Archive entpacken (optional)
Ein Terminal öffnen (optional)
Einen neuen Menü-Eintrag anlegen (optional)
Adobe Flash erzeugt unter Linux aufgrund der fehlenden Unterstützung durch die Grafikhardware bzw. -karte eine hohe Prozessorlast. Dies äußert sich in einer ruckelnden Video-Wiedergabe, insbesondere bei älteren PCs, aber auch bei modernen Netbooks.
Für eines der bekanntesten Videoportale – YouTube
– gibt es jedoch Abhilfe: mit dem nativen Player Minitube
kann man die Videos auch ohne Browser und Flash-Plugin ansehen. Das Ziel des Programms ist es aber nicht, die Weboberfläche von YouTube zu klonen, sondern eine neue, TV-ähnliche Bedienung: der Benutzer gibt ein Suchwort ein, und Minitube erzeugt eine endlose Abspielliste (Playlist). Die Funktionen beinhalten:
Wiedergabe von HD-Videos
Vor-/Zurückspulen (ab Ubuntu 9.10)
Aufgrund einer Änderung bei YouTube muss die Version 1.5 oder neuer verwendet werden. Diese Version ist erst ab Ubuntu 11.10 in den offiziellen Paketquellen enthalten. Man kann aber auf ein PPA oder GetDeb ausweichen.
Minitube ist in den offiziellen Paketquellen enthalten. Folgendes Paket wird benötigt [1]:
minitube (universe)
Nach der Installation ist das Programm unter "Anwendungen -> Unterhaltungsmedien" zu finden.
Die aktuelle Version ist über ein "Personal Package Archiv" (PPA) [2] des Entwicklers Ferramosca Roberto
erhältlich.
Adresszeile zum Hinzufügen des PPAs:
ppa:ferramroberto/minitube
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Weitere Informationen bietet die
PPA-Beschreibung vom Benutzer/Team ferramroberto.
Damit Pakete aus dem PPA genutzt werden können, müssen die Paketquellen neu eingelesen werden.
Zur Installation kann auch GetDeb genutzt werden: MiniTube auf Getdeb
.
Zusätzliche Fremdquellen können das System gefährden.
Um Minitube selbst zu kompilieren, muss man zunächst folgende Abhängigkeiten installieren [1]:
build-essential
qt4-dev-tools
libphonon-dev
Dann lädt man sich von der Homepage
den aktuellen Quelltext ("Source code") herunter und entpackt ihn [3] in einen beliebigen Ordner. Um den Quelltext dann zu kompilieren, reicht ein simples
cd <Pfad zum entpackten Quelltext> qmake make
im Terminal [4] (je nach Prozessor kann das eine Weile dauern). Minitube lässt sich jetzt mit dem Befehl
./build/target/minitube
starten [3]. Wer möchte, kann sich mit dem Menüeditor [5] noch einen Menüeintrag anlegen.
Die Bedienung von Minitube ist recht einfach. Nach dem Start des Programms wird im Suchfenster ein Stichwort eingegeben. Auf der linken Seite des Programmfensters erhält man dann eine Abspielliste mit allen gefundenen Videos, die automatisch nacheinander abgespielt werden. Diese können dann nochmal nach "die bedeutsamsten", "die neusten" und "Meist gesehen" oder von Hand neu sortiert werden. In der rechten Fensterhälfte wird das Video wiedergegeben.
Zum Vollbildmodus gelangt man entweder per Symbol in der Werkzeugleiste oder per Doppelklick ins Video. Möchte man ein Video in HD anschauen, so klickt man im Fenster rechts unten auf das kleine "HD-Symbol". Die Videos können auch im Kompaktmodus wiedergegeben werden. Mit den Steuerungselementen kann das Video gestoppt, pausiert und auch wieder fortgesetzt werden.
Ab Version 1.3 lassen sich auch Videos herunterladen. Dazu im Reiter "Video" auf den Menüpunkt "Download" klicken oder alternativ "Strg + S".
Falls die Videos in Minitube nicht abgespielt werden, sollte überprüft werden, ob die beiden Pakete
phonon-backend-gstreamer
gstreamer-ffmpeg
installiert sind und gegebenenfalls nachinstallieren (siehe auch MiniTube FAQ
).
Unter Ubuntu 10.04 kann es passieren, dass eben genannte Lösung nicht funktioniert (notwendig sind die Pakete trotzdem!). Dann wird folgende Lösung vorgeschlagen, die das Paket phonon-backend-xine entfernt:
sudo apt-get remove phonon-backend-xine
Diese Revision wurde am 14. April 2012 14:55 von ubot erstellt.
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