3.5)

  • opie erlaubt es, OPIE-basierte Geräte innerhalb des OpenSync-Rahmenwerks zu synchronisieren.

  • palm ist für Geräte gedacht, die mit Palm OS betrieben werden.

  • sunbird ermöglicht den Datenaustausch mit Mozillas Kalender-Anwendung Sunbird. Es eignet sich auch für andere Programme, die ihre Daten im iCal-Format speichern, z.B. Orage. (Einrichtung)

  • synce ist ein Plugin für die Synchronisation von Windows CE- und Windows-Mobile-Geräten. (Einrichtung)

  • gnokii ist ein Plugin für die Synchronisation mit (neueren?) Nokia-Mobiltelefonen.

  • syncml erlaubt die Verbindung von Mobiltelefonen mittels einer Netzwerkverbindung über OBEX oder HTTP. (Einrichtung)

Benutzung

OpenSync kann sowohl über die Kommandozeile als auch über eine grafische Oberfläche eingerichtet und benutzt werden. Im Prinzip laufen alle Synchronisationen genau nach dem gleichen Schema ab. Zunächst wird eine Gruppe erstellt. Anschließend werden die Mitglieder dieser Gruppe ausgewählt. Wichtig ist dazu die Wahl der passenden Plugins (s.o.) und deren korrekte Einrichtung.

Multisync-GUI

multisync.png Bei Multisync-GUI handelt es sich um eine einfache grafische Oberfläche für GNOME. Der Name ist an den Vorgänger von OpenSync, Multisync (Artikel archiviert), angelehnt. Auch die Funktionsweise ist ähnlich, jedoch kann OpenSync unter der neuen Oberfläche mit wesentlich mehr Hardware und Software zusammenarbeiten. Mit Multisync-GUI lassen sich bequem verschiedene Synchronisationsgruppen einrichten und verwalten.

Nach der Installation findet sich ein Eintrag im GNOME-Menü unter "Anwendungen -> Zubehör -> Multisync-gui".

Da sich das Programm noch in einer sehr frühen Version befindet, unterstützt es noch nicht die volle Funktionalität von Opensync und eignet sich bisher nur für einfache Aufgaben, welche jedoch den meisten Anwendern genügen sollten. Außerdem bietet es noch nicht zu allen Plugins ein grafisches Konfigurationsfenster, so dass man eventuell nicht um das Editieren von (einfachen) Konfigurationsdateien herum kommt.

Leider ist die Oberfläche bisher nur teilweise in deutscher Sprache, aber die Bedienung ist denkbar einfach. Über "Hinzufügen" legt man eine neue Gruppe an. Nun kann man über "Bearbeiten -> Add Member" die gewünschten Plugins zu der Gruppe hinzufügen. Markiert man nun eines der Plugins, so kann man es konfigurieren. Die erforderlichen Konfigurationen beschränken sich meist auf die Pfadanpassung. Mit dem Knopf "Aktualisieren" wird der Datenabgleich durchgeführt. Das Programm gibt während der Synchronisation entsprechende Meldungen aus.

KitchenSync-OpenSync

Experten-Info:

Mit KitchenSync ist es ein wenig kompliziert, da der Name für zwei verschiedene Programme steht, von denen eines nicht mehr entwickelt wird. Ende 2005 entschlossen sich die KDE-Entwickler {en} , ihre vielfältigen Ansätze für die Synchronisation fallenzulassen und gemeinsam mit den Projekt OpenSync an einer neuen Lösung zu arbeiten. Daher wurden Programme wie ksync oder kandy aber eben auch das alte KitchenSync aufgegeben. Der Name wurde jedoch für die neue grafische KDE-Oberfläche von OpenSync übernommen. Anfangs wurde das neue Projekt zur besseren Unterscheidung noch mit KitchenSync-OpenSync bezeichnet. Bis einschließlich Ubuntu 7.04 war in den Ubuntu-Quellen noch die alte Version von KitchenSync vorhanden. Seit Ubuntu 7.10 liegt hier die neue Version vor, die die Oberfläche für OpenSync bildet. Dies lässt sich auch daran erkennen, dass das Paket seit dieser Version in der Sektion universe zu finden ist. Verwirrend ist allerdings der gleiche Name.

kitchensync.png KitchenSync {en} ist eine grafische Oberfläche für KDE, die auf OpenSync zurückgreift. Sie ähnelt Multisync-GUI (s. o.). Seit Ubuntu 7.10 ist Kitchensync in deutscher Sprache in den Paketquellen verfügbar und Mit KitchenSync können Daten zwischen KDE-Anwendungen wie z.B. Kontact und mobilen Geräten abgeglichen werden. Dabei ist zu beachten, dass bei Kontact mindestens ein Kontakt, ein Termin, etc. bereits vor der ersten Synchronisation vorhanden sein muss, da ansonsten keine neuen Datensätze angelegt werden können.

Mit "Gruppe hinzufügen (Add Group)" wird eine neue Gruppe angelegt. Nun können mit "Gruppe bearbeiten (Edit Group)" neue Plugins zu dieser Gruppe hinzugefügt werden. Die Plugins können anschließend eingerichtet werden, indem man erneut "Gruppe bearbeiten (Edit Group)" wählt und anschließend das Plugin markiert. Die Synchronisation erfolgt schließlich über den Knopf "Jetzt synchronisieren (Synchronize (Now))". # Leider gibt es in der Version aus der oben genannten Paketquelle ein Problem mit dem Abgleich der Datensätze. Das zweite Plugin der Gruppe erhält keine Datensätze. Laut Entwicklerteam wird gerade daran gearbeitet, aber es ist noch nicht abzusehen, wann dies wieder funktioniert.

Seit Unbuntu 9.10 ist KitchenSync nicht mehr Bestandteil der Paketquellen, für eine grafikbasierte Konfiguration muss daher auf MultisyncGUI ausgewichen werden.

Kommandozeile

Nachfolgend werden die wichtigsten Kommandos für die Steuerung über die Kommandozeile aufgeführt. Um das Programm und die Plugins einzurichten, öffnet man zunächst ein Terminal [3]. Hier kann man nun folgende Befehle benutzen:

Konfiguration

Um OpenSync benutzen zu können, muss man als erstes eine neue Gruppe anlegen. Der Befehl zum Anlegen einer Gruppe lautet:

msynctool --addgroup gruppenname 

Nun müssen die Plugins für die beteiligten Mitglieder hinzugefügt werden. Um zu überprüfen, welche Plugins zu Verfügung stehen, gibt man folgenden Befehl ein

msynctool --listplugins 

Um ein Plugin zur Gruppe hinzuzufügen, gibt man folgenden Befehl ein:

msynctool --addmember gruppenname pluginname 

Sind die Plugins für die Mitglieder erst einmal angelegt, müssen sie noch konfiguriert werden. Dies geschieht mit folgendem Befehl:

msynctool --configure gruppenname 1 

Die 1 steht für das erste Plugin. Um das zweite Plugin zu konfigurieren gibt man den gleichen Befehl mit einer 2 statt der 1 ein. Nach Eingabe des Befehls werden die Plugineinstellungen unter Ubuntu im Editor Nano geöffnet. Hier muss nun das Plugin konfiguriert werden.

Synchronisation

Erster Datenabgleich

Um die beiden Synchronisationspartner auf den gleichen Stand zu bringen, muss zunächst eine Synchronisation in eine Richtung durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass bei Konflikten einer der beiden Partner den Vorrang erhält. Dieser Schritt ist notwendig, da OpenSync bisher bei gleich benannten Einträgen nicht weiß, welcher der Neueste ist. Später wird bei der Synchronisation der Daten der Zeitstempel verglichen, um Konflikte aufzulösen.

Um diese einseitige Synchronistation starten zu können, muss man zunächst einmal herausfinden welches Plugin welche Nummer hat. Dies erfolgt mit folgendem Befehl:

msynctool --showgroup gruppenname 

Nun sucht man das Plugin heraus, das zunächst den Vorrang erhalten soll und führt dann folgenden Befehl aus:

msynctool --sync gruppenname --conflict plugin-nummer 

Wobei plugin-nummer die Nummer des bevorrechtigten Plugins ist.

Nun sollen beide Synchronisationspartner auf dem gleichen Stand sein und die Log-Dateien mit den Zeitstempeln wurden angelegt

Synchronisieren

Um die Synchronisation zu starten wird folgenden Befehl ausgeführt

msynctool --sync gruppenname --conflict n 

Mit --conflict n wird festgelegt, dass bei Konflikten immer der neuste Eintrag verwendet werden soll.

Weitere mögliche Optionen kann man der manpage von OpenSync entnehmen. Der Befehl zum Aufruf lautet

man msynctool 

Diese Revision wurde am 29. Januar 2010 um 21:35 Uhr von schepel erstellt.
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