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Mobiler Datentransfer

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Mobiler Datentransfer

Zum Verständnis dieses Artikels sind folgende Seiten hilfreich:

Auf der Seite UMTS per Mobiltelefon wird die kabelgebundene Verbindung mit einem Mobiltelefon und die Einwahl ins Internet beschrieben. Bluetooth/Mobile behandelt dies über die kabellose Bluetooth Schnittstelle und UMTS per PCMCIA unter Nutzung einer entsprechenden PCMCIA-Karte.

Grafische Einwahlprogramme können die Nutzung komfortabler gestalten. Die beiden Programme UMTSmon und Vodafone Mobile Connect Card driver for Linux {en} ermöglichen darüber hinaus den Versand von SMS, letzteres auch den Empfang.

Ab Ubuntu 8.10 Intrepid Ibex kann für die Nutzung von UMTS USB-Sticks der vorinstallierte Network-Manager (ab Version 0.7) zur Einwahl genutzt werden. Einige dieser UMTS-Sticks funktionieren erst mit USB ModeSwitch oder HSOconnect {en} .

Konfiguration von gnome-ppp

Modemeinstellungen

Unter Gerät: wird der mount point des Mobiltelefons eingetragen. Sollte die Funktion Erkennen offensichtlich unsinnige Einstellungen eintragen, aktiviert man im Dateimanager die Spalte Zugriffszeit und öffnet den Ordner dev. Durch Klicken auf das schwarze Dreieck in der Kopfzeile der Spalte Zugriffszeit werden die aktuellsten Einträge als erste Listeneinträge angezeigt. Nach Verbinden des Mobiltelefons per USB-Kabel erscheint im Normalfall der neue mount point des Mobiltelefons. Gegebenenfalls ist die F5 Taste zum Aktuallisieren zu drücken. Der aufgelistete Einhängepunkt z.B. /dev/ttyACM0 wird unter Gerät: eingetragen. Meistens wird sich kein neues Fenster, wie beim Einstecken eines USB Speicherstiftes, öffnen. Weiterhin ist als Typ: USB-Modem auszuwählen.

Telefonnummern für die Anwahl des Datenkanals

Die Telefonnummer für die Anwahl des Datenkanals ist vom Modell des Mobiltelefons abhängig. Im GPRS Easy Connect 3.0.1 Software-Paket befindet sich eine chat-scripts Text-Datei in der die Telefonnummer des betreffenden Mobiltelefons aufgeführt sein sollte. Innerhalb der Produktgruppe eines Herstellers (z.B. Nokia Mobiltelefone) sind die Telefonnummern für die Anwahl des Datenkanals meistens identisch.

Initialisierungsstrings

Der korrekte CGDCONT Initialisierungsstring kann mit einer Suchmaschinene herausgefunden werden z.B. für den Provider E-Plus Deutschland "CGDCONT" site:eplus.de Weitere umfangreiche Providerinformationen gibt es bei Teltarif.de {de} und inside-handy.de {de} . Die Übergabe von speziellen Initialisierungsstrings ist sehr stark vom Internetprovider abhängig. So akzeptiert z.B. der italienische Internetprovider Telecom Italia Mobile (TIM) sowohl Einwahlverbindungen mit dem Initialisierungsstring AT+CGDCONT=1,"IP","ibox.tim.it","0.0.0.0",0,0 als auch Einwahlverbindungen ohne zusätzliche Initstrings. Im Falle von TIM ist die Verwendung eines zusätzlichen Initialisierungstrings (subjektiv) eher hinderlich.

Netzwerkeinstellungen

In den meisten Fällen werden die IP-Adressen: dynamisch und DNS: automatisch zugewiesen. Eine Liste von primären=DNS 1 und sekundären=DNS 2 kann mit den gprs-easyconnect-apn.txt {dl} gefunden werden.

Optionen

Hier sollte unbedingt die Funktion Ignoriere Terminalstrings (stupid mode) aktiviert sein.

Problembehebung

gnome-ppp übernimmt die Telefonnummer nicht

Nach der Konfiguration sollte gnome-ppp einmal geschlossen und noch einmal gestartet werden.

gnome-ppp bleibt bei der Passwortabfrage hängen

Im Hauptmenü den Haken bei Passwort speichern setzen.

Die Verbindung wird nach wenigen Sekunden wieder getrennt

Zur Behebung ist die Datei /etc/ppp/options im Editor [1] zu öffnen. In der options Datei sollten dann die Zeilen

lcp-echo-interval 30
...
lcp-echo-failure 4

auskommentiert bzw. an den Zeilenanfang an erster Position eine Raute eingefügt werden.

Für die Fehlerbehebung ist es hilfreich den Debug-Modus zu aktiveren. Dafür sollte vor

#debug

die Raute entfernen werden.

Terminate Request vom Einwahlserver unterbricht die Verbindung nach der erfolgreichen Einwahl

Bei der erstmaligen Einwahl kann es im Terminalfenster (wvdial) oder in der Logdatei von gnome-ppp zu folgender Fehlermeldung kommen:

--> Terminate Request
--> ***** no quoted text found in `rcvd [LCP TermReq id=0x3 05 00 00 0a 00 00 00 00 00 00]' ***** 

Diese Fehlermeldung wird wahrscheinlich durch eine unvollständige Registrierung der SIM Karte bzw. einer fehlenden Registrierungsdatei (String) auf dem Mobiltelefon ausgelöst. Zur Registrierung von in Deutschland gekauften Mobiltelefonen wird ein normales Telefongespräch geführt. Bei Mobiltelefonen, welche außerhalb von Deutschland gekauft wurden empfiehlt es sich über die Website des Mobilfunkanbieters eine Konfigurationsdatei per WAP Push Nachricht zuschicken zu lassen. Diese enthält ein WAP Profile, welches auf dem ausländischen Mobiltelefon aktiviert werden muss. Aufgetreten bei einem italienischen Mobiltelefon und AldiTalk/Medionmobile.

Modem kann nicht geöffnet werden.

Durch eine (kurzzeitige) unfreiwillige Unterbrechung des GPRS/UMTS Services kann es zu einer Störung der Kommunikation zwischen dem Mobiltelefon und dem USB CDC-ACM Modul auf dem PC kommen. Wvdial lässt sich in diesem Fall auch nicht mit administrativen Rechten beenden. Zur Behebung wird das Mobiltelefon ausgeschalten und mit einer (blinden) gnome-ppp bzw. wvdial Einwahl das USB CDC-ACM Modul auf dem PC informiert, das derzeit keine funktionsfähige Datenübertragung möglich ist. Danach wird das Mobiltelefon wieder eingeschalten. Eine erneute Einwahl und der Aufbau einer mobilen Datenverbindung sollte nun möglich sein. Sollte dieser Workaround nicht funktionieren, kann versucht werden durch Aus-/Wiedereinschalten des Mobiltelefons und durch An-/Abmelden des Benutzerkontos das Problem zu lösen. Schlimmstenfalls muss das Mobiltelefon ausgeschaltet werden und der Computer neu gestartet werden. Unter Ubuntu 6.06 Dapper Drake aufgetreten.

GNOME-PPP ist mit dem Internet erfolgreich verbunden, aber connection log zeigt mehrere Fehler

Im Reiter Optionen der GNOME-PPP Konfigurationseinstellungen kann in der Desktop Integration u.a. festgelegt werden dass nach erfolgreicher Einwahl gnome-ppp im Benachrichtigungsfeld andockt. Über dieses Benachrichtigungsfeld ist u.a. auch ein Zugriff auf den sogenannten connection log möglich. Sollten im connection log Fehler aufgeführt sein, ist die Verbindung zu trennen und gnome-ppp mit administrativen Rechten [2] zu starten. Grundsätzlich ist eine Einwahl sowohl mit eingeschränkten als auch mit administrativen Rechten möglich.

--> Warning: Could not modify /etc/ppp/pap-secrets: Permission denied
--> --> PAP (Password Authentication Protocol) may be flaky.
--> Warning: Could not modify /etc/ppp/chap-secrets: Permission denied
--> --> CHAP (Challenge Handshake) may be flaky.

Ignoriere Terminalstrings (stupid mode) Funktion und Man-in-the-Middle Szenarien

Alle Funktionalitäten von der graphischen Oberfläche gnome-ppp werden auf der Kommandoebene vom wvdial tool durchgeführt. Wvdial wurde ursprünglich für den Einsatz mit analogen V90/92 (56 kbit/s) Modems konzipiert. Wvdial kennt eine Unmenge an Möglichkeiten einen Computer mit einem Netzwerk wie z.B. dem Internet zu verbinden. Die Kommunikationmöglichkeiten mit einem Einwahl Server haben sich seit der ersten Veröffentlichung von wvdial eher gering erweitert.

Dagegen hat sich die Menge der netzwerkfähigen Geräte sehr stark erweitert. Wvdial wurde ursprünglich nicht für den Einsatz mit Mobiltelefonen entwickelt. In Verbindung mit der stupid mode Funktion eignet sich wvdial aber sehr gut dafür ein Mobiltelefon über einen Computer mit dem Internet zu verbinden. Wvdial tritt dabei sozusagen unhöflich eine Tür auf, an der sich kein Türschild mit ProviderXYZ befindet, ohne anzuklopfen und ohne zu wissen was sich hinter dieser Tür wirklich befindet.

GPRS/EDGE/UMTS sind kostenpflichtige Datendienste. Die Authentifizierung zwischen Mobiltelefon und der nächstgelegenen Relaisstation des Internet- bzw. Mobilfunkanbieters ist relativ gut abgesichert. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich hinter der Tür der Internet Provider befindet und nicht ein böswilliger Mithörer {de} . Der Vorteil von wvdial im stupid mode ist, dass es sich für die unkomplizierte schnelle Einwahl auch ohne die graphische Oberfläche gnome-ppp verwenden lässt. Abhilfe für die aus der Sichtweise der Verbindungssicherheit eher unsauberen wvdial stupid mode Funktion kann nur eine Weiterentwicklung von wvdial oder die Verwendung anderer Einwahlprogramme wie z.B. GPRS/EDGE/UMTS EasyConnect {en} sein. Alternativen zu GNOME-PPP(wvdial) können gerne per Referenzlink zu diesem Wikibeitrag hinzugefügt werden.

Providertabelle A-Z

Achtung!

Die folgenden Angaben sind auf der Internetpräsenz des Internet Providers oder im lokalen Vertriebsladen zu überprüfen! Die Einstellungen können vom jeweils gewählten Tarif abhängen! Teltarif.de bietet einen sogenannten Mobilfunk Datenrechner an. Prepaid/Vorkasse Angebote ohne Langzeitverträge werden wie folgt angezeigt: Nutzungsdetails: | (Eingabefeld freilassen) | Megabyte monatlich

Weitere Tabellen mit Zugangs-Informationen für mobiles Internet gibt es auch bei diesen Anbietern:

Hinweis:

Die "Anführungszeichen" und Leerzeichen haben syntaktische Bedeutung und müssen genau so übernommen werden.

Provider Benutzername Passwort Initialisierungsstring DNS 1 & 2 Service
E-Plus {de} eplus gprs AT+CGDCONT=1,"IP","internet.eplus.de", "0.0.0.0", 212.23.97.2 & 212.23.97.3 GPRS, EDGE, UMTS
AldiTalk / Monats-Flat {de} eplus gprs AT+CGDCONT=1,"IP","internet.eplus.de", "0.0.0.0", 212.23.97.2 & 212.23.97.3 GPRS, EDGE, UMTS
AldiTalk 24h-Flat {de} eplus gprs AT+CGDCONT=1,"IP","tagesflat.eplus.de", "0.0.0.0", 212.23.97.2 & 212.23.97.3 GPRS, EDGE, UMTS
O2 Online {de} beliebig beliebig AT+CGDCONT=1,"IP","surfo2" 62.134.11.4 & 195.182.110.132 GPRS, EDGE, UMTS
Fonic {de} beliebig beliebig AT+CGDCONT=1,"IP","pinternet.interkom.de" per DHCP zugewiesen GPRS, EDGE, UMTS
T-Mobile D {de} beliebig beliebig AT+CGDCONT=1,"IP","internet.t-mobile","0.0.0.0", 0,0 193.254.160.1 & 193.254.160.130 GPRS, EDGE, UMTS
TIM {it} beliebig beliebig AT+CGDCONT=1,"IP","ibox.tim.it","0.0.0.0",0,0 213.230.155.94 & 213.230.130.222 GPRS, EDGE, UMTS
ONE {at} wap wap AT+CGDCONT=1,"IP","web.one.at","0.0.0.0",0,0 per DHCP zugewiesen GPRS, UMTS, HSDPA
BOB {at} data@bob.at ppp AT+CGDCONT=1,"IP","bob.at" per DHCP zugewiesen GPRS, EDGE, UMTS, HSDPA
Tchibo {de} ohne ohne AT+CGDCONT=1,"IP","webmobil1" per DHCP zugewiesen GPRS, EDGE, UMTS, HSDPA
Vodafone {de} beliebig beliebig AT+CGDCONT=1, "IP", "volume.d2gprs.de" per DHCP zugewiesen GPRS, EDGE, UMTS, HSDPA


Diese Revision wurde am 5. Februar 2010 um 15:20 Uhr von aasche erstellt.
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