Minimalinstallation

Dieser Artikel wurde für die folgenden Ubuntu-Versionen getestet:

Wiki/Icons/box.png Dieser Artikel beschreibt die Installation eines Ubuntu-Systems, das nicht mit einer kompletten Desktop-Umgebung wie KDE, GNOME oder Xfce ausgestattet ist. Stattdessen wird eine kleine grafische Oberfläche in Form eines (frei wählbaren) Fenstermanagers verwendet.

Zur Einrichtung eines Servers dient der Artikel Server Installation.

Diese Installation funktioniert auch auf älteren, nicht so leistungsfähigen Computern, insbesondere auf solchen mit wenig Arbeitsspeicher (ab 128 MB RAM). Das so installierte Grundsystem wird ohne grafische Oberfläche mind. 750 MB auf der Festplatte benötigen (mit ca. 1 - 1,5 GB).

Experten-Info:

Man sollte berücksichtigen, dass auch Programme wie ein Webbrowser, ein Textverarbeitungsprogramm etc. Arbeitsspeicher benötigen. In der Praxis sind dann mind. 256 MB RAM empfehlenswert. Siehe auch Alte Hardware.

Vorbereitungen

Zuerst sollte die CD heruntergeladen werden. Auf dieser Seite sind die Links und weitere Informationen zu den Rechner-Architekturen zu finden. Das heruntergeladene CD-Abbild ist mit einem geeigneten Programm auf CD-ROM zu brennen.

Man sollte prüfen, ob das BIOS das Booten von CD unterstützt und ob die Bootreihenfolge stimmt. Informationen zu diesem Schritt findet man auch in diesem PDF-Dokument {dl} .

Hinweis:

Empfohlen wird die Alternate-CD.

Booten und Installieren

Mit der Alternate-CD

Nachdem von der Alternate-CD gebootet wurde, erscheint dieser Splash-Screen:

./installation_01.png

Aus den Optionen wird diese zur weiteren Installation ausgewählt. Ab Ubuntu 8.04 Hardy Heron muss man F4 drücken und dort dann "Install a command-line system" auswählen. Danach geht man einfach auf "Installation".

Für die Installation eines Servers ist das Verfahren analog, aber es gibt eine spezielle Server-CD (siehe Server Installation).

Per Netzwerkinstallation

Die Minimalinstallation kann auch von einer Mini-CD erfolgen, bei der die komplette Installation über das Netzwerk vorgenommen wird. Weitere Informationen zu dieser Installationsmethode gibt es im Artikel Netzwerkinstallation.

Hinweis:

Nach der Installation des Grundsystems und einem Neustart sieht man eventuell auf dem Schirm keinen Prompt, sondern nur einen blinkenden Cursor links oben. Nach einem Wechsel auf die Konsole #1 (per Strg + Alt + F1) sieht man den Login-Prompt des installierten Systems. Ausgelöst wird das durch die Option vt.handsoff=7 in der Kernelzeile in der grub.cfg. Eine Erklärung findet sich unter What is vt.handoff=7 parameter in grub.cfg. Sobald ein grafisches System installiert wurde, verläuft der Start normal.

Falls man dieses Problem sofort beseitigen will, reicht die Entfernung der Option aus der Kernelzeile.

System einrichten

Sobald das Grundsystem installiert ist, wird zunächst ein XServer (Paket xorg) und ein Fenstermanager aufgespielt. Das einzelne Installieren aller Komponenten, die für eine einfache grafische Benutzeroberfläche nötig sind, kann man sich dank Metapaketen und der automatischen Installation von Abhängigkeiten sparen. Alles Benötigte wird (ohne Ballast) in einem Rutsch installiert.

Für ein schlankes System bieten sich an:

System anpassen

Wie man sich eine eigene Arbeitsumgebung schaffen kann, wird im Artikel Eigene Desktopumgebung weiter beschrieben. Für die Arbeit auf der Konsole [3] sind einige Grundkenntnisse [4] eine große Hilfe. Insbesondere das Wissen um die Verwendung von Pipes mit more oder less hilft, die Übersicht bei überlangen Ausgaben zu wahren. Aber auch die anderen Komfortfunktionen {de} sind nützliche Hilfen.

Normalerweise ist auch ein grafischer Display- bzw. Login-Manager für die Anmeldung installiert. Wenn man ohne grafische Anmeldung auskommt, kann man wieder ein wenig Hauptspeicher einsparen. Dann muss man nach dem Login die grafische Oberfläche manuell starten:

startx 

Programm-Empfehlungen

Hinweis:

Um tatsächlich möglichst sparsam arbeiten zu können, sollte stets darauf geachtet werden, konsequent entsprechende Software zu benutzen. Es nützt herzlich wenig, zuerst einen sparsamen Fenstermanager zu installieren, um danach Firefox und LibreOffice (beide bekannt für ihren Ressourcenhunger) zu verwenden.

Für eine benutzbare Arbeitsumgebung auf solch einem "kleinen" System empfehlen sich die folgenden Programme [5], die einen geringen Hauptspeicher-Bedarf haben und gut funktionieren:

Weitere Vorschläge finden sich im Artikel empfohlene Anwendungen. Noch Ressourcen-schonender sind Programme ohne grafische Oberfläche. Eine Übersicht bietet der Artikel Shell/Anwendungen.

Performance

Optimierungs-Möglichkeiten sind im Artikel Tuning beschrieben. Ob diese praktisch etwas bringen, ist umstritten: auf neuer Hardware wird man den Unterschied nicht merken, während ältere Computer nur durch Linux nicht schneller werden.

Diese Revision wurde am 30. Dezember 2011 um 01:27 Uhr von Lasall erstellt.
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